Leben ohne BDSM

..
...Meine konkreten Neigungen sind völlig irrelevant. ...
Festzuhalten ist: mit Leuten die nicht auf meine Argumente eingehen wünsche ich so und so keinen Erfahrungs/Meinungsaustausch.

Dann solltest Du auch bei denen, die nur dein Profil im Detail "zerpflücken" auch auf "ignore" stellen im Geiste und keine Angriffsfläche bieten. Argumente werden nie fruchten, sondern immer weiter zerredet.

Wer nicht kapiert, dass deine Neigungen für das "Problem" an sich irrelevant sind, nutzt nur das Bedürfnis zu polarisieren - das hilft niemanden, nur dem Ego des Polarisierers.

Beantworte Dir einfach die Frage: ist sie die Frau deines Lebens. Willst du alt werden mit ihr? Egal was "fehlt"? Kann das wachsen mit Euch? Oder kannst du das was fehlt mit jeder Frau "füllen". Ist sie mehr als "bequem" im Moment. Viel mehr? Oder eigentlich alles was das Herz will? Die Lenden wissen mit 30 oft nicht, was das Herz will... andererseits.. willst Du Jahrzehnte "vergeuden"?

Raten kann dir keiner was zu tun ist. Du WEISST DIE ANTWORT SELBST. Nimm Dir Zeit.
 
Kurzform übrigens: Das ist kein Thread um zu erläutern wie "böse" nicht BDSM ist. Danke.


Ich habe den "Herren" Marlenerich (ja, dahinter steckt ein Mann) schon lange auf ingnore. Und so lange hier nix dagegen unternommen wird, daß ein Mensch pauschal alle BDSM Menschen als krank bezeichnen darf, wird sich daran auch nix ändern - blockieren und ignorieren.
 
Wenn man beim Sex unzufrieden / unglücklich ist, dann ist es keine perfekte Beziehung
und man sollte überlegen ob man nicht wo anders besser aufgehoben wäre.

Diese Aussage bezieht sich natürlich auf eine Beziehung zwischen zwei reifen Menschen
die in der Lage sind offen über Wünsche, Begierden und Grenzen reden zu können.
 
Hallo EF!

Bin erst seit kurzem hier, vl kann mir jemand von euch Hilfe leisten.
Ich lebe seit 7 Jahren in einer Vanilla Beziehung, ich bin unter 30 und habe ausgeprägte dominante, sadistische BDSM Neigungen. In meiner Beziehung kann ich diese nicht ausleben. Ich führe aber bis auf die Sexualität eine glückliche Beziehung.
Ich glaube mein Dilemma ist damit ausreichend dargelegt ^^
Gibt es unter euch jemanden der in einer ähnlichen Situation war/ist?


LG
Erlebst du die Sexualität mit deiner Partnerin grundsätzlich als erfüllend, schön, befriedigend aber so insgesamt fehlt dir was und treibt dich um oder ist euer Sex an und für sich für dich/euch unbefriedigend?

Weil bei ersterem könnt ihr vielleicht einen Weg finden.... Wenn aber so gar keine lustvolle Nähe bei einem Liebespaar möglich ist zeermürbt es früher oder später nicht nur die Beziehung sondern auch jeden einzelnen von euch.

Die passende Leidenschaft aber ist auch kein Garant für eine Lebenslange glückliche Beziehung. Gerade im BDSM Bereich verschiebt sich oft etwas mit dem Ausleben, werden manche Sachen nicht mehr so wichtig mit der Zeit, andere bekommen mehr Gewicht.... Da über lange Zeit die feine Ausgewogenheit zwischen zwei Menschen zu erhalten, ohne sich zu sehr zu verbiegen um sich anzupassen ist imho ähnlich schwierig wie wenn der Partner die Leidenschaft nicht teilt....

BDSM braucht so unbedingt die Freiheit des Willens und damit auch die Option jederzeit sagen zu können "Da kann ich nicht mehr mit" und ist damit ein sehr instabiles Beziehungskonstrukt.

Lebensbeziehungen im Ehe/Familiensinne brauchen eine gewisse Verbindlichkeit, Verbindlichkeiten können sicherer erfüllt werden wenn man so halbwegs in der Nähe der eigenen Comfortzone bleibt. BDSM will ja gerade raus aus der Comfortzone, den weichgespülten Allgemeinplätzen, wo alles weichgepolstert ist so das man nix spürt. Nein, BDSM will anecken, hart an der Grenze, die Ecken und Kanten des anderen spüren, sichtbar machen....
 
Wenn man beim Sex unzufrieden / unglücklich ist, dann ist es keine perfekte Beziehung
und man sollte überlegen ob man nicht wo anders besser aufgehoben wäre.


ich bin unter 30 und habe ausgeprägte dominante, sadistische BDSM Neigungen.

Wer sich selbst so bezeichnet sollte sich zunächst selbst darüber im Klaren sein, ob er seine Neigung eher auf eine spielerische Weise ( Rollenspiel ) ausleben möchte, oder sein Sadismus authentisch ist und er seine Erfüllung im Quälen anderer Menschen sucht. Der authentische Sadist kann mit Rollenspielen nichts anfangen und hat selbst bei authentischen Masochisten Probleme, weil diese seine Quälerei eher genießen und das seiner Neigung zuwider läuft. Das ist für authentische Sadisten tatsächlich ein Dilemma, denn auch eine masochistisch veranlagte Partnerin wäre keine Lösung.

