Männliche Bisexualität in der Wahrnehmung

Mitglied #652001

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Ich kann eher wenig anfangen mit Männern, die völlig wahllos Sexualkontakte suchen - zumindest nicht in partnerschaftlicher Hinsicht. "Muschis und Schwänze" anstelle des Menschen, Bereitschaft und Verfügbarkeit anstelle von Anziehung, gar Verzweiflung oder Konsumgedanke anstelle spielerischer Annäherung.

Das hat auch meine Empfindungen hinsichtlich männlicher Bisexualität lange beeinflusst. Tritt männliche Bisexualität auf Datingplattformen oder auch hier im Forum offen zutage, dann zeigt sie sich oft auf genau diese Weise - allerdings gilt das auch für Heterosexualität. Vermeintlich heterosexuell lebende Männer begegnen einem im Alltag (fernab solcher Plattformen) allerdings oft. Dadurch wird viel transparenter, dass es viele Männer gibt, die im Griff nach einem (Sexual-)Partner eben nicht völlig wahllos sind. Offen bisexuell lebende Männer begegnen einem hingegen selten - dadurch wird das bei ihnen weniger sichtbar, obwohl es für sie natürlich genauso gilt.

Aber wie komme ich überhaupt auf diese Gedanken? Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, warum Bisexualität bei Männern für mich lange ein Ausschlussgrund für eine Partnerschaft war. Und ich habe herausgefunden, dass meine Gründe genau an diesem trügerischen Erscheinungsbild hingen. Ich hätte heute kein Problem damit, wenn sich bei meinem Partner bisexuelle Tendenzen zeigen würden. Ich kenne ihn, weiß darum, dass er alles andere als oberflächlich oder verzweifelt wahllos ist. Es wäre für mich kein Thema.

Wenn ich Frauen höre oder lese, die bisexuelle Männer ablehnen, frage ich mich inzwischen oft, ob das nicht auch mit diesem verzerrten Eindruck von Beliebigkeit zu tun hat.

Dazu würden mich eure Gedanken interessieren.
 
Ich kann eher wenig anfangen mit Männern, die völlig wahllos Sexualkontakte suchen - zumindest nicht in partnerschaftlicher Hinsicht. "Muschis und Schwänze" anstelle des Menschen, Bereitschaft und Verfügbarkeit anstelle von Anziehung, gar Verzweiflung oder Konsumgedanke anstelle spielerischer Annäherung.

Das hat auch meine Empfindungen hinsichtlich männlicher Bisexualität lange beeinflusst. Tritt männliche Bisexualität auf Datingplattformen oder auch hier im Forum offen zutage, dann zeigt sie sich oft auf genau diese Weise - allerdings gilt das auch für Heterosexualität. Vermeintlich heterosexuell lebende Männer begegnen einem im Alltag (fernab solcher Plattformen) allerdings oft. Dadurch wird viel transparenter, dass es viele Männer gibt, die im Griff nach einem (Sexual-)Partner eben nicht völlig wahllos sind. Offen bisexuell lebende Männer begegnen einem hingegen selten - dadurch wird das bei ihnen weniger sichtbar, obwohl es für sie natürlich genauso gilt.

Aber wie komme ich überhaupt auf diese Gedanken? Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, warum Bisexualität bei Männern für mich lange ein Ausschlussgrund für eine Partnerschaft war. Und ich habe herausgefunden, dass meine Gründe genau an diesem trügerischen Erscheinungsbild hingen. Ich hätte heute kein Problem damit, wenn sich bei meinem Partner bisexuelle Tendenzen zeigen würden. Ich kenne ihn, weiß darum, dass er alles andere als oberflächlich oder verzweifelt wahllos ist. Es wäre für mich kein Thema.

Wenn ich Frauen höre oder lese, die bisexuelle Männer ablehnen, frage ich mich inzwischen oft, ob das nicht auch mit diesem verzerrten Eindruck von Beliebigkeit zu tun hat.

