Philosophisches zum Sonntag:

nein es ist respektlos. jeder mensch hat das recht zu wissen woran man ist und man sollte sich die mühe nehmen sich und sein verhalten zu erklären.
menschen zu ghosten ist eine unart und den eigenen komplexen und mangelnden selbstbewusstein geschuldet.

Gut, diese Argumentation lässt sich aber auch umdrehen:

Jeder Mensch hat das Recht, zu handeln wie er/sie möchte und sich nicht für sein Verhalten rechtfertigen zu müssen.
Geghostet zu werden nicht akzeptieren zu können, ist eine Unart und den eigenen Komplexen und mangelndem Selbstbewusstsein geschuldet.
 
Wenns einen triftigen Grund oder überhaupt einen Grund gibt, kann man es ruhig sagen und sich verabschieden....
Aber oft ist es ja auch einfach so, dass das Interesse an der Person oder halt das Interesse an einem weiteren Kennenlernen fehlt, das ist nicht immer erklärbar und solangs nu um nix geht, schreibt ma eben irgendwann nimma zurück...
Auslaufmodell quasi 😅

ich meine, es ist ein unterschied, ob vorher fehlendes interesse an einem weiteren kontakt geäußert wird - der andere aber nicht aufgibt, und man dann eben auf das nicht mehr antwortet - oder ob man durchaus interesse zeigt bzw. in einer laufenden konversation ist, ein treffen ansteht etc. und dann nichts weiteres kommt. das ist in meinen augen nicht in ordnung. gründe mag es auch dafür viele geben - aber entschuldbar sind wenige (autobus übern bauch und so).

passiert einem aber auch, ohne dass von einem selber ein interesse an sex oder beziehung vorhanden ist.
 
ich meine, es ist ein unterschied, ob vorher fehlendes interesse an einem weiteren kontakt geäußert wird - der andere aber nicht aufgibt, und man dann eben auf das nicht mehr antwortet - oder ob man durchaus interesse zeigt bzw. in einer laufenden konversation ist, ein treffen ansteht etc. und dann nichts weiteres kommt. das ist in meinen augen nicht in ordnung. gründe mag es auch dafür viele geben - aber entschuldbar sind wenige (autobus übern bauch und so).

passiert einem aber auch, ohne dass von einem selber ein interesse an sex oder beziehung vorhanden ist.



Konkret mal aus meiner Sicht gesprochen...also wenn i denk, wie oft i schon gesagt und geschrieben hab, dass i nix und niemand such und es wird dann trotzdem immer wieder alles versucht, mich in ein Gespräch zu verwickeln....
Es is oftmals a Dilemma und der Grat zwischen freundlich, aber bestimmend oder einfach unguad rüberkommen, is schmal und da meld i mi dann manchmal einfach nimma zurück...
A unguad, aber i bin a nur a Mensch...
 
Gut, diese Argumentation lässt sich aber auch umdrehen:

Jeder Mensch hat das Recht, zu handeln wie er/sie möchte und sich nicht für sein Verhalten rechtfertigen zu müssen.
Geghostet zu werden nicht akzeptieren zu können, ist eine Unart und den eigenen Komplexen und mangelndem Selbstbewusstsein geschuldet.
Ich glaube da teilen zwei Menschen sich die Defizite gut auf.
Der ein wenig schlicht/feig/einfach gestrickt, zu wenig Selbstbewusstsein, der das macht und der andere hat zuwenig Selbstbewusstsein/Selbstachtung/Selbst Respekt, der damit nicht umgehen kann.
 
Ah, samma ehrlich, es gibt genug Leut, die sich mit anderen spielen, für einen Lacher.
Anschließend einfach vergessen. Ich nehme mal weitgehend die Psychoschiene, samt Charakterbewertung raus, nutzt auch nix)

Es soll sogar Leut geben, die am Flughafen stehen und warten um endlich den/die Liebste/n in dem Armen halten zu dürfen, viel durch haben und außer einem leeren Bankkonto nichts mehr da ist, Kontakt auch nicht.

