Männer überflüssig / schlecht

zu oft nicht nachfragt "meinst du das jetzt eigentlich ernst?" oder "ist das wirklich was du zu dem Thema denkst?"
Fändest du das nicht schräg, wenn dich das deine Freundin ständig fragen würde? Wenn ich mich mit meinem Partner unterhalte, hätte ich gerne, dass er seinen Standpunkt vertritt und nicht um des diskutieren Willens mit mir diskutiert.
Das ist sicher sehr anstrengend, weil man selbst ja gar nicht daran denkt, dass so etwas ernst gemeint sein könnte, was man ironisch sagt.
Ironisch? So klingt aber "ich nehme prinzipiell den gegenläufigen Standpunkt ein" nicht für mich. Wobei ich durchaus gerne den devil's advocate gebe, aber das kann man ja durchaus so formulieren, dass das Gegenüber versteht, aus welcher Ecke das kommt.

@Mitglied #239795 schön, dich zu lesen :zweisam:
 
Ich hab nochmal kurz drüber gelesen. Meta scheint die meisten seiner Dienste wirklich in die großen Messenger und Facebook zu stecken und ansonsten nicht viel auf der Konsumentenseite zu haben. Zumindest eine ganz kurze Suche bringt mich zu dem Schluss dass man vor Meta ziemliche Ruhe hat wenn man weder FB, noch Insta, noch Whatsapp verwendet.
Ist aber im Großen und Ganzen egal! Wer irgendwas moderneres als ein Nokia3210 hat gibt seine Daten irgendwem. Ob das jetzt Meta, Alphabet, Microsoft oder Apple ist... vermutlich alles ziemlich das gleiche, nur andere Namen.

Damit ist jetzt aber bei mir wieder Schluss mit dem Thema. Will nicht gleich wieder einen Thread ins Off-Topic reiten wo ich gerade mal wieder da bin
das man ihnen nicht entkommen kann ist mir klar, sie haben nach dem platzen der dot net blase geschäftsmodelle gebraucht und sind draufgekommen das sie auf einen berg gold sitzen mit ihren metadaten die sie so sammeln und jetzt verkaufen.
sie tun es nur nicht im geheimen, den menschen ist es nur egal oder es interessiert sie nicht. deshalb habe ich nachgefragt bei hintergundprogrammen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich mich mit meinem Partner unterhalte, hätte ich gerne, dass er seinen Standpunkt vertritt und nicht um des diskutieren Willens mit mir diskutiert.
Mein Standpunkt... der ist halt auch oft flexibel. Beziehungsweise bin ich ein Mensch der sich oft das Recht rausnimmt keinen konkreten Standpunkt zu vertreten. Ich lese mir alle Argumente durch und komme dann bei vielen oder den meisten Themen darauf dass alle Seiten irgendwas für sich haben.
aber das kann man ja durchaus so formulieren, dass das Gegenüber versteht, aus welcher Ecke das kommt.
Ja müsste man meinen. Man müsste auch meinen dass mein Gegenüber nach 7-8 Jahren weiß dass ich sehr oft sehr schwarzhumorige, sarkastische oder ironische Aussagen mache. Müsste man meinen... Aber meine Eine hinterfragt halt sofort meine Vaterqualitäten wenn ich scherzweise Dinge sage wie "gute Erziehung ist nur eine Frage der richtigen Einstellung des Schockhalsbandes" oÄ.

Aber zum Beispiel zum Thema überflüssige Männer:
Ich VERSTEHE Incels und die Red-Pill Kultur bis zu einem gewissen Grad. Das heißt nicht dass ich dem angehöre, das heißt nicht dass ich diese Leute gutheiße oder dass ich an den Scheiß glaube den die predigen. Aber ich verstehe woher die Verzweiflung und die Einsamkeit kommen und ich verstehe wie daraus irgendwann Wut oder Hass aufs andere Geschlecht werden.
Wir leben heute in einer Zeit wo die klassischen Rollenbilder von Männern und Frauen nicht mehr so relevant sind. Und ich kann verstehen wenn Männer, die ja brav alles so machen wie sie es von ihren Eltern und Großeltern gelernt haben, dann enttäuscht und frustriert sind wenn ihnen das nicht die Aufmerksamkeit von Frauen bzw die Ehe bringt die sie sich erträumt haben oder vorstellen.
 