Dazu würden mich eure Gedanken interessieren.
Ich kann deine Gedanken und das was diese lange geprägt hat sehr gut verstehen. Tatsächlich lese ich auch hier so oft wie bisexuelle Männer einfach nur jemanden für die schnelle Befriedigung suchen.
Ich bin selber bi aber für mich ist das nichts auf diese Art. So ein Treffen hinterlässt bei mir ein Gefühl der Leere und ich möchte das nicht mehr. Das ist auch der Grund weswegen bisexuelle Begegnungen bei mir so selten geworden sind. Ich suche zwar keine Beziehung aber ich kann und will das nicht mit jedem oder einfach mit irgendwem. Dieser Mann oder der Mann eines Paares mit Bi Tendenzen muss mir schon auch gefallen und vor allem sympathisch sein. Ich möchte dass es unter die Haut gehen darf und auch Leidenschaft und Gefühl mit dabei ist.
Ich bin wirklich für sehr vieles offen aber ich möchte auch innige und zärtliche Momente wo auch ein gewisses Maß an Zuneigung mit dabei ist. Das ist aber unabhängig vom Geschlecht. Das gilt genauso auch bei einer Frau oder Transsexuellen.
Das waren einfach jetzt meine Gedanken, mein e Sichtweise und mei Gefühl zu diesem Thema. Liebe Grüße aus Vorarlberg
 
Auch wenn ich dafür vielleicht Haue bekomme: es erscheint mir ein Exklusivitätsanspruch der Frauen zu sein. Der bei einem bisexuellen Mann halt schwerer zu erreichen ist.

Ich denke, dass das auch so eine Sache der Verzerrung ist. Denn: Warum soll ein bisexueller Mann nicht Exklusivität und Monogamie bieten können? Das ist kein Thema der sexuellen Orientierung, sondern eines der Persönlichkeit und der individuellen Bedürfnisse bzw. Ideale. Wenn ich als Mann knabenhafte Frauen erotisch finde und solche mit einem sehr weiblichen Erscheinungsbild ebenso, wirkt sich das genau so viel oder wenig auf die Exklusivität einer Beziehung aus, wie Bisexualität. Der eine wird eben alles haben wollen und der andere nur die Eine an seiner Seite.
 
I find, du musst da a bissal unterscheiden. Auch hier gibts eine (lach) geschlechtertrennung🤣
Nicht jeder bi-mann ist ein ficker und nicht jeder bi-mann lässt sich ficken.
Ich bevorzuge dann schon die ersteren. Die letzteren hingegen erzeugen bei mir einen Libidoeinsturz.
Aber das ist nur meine Wahrnehmung, weil ich mit unterwürfigen Menschen nix anfangen kann. (Und das nicht nur auf sexueller Ebene)
 
Ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig interpretiere, aber ich versuche es mal:
Bei mir hängt das wahrscheinlich auch noch ein bisschen an alten Stereotypen. Irgendwie habe ich lange automatisch gedacht: Bi- oder homosexuelle Männer sind ständig gierig nach Sex und eher bereit untreu zu sein. Auf Datingplattformen trifft man dann ja oft genau solche Typen: offen, sehr sexfokussiert, auf der Suche. Da bestätigt sich das Bild sofort.
Mittlerweile merke ich aber, dass das total verzerrt ist. Im echten Leben, in Beziehungen, sieht es ja oft ganz anders aus: Treue, Nähe, Bindungsfähigkeit hängen überhaupt nicht von der Orientierung ab. Ich glaube, bei mir hat sich deswegen auch erst mit der Zeit der Eindruck gelöst, dass Bisexualität bei einem Partner automatisch ein Problem wäre. Heute würde mich das überhaupt nicht stören, solange ich die Person wirklich kenne.
 
Ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig interpretiere, aber ich versuche es mal:
Bei mir hängt das wahrscheinlich auch noch ein bisschen an alten Stereotypen. Irgendwie habe ich lange automatisch gedacht: Bi- oder homosexuelle Männer sind ständig gierig nach Sex und eher bereit untreu zu sein. Auf Datingplattformen trifft man dann ja oft genau solche Typen: offen, sehr sexfokussiert, auf der Suche. Da bestätigt sich das Bild sofort.
Mittlerweile merke ich aber, dass das total verzerrt ist. Im echten Leben, in Beziehungen, sieht es ja oft ganz anders aus: Treue, Nähe, Bindungsfähigkeit hängen überhaupt nicht von der Orientierung ab. Ich glaube, bei mir hat sich deswegen auch erst mit der Zeit der Eindruck gelöst, dass Bisexualität bei einem Partner automatisch ein Problem wäre. Heute würde mich das überhaupt nicht stören, solange ich die Person wirklich kenne.
Schön beschreiben und ja ich gebe dir voll umfänglich Recht. Lg
 
Das mit der Exklusivität sehe ich anders, als die @Mitglied #652001. Ich stellte mir vor, dass ein Mann, der (auch) auf Männer steht, von einer Frau nicht vollständig befriedigt werden kann. Genauso wenig, wie ein heterosexueller Mann von einem Mann. Klar, androgyne Frauen mögen ein Kompromiß sein, aber eine Frau, egal, wie sie aussieht, ist einfach kein Mann. Sie riecht nicht so, sie hat keinen Schwanz. Das Bedürfnis danach kann einfach in einer heterosexuellen Beziehung nicht befriedigt werden. Und es bleibt daher zumindest als Störfaktor bestehen, wenn die bisexuelle Neigung stark ist. Es mag sein, dass ich das falsch sehe, ich rede, wie der Blinde von Farben, aber ich kann's mir nicht anders vorstellen.

