Was mich manchmal wirklich erbittert ist die Angst, die so viele vor dem Altern haben. Die ist so überflüssig, manchmal hab ich den Eindruck, daß Menschen keine Ahnung haben, was echte Probleme sind, und sich dann in so'n Scheiß reinflüchten.
Oder sie haben wirklich verinnerlicht, daß Falten, graue Haare oder generell Veränderung des Aussehens ganz fürchterlich schrecklich wären... und sie benehmen sich dabei, als wären sie schon alt, irgendwie so festgefahren in ihrer Erwartung, als müßten sie das Altsein schon vorwegnehmen.
Dabei ist das so überflüssig. Na klar sieht man anders aus und man muß sich dran gewöhnen, na klar kriegen das manche "attraktiver" hin, aber so viele Clooneys oder Taylors laufen nu auch wieder nicht rum, daß die als Maßstab herhalten könnten. Na klar kann man sich durch Sport, gesunde Ernährung usw. fitter halten, als es die meisten tun - wenn man sich dabei auch wohlfühlt.
Meiner Erfahrung nach isses aber einfach so, daß Leben auch Spuren hinterläßt, da beißt die Maus keinen Faden ab. Dazu gehören auch Enttäuschungen, Verluste, ständige Veränderungen usw. - denen kann man nicht aus dem Weg gehen, egal ob man sich vor dem Älterwerden fürchtet oder nicht. Ob sich jemand die Falten dann mit Make-up zukleistert, sich 'nen Ferrari unter den faltigen Arsch klemmt und wöchentlich ein neues Bunny als Jungbrunnen (oder Werbeplakette?

) auf den Beifahrersitz packt oder sein Leben einfach so gut er kann weiterlebt, spielt meiner Meinung nach gar ned so die große Geige.
Ist einfach eine Frage der Einstellung, die man sich selbst und anderen gegenüber hat.