Medis und deren Einfluss

Z

Gast

(Gelöschter Account)
hab jetzt lange gesucht aber nichts passendes zu meiner Frage gefunden.

Ich nehme seid ein paar Jahren Antidepressiva und am Beipackzettel steht
der tolle Satz "Dieses Arzneimittel kann die Reaktionszeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen"

Also darf ich ja gar nicht Autofahren? Arbeiten?
Wie viele tausend Menschen nehmen Medis die sie beeinträchtigen und trotzdem
dem Alltag nachgehen.

Was ist aber, wenn mal was passiert? Als selbstständiger Elektriker stehe ich sowieso mit einem Fuß im Grab, mit dem anderen im Knast. Bis jetzt hab ich mich durch kleinere "Unfälle" nur selbst verletzt.
Sei es durch Unachtsamkeit oder bla bla. Wer kann schon sagen das es Medis sind?

Aber was wenn jemand ernst zu Schaden kommt, hinterher festgestellt wird, der "Täter" nimmt Medis die ihn beeinträchtigen......

PS: Klar, Datenschutz und Elga^^ (ES GIBT KEINEN DATENSCHUTZ!!)
 
In diesem Falle kommen dann die Gutachter zum Einsatz, die feststellen, wie weit zum Unfallzeitpunkt eine tatsächliche Beeinträchtigung gegeben war...
...wenn überhaupt.

Der Satz mit der Beeinträchtigung steht fast bei jedem Medikament dabei. Damit sichern sich die Pharmakonzerne gegen etwaige Regressansprüche im Falle wenn.

Lg Gitti
 
hab jetzt lange gesucht aber nichts passendes zu meiner Frage gefunden.

Ich nehme seid ein paar Jahren Antidepressiva und am Beipackzettel steht
der tolle Satz "Dieses Arzneimittel kann die Reaktionszeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen"

Also darf ich ja gar nicht Autofahren? Arbeiten?
Wie viele tausend Menschen nehmen Medis die sie beeinträchtigen und trotzdem
dem Alltag nachgehen.

Was ist aber, wenn mal was passiert? Als selbstständiger Elektriker stehe ich sowieso mit einem Fuß im Grab, mit dem anderen im Knast. Bis jetzt hab ich mich durch kleinere "Unfälle" nur selbst verletzt.
Sei es durch Unachtsamkeit oder bla bla. Wer kann schon sagen das es Medis sind?

Aber was wenn jemand ernst zu Schaden kommt, hinterher festgestellt wird, der "Täter" nimmt Medis die ihn beeinträchtigen......

PS: Klar, Datenschutz und Elga^^ (ES GIBT KEINEN DATENSCHUTZ!!)

Die wesentliche Frage ist - fühlst du dich durch die Antidepressiva beeinträchtigt in der Fahrtüchtigkeit, ist die Reaktionsfähigkeit verringert oder hast du für dich den Eindruck einer leichten Sedierung und entsprechend beeinträchtigten Aufmerksamkeit und Konzentration? Falls ja, dann würde ich eher den Umstieg auf eine andere Medikamentation überlegen, SSRI beeinträchtigen z.B. die Verkehrstüchtigkeit nicht.
Dich selbst solltest du natürlich auch nicht gefährden, insofern würde ich das nochmal abklären lassen, wenn du für dich schon zu zweifeln beginnst, dann ist das meistens ein Indiz, dass irgendwas tatsächlich nicht passt.
Informiere dich über die Alternativen, es gibt sie. :)
 
Es kommt auch auf das Medikament und auf die Dosierung an. Besonders anfangs in der Eingewöhnungsphase. Wenn du mit der Dosis nicht zurechtkommst, spürst du das eh, zum Beispiel wenn man nervös ist oder zittert. Dann darfst weder arbeiten, noch Auto fahren. Es gibt aber Medikamente wie Trittico, das macht einen müde. Da darf man nach der Einnahme nichts mehr machen, ausser schlafen zu gehen.
 
Es ist nicht jeder Tag gleich. Manchmal bin ich so fertig, das ich zu Hause bleibe, meistens aber bin ich gut drauf und komm mit der Dosierung zurecht.
Tritico und dergleichen kenne ich. Die wirken wie eine Narkose, selbst kleinste Dosierungen und ich schlafe stundenlang.