Ein eher unlogischer, aber durchaus vorhandener Grund für eine Abneigung kann natürlich auch die - in unsrer Kultur bis heute stark verhaftete - Homophobie sein. Ich will Dir da natürlich nichts unterstellen, ich beobachte es nur in meinem Umfeld.
 
Ein eher unlogischer, aber durchaus vorhandener Grund für eine Abneigung kann natürlich auch die - in unsrer Kultur bis heute stark verhaftete - Homophobie sein. Ich will Dir da natürlich nichts unterstellen, ich beobachte es nur in meinem Umfeld.

Mit Homosexualität seh ich das (und empfinde ich das) wieder gar nicht verknüpft. Als Teenager war der Großteil meiner Freunde homosexuell, was meine sehr enge Freundschaft mit meinem besten, homosexuellen Freund mit sich brachte. Sich küssende, sich offen liebende, erotisch miteinander verkehrende Männer haben nie ein unangenehmes Gefühl bei mir hervorgerufen. Auch einer meiner Söhne ist homosexuell. Der liebevolle Umgang zwischen ihm und seinem Partner hat für mich etwas sehr familiäres. Nicht zuletzt weil sein Partner inzwischen auch fester Teil der Familie ist. Auch glaube ich, dass Homosexualität inzwischen weitaus tolerierter ist als männliche Bisexualität. Aber auch das: Nur mein Eindruck.

Im ersten (nicht zitierten) Punkt kann ich nur eine sehr gegensätzliche Auffassung feststellen. Das sehe ich grundlegend anders. Aber umso interessanter wären Meinungen und Standpunkte bisexueller Männer.
 
Das mit der Exklusivität sehe ich anders, als die @Mitglied #652001. Ich stellte mir vor, dass ein Mann, der (auch) auf Männer steht, von einer Frau nicht vollständig befriedigt werden kann. Genauso wenig, wie ein heterosexueller Mann von einem Mann. Klar, androgyne Frauen mögen ein Kompromiß sein, aber eine Frau, egal, wie sie aussieht, ist einfach kein Mann. Sie riecht nicht so, sie hat keinen Schwanz. Das Bedürfnis danach kann einfach in einer heterosexuellen Beziehung nicht befriedigt werden. Und es bleibt daher zumindest als Störfaktor bestehen, wenn die bisexuelle Neigung stark ist. Es mag sein, dass ich das falsch sehe, ich rede, wie der Blinde von Farben, aber ich kann's mir nicht anders vorstellen.

Ein eher unlogischer, aber durchaus vorhandener Grund für eine Abneigung kann natürlich auch die - in unsrer Kultur bis heute stark verhaftete - Homophobie sein. Ich will Dir da natürlich nichts unterstellen, ich beobachte es nur in meinem Umfeld.
Super beschrieben ,Danke !
Ich kann noch soviel Sex haben ,mit meiner Frau , früher Freundinenund trotzdem war da immer nochder Wunsch nach was anderem.
Zumindest in meinem Fall ist notgeilheit eher nicht der Grumd .
Kann und will es nicht erklären was es ist , weiss eigentlich nur , es ist schön und ich bin so .
 
Ich kann eher wenig anfangen mit Männern, die völlig wahllos Sexualkontakte suchen - zumindest nicht in partnerschaftlicher Hinsicht. "Muschis und Schwänze" anstelle des Menschen, Bereitschaft und Verfügbarkeit anstelle von Anziehung, gar Verzweiflung oder Konsumgedanke anstelle spielerischer Annäherung.

Das hat auch meine Empfindungen hinsichtlich männlicher Bisexualität lange beeinflusst. Tritt männliche Bisexualität auf Datingplattformen oder auch hier im Forum offen zutage, dann zeigt sie sich oft auf genau diese Weise - allerdings gilt das auch für Heterosexualität. Vermeintlich heterosexuell lebende Männer begegnen einem im Alltag (fernab solcher Plattformen) allerdings oft. Dadurch wird viel transparenter, dass es viele Männer gibt, die im Griff nach einem (Sexual-)Partner eben nicht völlig wahllos sind. Offen bisexuell lebende Männer begegnen einem hingegen selten - dadurch wird das bei ihnen weniger sichtbar, obwohl es für sie natürlich genauso gilt.