Es gibt Menschen, die ihre Familie verlassen für die Liebe, mit Koffern vor vor einer Wohnung stehen, die ihr neues daheim sein sollte, jedoch leer und abgemeldet ist, alle Kontakte abgebrochen.

Die hatten auch bloß Kontakt.
Ein bisserl schreiben, chatten - wie im ersten Fall.
Ein bisserl romantisch pudern - wie im zweiten Fall.
Nix Spektakuläres.

Ich denke, die Bandbreite eines absoluten Kontaktabbruches und tatsächlich aus dem Leben des anderen zu verschwinden ist sehr breit.
Schriftverkehr und Worte, was die alles können - die haben in manchen Situationen sogar Menschen das Leben gerettet. (auch positiv, viele Liebesgeschichten über Jahre nur mit Feldpost u.s.w.)

Ein Urteil über irgendwessen Charakter, Gründe, wie auch immer, würde ich mir nicht erlauben.
Jemanden klein zu machen und ihm zu wenig Selbstbewusstsein zu unterstellen und Komplexe zuzuschreiben würde ich nicht.

Kriminelle Energie, Aggression, Boshaftigkeit, Spaß andere zu quälen, das können sehr gefestigte Charakter sein.
Menschen zu bevormunden, nach ihrer Pfeife tanzen lassen, erwarten dass sie auf Pfiff kommen, auch das können sehr gefestigte Charakter sein.
Manchen wir den Bösen klein, dann geht es uns besser und wir müssen nicht soviel Angst haben.
Es liegt mir fern ein Psychogramm leicht erregt über einen fiktiven oder unbekannten Menschen zu erstellen. Das ist einfach unseriös und psychogeil.

Menschen schon verbal als "Opfer" zu benennen in Kindertagen, lässt ahnen, dass es ein Lebenskonzept gibt, in dem man entscheidet wie man mit jemand umgeht, je nachdem. Vielleicht auch ein Grund, dass "Opfer" schwer aus ihrer Rolle kommen. Sind sie erwachsen und fassen zart Vertrauen, zuckt man die Schultern, wenn sie drüber sprechen wollen und sagt: "Such Dir Hilfe", "mimimi" - das war´s.

Der Glaube an das Recht des Stärkeren, auch in der Umsetzung, war lange nicht derart verbreitet und präsent wie jetzt.
(Mir tut´s nicht weh - und - was willst Du jetzt machen?)

Alles hat eine lange Geschichte "Was vorher geschah".

Zum eher banalen Ausgang zurück zu kehren.
Zu wissen, dass sie jemand Hoffnungen macht, sie anzufüttern um ihn dann fallen zu lassen - das könnte eine Geschichte sein, die größeren Geschichten vorangegangen ist. (Ähnlich einer Sucht)

Andersrum: Das Bestehen darauf, in anderen Leben präsent zu bleiben, Erklärungen einzufordern, beleidigt zu sein, wenn eigene Hoffnungen ABER auch Ansprüche nicht erfüllt werden, bringt nicht weiter (auf ewig gefangen in eigener Kränkung und Wehklagen über die Ungerechtigkeit der Welt - Verbitterung, weil die Leut net "richtig" funktionieren.)

Hier liegt der Hund begraben.
Es gibt berechtigte Hoffnung und unberechtigte Hoffnung aus der Luft gegriffen. (sich andere zurechtphantasieren)
Es gibt ein unangemessenes Anspruchsdenken. Wird das nicht erfüllt, kommt das Gefühl persönlicher Niederlage, verlorenem Kampf.

Andersrum:
Wenn jemand weiß, fühlt, dass ein anderer sich ernsthaft Hoffnungen macht und Emotion rein legt und dennoch anfüttert und Gas bis zum plötzlichen Verschwinden gibt.
Dass ist unanständig.
 
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