Ich VERSTEHE Incels
Einfache Lösungen für komplexere Zusammenhänge.
Und ich kann verstehen wenn Männer, die ja brav alles so machen wie sie es von ihren Eltern und Großeltern gelernt haben, dann enttäuscht und frustriert sind wenn ihnen das nicht die Aufmerksamkeit von Frauen bzw die Ehe bringt die sie sich erträumt haben oder vorstellen.
Diese Männer haben die Wahl.
Kinder erkennen während ihrer Entwicklung, ab einem gewissen Alter, dass sie nicht der Mittelpunkt des Universums sind. Sie erkennen, dass sie mit ihrer Umwelt interagieren können, sich ein eigenes Bild der Umstände machen können und das ihre Handlungen mitunter zu Reaktionen führen.
Niemand zwingt sie dazu den Frauen die alleinige Schuld an ihrer Misere zu geben. Sie könnten diese Entwicklungsschritte, die andere im Alter von vier Jahren machen auch als Erwachsene nachholen.
Wer sich nicht weiterentwickelt und an die aktuellen Gegebenheien anpasst, stirbt aus.

Und was man nicht übersehen darf. Viele Incels hätten von ihren Eltern sehr wohl gelernt, wie man sich verhält. Aber sie rennen irgendwelchen Influencern aus der Manosphere hinterher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was man nicht übersehen darf. Viele Incels hätten von ihren Eltern sehr wohl gelernt, wie man sich verhält. Aber sie rennen irgendwelchen Influencern aus der Manosphere hinterher.
DAS bezweifel ich mal! Man müsste das in Statistiken mal erforschen... aber ich behaupte eines unserer heutigen Probleme beginnt damit dass meine Generation die erste Generation war deren Eltern öfter in Scheidung und Trennung gelebt haben als nicht. In der Generation meiner Großeltern waren Scheidungen noch sehr selten. In der Generation meiner Eltern wurden sie praktisch zur Norm.

Ich würde also fast die Vermutung aufstellen dass die meisten späteren Incels daheim keine Rollenbilder hatten die stabile Ehe und liebevolle Beziehungen vorgelebt haben.
Niemand zwingt sie dazu den Frauen die alleinige Schuld an ihrer Misere zu geben.
Tun sie ja auch nicht. Die Frauen sind ja nur ein Teil ihres Problems. Das andere sind die Alphamännchen die ihnen, in ihren Augen, alle schönen Frauen wegschnappen. Weil die ja alle reich, hübsch, jung, 1,90m groß, mit 20+cm bestückt und erfolgreich sind und ihr Sixpack im Ferrari durch die Gegend fahren.
Deswegen vermischt sich diese ganze RedPill Geschichte ja so mit der Hustle-Culture und dem Glauben daran dass man nur entsprechend verdienen muss, entsprechend gekleidet sein muss und 3-5 Mal die Woche ins Gym rennen muss um sein Sixpack und seinen Bizeps zu pumpen.
...nur dass dann eben eine Erwartung entsteht dafür auch eine entsprechende Belohnung zu bekommen.

Daraus entsteht dann halt ein gewisser Frauenhass. Weil sie halt merken dass es nicht unbedingt einfach ist mit Frauen ins Gespräch zu kommen... dann nach Tipps und Datingcoaches suchen (und schon mal mit der Manosphere in Kontakt kommen). Das ist schon eine Suche nach Veränderung und Erklärung. Leider sind jetzt die falschen Erklärungen und die falschen Veränderungen der dominante Einfluss auf diversen Social Media Sites. Aber die wollen in ihrer Verzweiflung schon erstmal etwas lernen.
...nur ist das was sie lernen und dann umsetzen halt auch nicht das richtige und ob Frauen dann darauf anspringen ist die andere Frage. Und wenn sie es dann immer noch nicht tun, dann entsteht halt Wut und Hass.
 