Aber wie komme ich überhaupt auf diese Gedanken? Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, warum Bisexualität bei Männern für mich lange ein Ausschlussgrund für eine Partnerschaft war. Und ich habe herausgefunden, dass meine Gründe genau an diesem trügerischen Erscheinungsbild hingen. Ich hätte heute kein Problem damit, wenn sich bei meinem Partner bisexuelle Tendenzen zeigen würden. Ich kenne ihn, weiß darum, dass er alles andere als oberflächlich oder verzweifelt wahllos ist. Es wäre für mich kein Thema.

Wenn ich Frauen höre oder lese, die bisexuelle Männer ablehnen, frage ich mich inzwischen oft, ob das nicht auch mit diesem verzerrten Eindruck von Beliebigkeit zu tun hat.

Dazu würden mich eure Gedanken interessieren.
Ich stelle es mir schwierig vor, wenn jemand Neigungen hat, die er in einer streng monogamen Beziehung dann nie ausleben könnte. Insofern kann ich mir vorstellen, dass einen das nicht sehr glücklich macht und in Angst versetzt, wenn einem Monogamie sehr wichtig ist.
 
Ich kann eher wenig anfangen mit Männern, die völlig wahllos Sexualkontakte suchen - zumindest nicht in partnerschaftlicher Hinsicht. "Muschis und Schwänze" anstelle des Menschen, Bereitschaft und Verfügbarkeit anstelle von Anziehung, gar Verzweiflung oder Konsumgedanke anstelle spielerischer Annäherung.

Das hat auch meine Empfindungen hinsichtlich männlicher Bisexualität lange beeinflusst. Tritt männliche Bisexualität auf Datingplattformen oder auch hier im Forum offen zutage, dann zeigt sie sich oft auf genau diese Weise - allerdings gilt das auch für Heterosexualität. Vermeintlich heterosexuell lebende Männer begegnen einem im Alltag (fernab solcher Plattformen) allerdings oft. Dadurch wird viel transparenter, dass es viele Männer gibt, die im Griff nach einem (Sexual-)Partner eben nicht völlig wahllos sind. Offen bisexuell lebende Männer begegnen einem hingegen selten - dadurch wird das bei ihnen weniger sichtbar, obwohl es für sie natürlich genauso gilt.

Aber wie komme ich überhaupt auf diese Gedanken? Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, warum Bisexualität bei Männern für mich lange ein Ausschlussgrund für eine Partnerschaft war. Und ich habe herausgefunden, dass meine Gründe genau an diesem trügerischen Erscheinungsbild hingen. Ich hätte heute kein Problem damit, wenn sich bei meinem Partner bisexuelle Tendenzen zeigen würden. Ich kenne ihn, weiß darum, dass er alles andere als oberflächlich oder verzweifelt wahllos ist. Es wäre für mich kein Thema.

Wenn ich Frauen höre oder lese, die bisexuelle Männer ablehnen, frage ich mich inzwischen oft, ob das nicht auch mit diesem verzerrten Eindruck von Beliebigkeit zu tun hat.

Dazu würden mich eure Gedanken interessieren.
Vielleicht werken da (zumindest) im Hinterkopf die Statistiken zu STD's bei M2M Kontakten und klassische Rollenbilder :unsure:
 
Ich stelle es mir schwierig vor, wenn jemand Neigungen hat, die er in einer streng monogamen Beziehung dann nie ausleben könnte. Insofern kann ich mir vorstellen, dass einen das nicht sehr glücklich macht und in Angst versetzt, wenn einem Monogamie sehr wichtig ist.
Das hat aber nichts mit Bisexualität zu tun. Es gibt Heteros die sich nicht im Griff haben und Bisexuelle/Polyamore... die sehr gut monogam leben können.
 
Wenn ich Frauen höre oder lese, die bisexuelle Männer ablehnen, frage ich mich inzwischen oft, ob das nicht auch mit diesem verzerrten Eindruck von Beliebigkeit zu tun hat.

Dazu würden mich eure Gedanken interessieren.
Möglicherweise ist da mit ein Grund, vermutlich auch die Angst sich irgendwas wegzuholen. GV ohne Schutz ist ja momentan speziell bei Männern (untereinander) scheinbar irgendwie "in".

Dieses "Beliebige" was du erwähnst, stößt mich auch absolut ab. Es gibt aber auch genug Heteros denen egal ist mit wem sie vögeln, Hauptsache Loch.