Bei meinen Medis kenne ich mich schon recht gut aus, mir ging einfach die Frage durch den Kopf, was ist, wenn es wirklich mal brennt.
Da zahlt keine Versicherung. Und gerade das ist in unserer Gesellschaft recht arg, wie "überversichert" wir sind.
Ist ja fast schon eine Religion bei der man seinen Obulus zahlt um "reingewaschen" zu sein^^
 
Solange Du Dich an die Dosierungs- und Anwendungsvorschriften hältst und im Beipackzettel nicht ausdrücklich vor heiklen Arbeiten gewarnt wird, halte ich die Gefahr, auf dem einen oder anderen fuss erwischt zu werden für gering. Solche "Kann-Warnungen" dienen mehr der Herstellerfirma als Schutz vor allfälligen Regressforderungen als dem Patienten. Eine Rücksprache mit dem zuständigen Arzt ist trotzdem nützlich.
 
Der Satz mit der Beeinträchtigung steht fast bei jedem Medikament dabei
nicht nur das.
Sieh Dir mal die Liste der diversesten Nebenwirkungen am Beipackzettel an, gestaffelt von "ganz selten" bis "häufig": wer das von Anfang bis Ende genau liest, der wirft das Medikament garantiert in den nächsten Mistkübel :D
 
hab jetzt lange gesucht aber nichts passendes zu meiner Frage gefunden.

Ich nehme seid ein paar Jahren Antidepressiva und am Beipackzettel steht
der tolle Satz "Dieses Arzneimittel kann die Reaktionszeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen"

Also darf ich ja gar nicht Autofahren? Arbeiten?
Wie viele tausend Menschen nehmen Medis die sie beeinträchtigen und trotzdem
dem Alltag nachgehen.

Was ist aber, wenn mal was passiert? Als selbstständiger Elektriker stehe ich sowieso mit einem Fuß im Grab, mit dem anderen im Knast. Bis jetzt hab ich mich durch kleinere "Unfälle" nur selbst verletzt.
Sei es durch Unachtsamkeit oder bla bla. Wer kann schon sagen das es Medis sind?

Aber was wenn jemand ernst zu Schaden kommt, hinterher festgestellt wird, der "Täter" nimmt Medis die ihn beeinträchtigen......

PS: Klar, Datenschutz und Elga^^ (ES GIBT KEINEN DATENSCHUTZ!!)

Ich finde solche Fälle immer recht interessant. Wenn bereits im Beipackzettel steht, dass diverse Medikamente (Schmerzmittel, Antibiotika, Blutdrucksenker, etc) auch die Reaktion beeinflussen und diese Leute dennoch sich nicht an die Empfehlung halten, kann weder das Unternehmen (Pharmafirma) noch der Autohersteller verklagt werden. Wer mangelnde Eigenverantwortung sein Leben riskiert, ist mE selbst Schuld.

Ich muss häufig Schmerzmittel (Muskelrelaxanz) nehmen und weiß genau, womit ich es nicht nehmen darf und worauf ich zu achten habe. Viele Antibiotika dürfen nicht mit Milchprodukte oder Kaffee genommen werden, manche Schmerzmittel nicht mit Orangensaft. Ich lese immer den Beipackzettel oder recherchiere im I-Net ob es Wechselwirkungen mit diversen Lebensmittel oder Inhaltsstoffen gibt. Ich bin für meinen Körper verantwortlich und somit auch verpflichtet, gut darauf zu achten unter welchen Umständen ich die Medikamente einnehme.
 
nicht nur das.
Sieh Dir mal die Liste der diversesten Nebenwirkungen am Beipackzettel an, gestaffelt von "ganz selten" bis "häufig": wer das von Anfang bis Ende genau liest, der wirft das Medikament garantiert in den nächsten Mistkübel :D
Die Nebenwirkungen sind weniger Dramatisch als die Wechselwirkungen mit diversen Lebensmitteln. Ich hab im Rahmen meiner Diplomarbeit auch darüber geschrieben.
 
Die Nebenwirkungen sind weniger Dramatisch
naja, ist jetzt sehr relativ. Wenn ich z.B. bei den diversen NSAR's (also den nicht-cortisonhältigen Schmerzmittel, wie z.B. Movalis, Diclofenac, etc.) so Dinge wie Herzinfarkt oder Schlaganfall lese, und das auch ernst nehme (was ich ja sollte, oder?), dann beginne ich zu grübeln ...
 
naja, ist jetzt sehr relativ. Wenn ich z.B. bei den diversen NSAR's (also den nicht-cortisonhältigen Schmerzmittel, wie z.B. Movalis, Diclofenac, etc.) so Dinge wie Herzinfarkt oder Schlaganfall lese, und das auch ernst nehme (was ich ja sollte, oder?), dann beginne ich zu grübeln ...
Da sind eben Infos wie "Häufigkeit" durchaus dienlich oder man bemüht sich eben nochmal zum Arzt um genau das zu besprechen. Interessanterweise wissen wenig Ärzte über die Wechselwirkung diverser Medikamente bescheid. Meine beste Freundin ist Pharmakologin und ich frag sie immer aus, wie man Medis einnehmen sollte.
 