DAS bezweifel ich mal! Man müsste das in Statistiken mal erforschen... aber ich behaupte eines unserer heutigen Probleme beginnt damit dass meine Generation die erste Generation war deren Eltern öfter in Scheidung und Trennung gelebt haben als nicht. In der Generation meiner Großeltern waren Scheidungen noch sehr selten. In der Generation meiner Eltern wurden sie praktisch zur Norm.

Ich würde also fast die Vermutung aufstellen dass die meisten späteren Incels daheim keine Rollenbilder hatten die stabile Ehe und liebevolle Beziehungen vorgelebt haben.

Tun sie ja auch nicht. Die Frauen sind ja nur ein Teil ihres Problems. Das andere sind die Alphamännchen die ihnen, in ihren Augen, alle schönen Frauen wegschnappen. Weil die ja alle reich, hübsch, jung, 1,90m groß, mit 20+cm bestückt und erfolgreich sind und ihr Sixpack im Ferrari durch die Gegend fahren.
Deswegen vermischt sich diese ganze RedPill Geschichte ja so mit der Hustle-Culture und dem Glauben daran dass man nur entsprechend verdienen muss, entsprechend gekleidet sein muss und 3-5 Mal die Woche ins Gym rennen muss um sein Sixpack und seinen Bizeps zu pumpen.
...nur dass dann eben eine Erwartung entsteht dafür auch eine entsprechende Belohnung zu bekommen.

Daraus entsteht dann halt ein gewisser Frauenhass. Weil sie halt merken dass es nicht unbedingt einfach ist mit Frauen ins Gespräch zu kommen... dann nach Tipps und Datingcoaches suchen (und schon mal mit der Manosphere in Kontakt kommen). Das ist schon eine Suche nach Veränderung und Erklärung. Leider sind jetzt die falschen Erklärungen und die falschen Veränderungen der dominante Einfluss auf diversen Social Media Sites. Aber die wollen in ihrer Verzweiflung schon erstmal etwas lernen.
...nur ist das was sie lernen und dann umsetzen halt auch nicht das richtige und ob Frauen dann darauf anspringen ist die andere Frage. Und wenn sie es dann immer noch nicht tun, dann entsteht halt Wut und Hass.
Das sind halt dann leider aber auch die, die Frauen erklären wie doof sie nicht sind wenn Frauen ihnen erklären wollen was Frauen wollen....

Da steckt schon auch eine tief verwurzelte Misogynie dahinter und nicht nur ein "oij, ein armer Fehlgeleiteter"

Bereits die Haltung es würde einem etwas zustehen ist doch schon sehr hinterfragenswert.
 
... aber ich behaupte eines unserer heutigen Probleme beginnt damit dass meine Generation die erste Generation war deren Eltern öfter in Scheidung und Trennung gelebt haben als nicht. In der Generation meiner Großeltern waren Scheidungen noch sehr selten. In der Generation meiner Eltern wurden sie praktisch zur Norm.

Ich würde also fast die Vermutung aufstellen dass die meisten späteren Incels daheim keine Rollenbilder hatten die stabile Ehe und liebevolle Beziehungen vorgelebt haben.
Prinzipiell hast Du mit dem gesamten Post recht. Bis auf den oben zitierten Teil.
Ja, heute sind Scheidungen gesellschaftlich akzeptiert, was vor zwei Generationen noch nicht so war. Auch Frauen haben das Problem, dass es kein "standardisiertes" Rollenbild mehr gibt. Für mich ist der Unterschied, dass Frauen jetzt nicht mehr einen Versorger brauchen, somit sich aus problematischen Beziehungen leichter befreien können und dies auch tun.

Daraus jetzt eine Ausrede für verkorkste Männer zu kreieren, finde ich nicht korrekt.
Die jungen Menschen leben fast schon mehr in der virtuellen Welt als in der realen und kommen nicht damit zurecht, dass es nicht reicht nur auf einen Button zu klicken und man bekommt das Gewünschte.
Der Einfluss von irgendwelchen anonymen, gestörten Typen auf die Jugend ist schon sehr groß. Gerade in der Phase, in der sich der Jugendliche von den Eltern und deren Weltsicht löst um sein eigenes zu finden.
 
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