Ich würde es nicht an der sexuellen Orientierung ausmachen, sondern an der Persönlichkeit des Menschen.
 
Das hat aber nichts mit Bisexualität zu tun. Es gibt Heteros die sich nicht im Griff haben und Bisexuelle/Polyamore... die sehr gut monogam leben können.

Trotzdem kannst du (oft, auch nicht immer) wenn du heterosexuell bist mit einem Partner das Spektrum der sexuellen Fantasien ausleben.

Wenn du bi bist, stelle ich mir das schwieriger vor. Klar geht es, aber die Frau ist halt kein Mann (und umgekehrt)
 
Das Thema ist schwierig und teilweise auch komplett verzerrt in der Wahrnehmung. Aber ja die Vorurteile schwirren alle herum. Ja es gibt wahllose Bi-Männer denen es nur um Befriedigung geht, ja es gibt wahllose Hetero-Männer, denen es nur um Befriedigung geht. Aber ich würde das auch für Frauen so sehen. Einige Gründe warum Bi-Männer bei Frauen nicht hoch im Kurs stehen wurden eh schon genannt: Besitz- und Versorgungsgedanke, wenn er passiv ist, dann ist er unterwürfig und unmännlich (also ich kenne Power-Bottoms die sind definitiv nicht unterwürfig) und dann noch der schlimmste Faktor, nämlich nicht mit einem Mann konkurrieren zu können, weil andere Frau könnte sich Frau ja noch ins Zeug legen. Und was wenn er eventuell nur auf einer Reise nach Gay-Town ist weil er sich unsicher ist? All das haben die “Freundinnen” meiner Frau als Gründe genannt, warum ich nicht der Richtige bin. Wir waren beide sehr jung und sind seit 27 Jahren zusammen und seit 26 Jahren verheiratet. Wir sind das einzige Paar, dass noch immer zusammen ist, obwohl wir die “schlechten” Voraussetzungen hatten. Mit jedem Jahr konnte meine Frau das entspannter entgegnen, wenn da wieder was in diese Richtung gekommen ist. Ja ich liebe sie und das weiß sie, nein ich lüge diesbezüglich nie, auch wenn es unbequem ist darüber zu reden und ja, sie weiß auch, dass ich nicht wahllos herummache und ich immer nur einen Mann habe, mit dem mich von Freundschaft bis Liebe alles verbinden kann. Den aktuellen liebe ich wirklich auf gleichem Niveau und sie ist nicht verunsichert, weil 27 Jahre ihr einfach Sicherheit geben und sie mich kennt. Und sie gesteht mir auch die Zeit und die Auszeit mit ihm zu und das sind nicht nur ein paar Stunden in der Woche. Aber er ist auch der erste, der wirklich mein Herz berührt hat, das war für mich viel schwieriger als für sie, weil sie sich das für mich immer gewünscht hat. Ich kann es aber jetzt wirklich genießen, weil ich vor allem mit dem Altersunterschied gekämpft habe und mich deswegen nicht verlieben wollte, weil er nicht bleiben wird. Sind jetzt aber schon 2,5 Jahre und es ist gewachsen, also kein Grund für mich zur Panik mehr.
Ich denke es ist ein individuelles Thema, es gibt viele Vorurteile und es gibt halt auch immer die, die diese Vorurteile nähren durch ihr Verhalten. Und das sind halt die, die sichtbar sind.
 
Dieses "Beliebige" was du erwähnst, stößt mich auch absolut ab. Es gibt aber auch genug Heteros denen egal ist mit wem sie vögeln, Hauptsache Loch.
Ich würde es nicht an der sexuellen Orientierung ausmachen, sondern an der Persönlichkeit des Menschen.

Das tu ich ohnehin nicht, darum auch:

Tritt männliche Bisexualität auf Datingplattformen oder auch hier im Forum offen zutage, dann zeigt sie sich oft auf genau diese Weise - allerdings gilt das auch für Heterosexualität.

Und:

Das ist kein Thema der sexuellen Orientierung, sondern eines der Persönlichkeit und der individuellen Bedürfnisse bzw. Ideale.

😉
 
Trotzdem kannst du (oft, auch nicht immer) wenn du heterosexuell bist mit einem Partner das Spektrum der sexuellen Fantasien ausleben.

Wenn du bi bist, stelle ich mir das schwieriger vor. Klar geht es, aber die Frau ist halt kein Mann (und umgekehrt)
Das kannst du auch nicht, wenn der eine auf BDSM steht und der andere nicht. Beispiele sind beliebig erweiterbar.
 
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