Ich denke, es sollte möglich sein, politische Ansichten aus einer Beziehung herauszuhalten. Man könnte sich darauf einigen, Nachrichten nicht zusammen anzuschauen und Unterschiede zu respektieren anstatt niederzumachen, wenn Konflikte befürchtet werden. Grundsätzlich glaube ich jedoch, dass gewisse Diskussionen einer erwachsenen Beziehung nur Würze verleihen und nicht komplett zum Scheitern führen.
Es geht nicht um Parteien, sondern um den Blick auf die Welt.
Ich würde ganz klar mein Leben mit niemandem verbringen, der menschenfeindlich denkt/agiert.
Weil man Dicke wohl auf den ersten Blick erkennt... gewöhnlich, aber die politische Einstellung kommt bei mir eigentlich nie auf den Tisch... es sei denn er trägt Springerstiefel... aber auch dann würden wir eher ein Gespräch über modische Entgleisungen führen
Klar kann man Gespräche steuern...aber ich mag schon ICH sein können in einer Beziehung. Und zwar komplett.
Ich meine das wirklich ernst, man kann sich über viele viele andere Dinge mit dem Partner unterhalten. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass man über grundlegende Dinge immer einer Meinung sein kann. Wenn Diskussionen nicht möglich sind, kultiviert, dann sollte man seine (politischen) Ansichten aus der Beziehung heraushalten.
Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber grundlegende Werte, die einem wichtig sind, sollten mMn ähnlich sein.
Was fang ich mit einem Menschen an, der sich von Ängsten, die immer wieder in den Mittelpunkt gerückt werden vereinnahmen lässt? Was mit jemandem, der nur sudert und kaum Motivation findet etwas zu verändern? Was mit jemandem der Menschen bewerten, in a Schubladerl wirft und gar net differenzieren mag? -> Nix.
Es ist nicht notwendig sich über Politik zu unterhalten...das Drumherum sehr wohl.
Mein Bruder ist absoluter Impfgegner. Sollte ich ihn etwa auch austauschen, nur weil wir uns hier nicht einig sind? Wir können damit erwachsen umgehen und sogar über Vor- und Nachteile diskutieren. Wir lieben und schätzen einander trotzdem.
Mit deinem Bruder lebst du nicht zusammen und du hast auch keine Kinder mit ihm.
Wenn da zwei Hardliner aufeinandertreffen fliegen die Fetzen.
Gönn dir mal eine Diskussion mit anderen Eltern...und dann stell dir vor mit einem, der gegenteiliger Meinung ist, sollst du einen Weg für eure Kinder finden. Wahnsinnig prickelnd stell ich mir das vor.
Versteh mich nicht falsch, ich hab kein Problem mit Reibung und unterschiedlichen Ansichten, aber zhaus fühlen könnt ich mich nicht bei jemandem, den seine und meine Ansichten stark trennen.