Interessanterweise wissen wenig Ärzte über die Wechselwirkung diverser Medikamente bescheid
das habe ich auch ständig bemerkt.
Eigentlich sollte der Arzt ja, bevor er Dir ein (neues, zusätzliches) Medikament verschreibt, Dich fragen, welche Medikamente Du bislang entweder regelmäßig oder bei Bedarf nimmst. Und danach sollte er das ganze auf Wechselwirkungen abchecken.
Wozu ihm 1. die Zeit fehlt (zumindest dem Kassenarzt), und 2. wohl auch die fundierte Fachkenntnis, welche bei den unzähligen zur Verfügung stehenden Medikamenten wohl nur ein Pharmakologe mitbringt.

Somit ist Deine Vorgangsweise
Meine beste Freundin ist Pharmakologin und ich frag sie immer aus, wie man Medis einnehmen sollte.
goldrichtig.

Wobei Du das Glück hast, eine Pharmakologin zur Hand zu haben. 99% der Patienten haben diese Möglichkeit eher nicht.
 
Also darf ich ja gar nicht Autofahren? Arbeiten?

Kommt darauf an, um welche Antidepressiva es sich dabei handelt. SSRI und NSRI schränken für gewöhnlich die Fahrtauglichkeit nicht ein, tri- und tetrazyklischen Antidepressiva dagegen mindern die Reaktion- und Konzentrationsfähigkeit. Bei Benzodiazepin ist sowieso davon abzuraten. Die sind für eine Dauermedikation aber sowieso nicht vorgesehen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall das mit dem Facharzt seines Vertrauens abzuklären, gegebenenfalls mittels neuropsychologischer Leistungsdiagnostik.
 
Was ist aber, wenn mal was passiert?
Ich würde das abklären lassen beim Psychiater, der dir diese Tabletten verschrieben hat. Bei Personenschaden hast die Arschkarte, das kann ich dir jetzt schon sagen.

Berufsunfähigkeit steigt auch aus wennst Pech hast. Kenne so einen armen Deppen, der auch nie daran dachte, das es eventuell zum Thema wird.
 
Kommt darauf an, um welche Antidepressiva es sich dabei handelt. SSRI und NSRI schränken für gewöhnlich die Fahrtauglichkeit nicht ein, tri- und tetrazyklischen Antidepressiva dagegen mindern die Reaktion- und Konzentrationsfähigkeit. Bei Benzodiazepin ist sowieso davon abzuraten. Die sind für eine Dauermedikation aber sowieso nicht vorgesehen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall das mit dem Facharzt seines Vertrauens abzuklären, gegebenenfalls mittels neuropsychologischer Leistungsdiagnostik.

Klar, Benzos greif ich nicht an. Da ich immer öfter ärgere Probleme mit meinen Nervensystem habe
(zittern,Krämpfe,ausfälle der rechten Hand oder des rechten Beines) hab ich mir für kommende Woche n Termin beim Neurologen geben lassen.
Muss mal alles durchchecken bevor ich auf den großen 4er zulaufe.
 
@Mitglied #266300 die Psychiater und viele Ärzte kennen sich meistens, wie Little Maid sagte nicht mit dem Gesammtbild
aus. Viele sehen ein "Leiden" und bekämpfen es mit irgendeinem Zeug.
Das vermutlich von dem angenommen wird der das Strandhaus verspricht.
Bei gewissen Dingen brauchst halt einen guten Diagnostiker. (I :verneigung:Dr.House)
 
Da sind eben Infos wie "Häufigkeit" durchaus dienlich oder man bemüht sich eben nochmal zum Arzt um genau das zu besprechen. Interessanterweise wissen wenig Ärzte über die Wechselwirkung diverser Medikamente bescheid. Meine beste Freundin ist Pharmakologin und ich frag sie immer aus, wie man Medis einnehmen sollte.

Es gibt auch ein Onlinetool bei dem man Wechselwirkungen bestimmen kann: Wechselwirkungs-Check
 
Zurück
Oben