Braucht man das eher peinliche Gespräch mit den Eltern eigentlich wirklich noch? Der Aufklärungsunterricht in der Schule beinhaltet eigentlich diverse Verhütungsmethoden.
Das einzige worüber wir unsere Tochter noch detailiertere Informationen gaben waren die verschiedenen Typen der Pille, wobei diese auch hormonell oft unterschiedliche Auswirkungen haben. Östrogenfreie Cerazette ist vor allem bei jungen Frauen nicht umsonst beliebt.
Als ich später einmal HPV erwähnte wusste sie eigentlich schon alles aus der Schule. Geimpft ist sie ja. Aber wir sind noch etwas näher darauf eingegangen das diese HPV Impfung eben auch ihre Grenzen hat und es diverse Stämme gibt die vermutlich sehr gefährlich sind aber noch keine Relevanz bei der WHO Empfehlung hatten.
Alles in allem wundert es mich aber etwas das man heute diesbezüglich noch größere Hemmungen hat. Also über irgendwelche Sexpraktiken würde unsere Tochter auch nicht mit uns sprechen, aber über Verhütung, Geschlechtskrankheiten, hormonelle Einflüsse können wir auf wissenschaftlicher Ebene ohne Probleme sprechen.
Ein Punkt den man vielleicht heutzutage explizit erwähnen sollte ist das Pornos eben Pornos sind und kein Abbild der Realität. Auch hier kann man wissenschaftlich argumentieren das diese Industrie eben bewusst mit visuellen Reizen arbeitet die in der Realität aber oftmals kein Vergnügen sind. Als junge Frau muss man natürlich darauf achten das der erste Freund nicht versucht irgendwelche Pornos nachzuspielen die er im Internet gesehen hat.
Aber der grundsätzliche "Akt" wird in der Schule durchaus gut vermittelt, ebenso die Methoden zur Verhütung.
Das die Tochter glaubt man müsste nach dem Sex auf und ab hüpfen um nicht schwanger zu werden braucht heutzutage keiner mehr befürchten. Außer sie hatte bislang nur Heimunterricht bei Esoschwurblern.
Letzten Endes sollte man aber vielleicht noch den Rat geben wenn es mit Schule und Ausbildung genug ist, es nicht verkehrt ist auch Nachwuchs anzustreben. Als letzter Mohikaner ist es dann nämlich ziemlich einsam.