Bleibt letztlich nur abzuwägen, ob die sexuelle Neigung oder die Liebe zur Partnerin stärker ist. Zudem stellt sich auch die Frage, ob nicht mit Hilfe einer professionellen Beratung eine " ansonsten glückliche Beziehung" doch noch zu retten wäre. Und möglicherweise auf so harte Praktiken wie Atemreduktion und Spanking verzichtet werden kann. Wer dazu nicht bereit ist, muss die Konsequenzen selbst tragen und darf nicht jammern oder anderen eine Schuld zuweisen.
 
Wer sich selbst so bezeichnet sollte sich zunächst selbst darüber im Klaren sein, ob er seine Neigung eher auf eine spielerische Weise ( Rollenspiel ) ausleben möchte, oder sein Sadismus authentisch ist und er seine Erfüllung im Quälen anderer Menschen sucht. Der authentische Sadist kann mit Rollenspielen nichts anfangen und hat selbst bei authentischen Masochisten Probleme, weil diese seine Quälerei eher genießen und das seiner Neigung zuwider läuft. Das ist für authentische Sadisten tatsächlich ein Dilemma, denn auch eine masochistisch veranlagte Partnerin wäre keine Lösung.

Bleibt letztlich nur abzuwägen, ob die sexuelle Neigung oder die Liebe zur Partnerin stärker ist. Zudem stellt sich auch die Frage, ob nicht mit Hilfe einer professionellen Beratung eine " ansonsten glückliche Beziehung" doch noch zu retten wäre. Und möglicherweise auf so harte Praktiken wie Atemreduktion und Spanking verzichtet werden kann. Wer dazu nicht bereit ist, muss die Konsequenzen selbst tragen und darf nicht jammern oder anderen eine Schuld zuweisen.
Manchmal reicht Wikipedia nicht aus, um zu verstehen
 
BDSM braucht so unbedingt die Freiheit des Willens und damit auch die Option jederzeit sagen zu können "Da kann ich nicht mehr mit" und ist damit ein sehr instabiles Beziehungskonstrukt.

Lebensbeziehungen im Ehe/Familiensinne brauchen eine gewisse Verbindlichkeit, Verbindlichkeiten können sicherer erfüllt werden wenn man so halbwegs in der Nähe der eigenen Comfortzone bleibt. BDSM will ja gerade raus aus der Comfortzone, den weichgespülten Allgemeinplätzen, wo alles weichgepolstert ist so das man nix spürt. Nein, BDSM will anecken, hart an der Grenze, die Ecken und Kanten des anderen spüren, sichtbar machen....
Hieße das nicht, das bdsm in einer Lebensbeziehung mit verantwortlichkeiten wie Familie etc. nichts zu suchen haben sollte? BDSM also besser immer ausserhalb ausgelebt werden sollte?
 
Hieße das nicht, das bdsm in einer Lebensbeziehung mit verantwortlichkeiten wie Familie etc. nichts zu suchen haben sollte? BDSM also besser immer ausserhalb ausgelebt werden sollte?
Nein, ich will niemanden irgendwas vorschreiben....

Und wir haben auch so eine Scheidungsrate von 50% das sind bestimmt nicht alles Bdsmler....

Ich habe eher aus meiner persönlichen Situation und Beobachtung bei anderen vor mich hingeschrieben. Das ich halt nicht glaube, dass nur wegen der (temporär?) Übereinstimmenden Leidenschaft es eine gute, stabile Partnerschaft wird.

Aber ich bin die letzte, die irgendjemandem was über erfolgreiche lebenslange Beziehung erzählen könnte...
 
Lebensbeziehungen im Ehe/Familiensinne brauchen eine gewisse Verbindlichkeit, Verbindlichkeiten können sicherer erfüllt werden wenn man so halbwegs in der Nähe der eigenen Comfortzone bleibt. BDSM will ja gerade raus aus der Comfortzone, den weichgespülten Allgemeinplätzen, wo alles weichgepolstert ist so das man nix spürt. Nein, BDSM will anecken, hart an der Grenze, die Ecken und Kanten des anderen spüren, sichtbar machen....


Was gibt es Verbindlicheres als eine BDSM Beziehung, in der Vertrauen das oberste Gebot ist?
Und für BDSM Menschen IST BDSM die "Comfortzone", sonst würden sie es ja nicht praktizieren.

Diese Theorie läßt sich ganz leicht widerlegen - mit den vielen vielen Pärchen, die mit Kind und Hund und Haus jahrelang BDSM ausleben. Und die, weil sie sich so vertraut sind und einander trauen können, auch behalten, wenn die Neigung sich "verschieben" sollte.
 
Hieße das nicht, das bdsm in einer Lebensbeziehung mit verantwortlichkeiten wie Familie etc. nichts zu suchen haben sollte? BDSM also besser immer ausserhalb ausgelebt werden sollte?


Nein, grad das umgekehrte ist Realität - viele viele Pärchen, die BDSM ausleben. Sehr Verantwortlich. Mit Familie und allen Drum und Dran.
 
Beantworte Dir einfach die Frage: ist sie die Frau deines Lebens. Willst du alt werden mit ihr? Egal was "fehlt"? Kann das wachsen mit Euch? Oder kannst du das was fehlt mit jeder Frau "füllen". Ist sie mehr als "bequem" im Moment. Viel mehr? Oder eigentlich alles was das Herz will? Die Lenden wissen mit 30 oft nicht, was das Herz will... andererseits.. willst Du Jahrzehnte "vergeuden"?

Raten kann dir keiner was zu tun ist. Du WEISST DIE ANTWORT SELBST. Nimm Dir Zeit.

This is some quality advice :up:

Erlebst du die Sexualität mit deiner Partnerin grundsätzlich als erfüllend, schön, befriedigend aber so insgesamt fehlt dir was und treibt dich um oder ist euer Sex an und für sich für dich/euch unbefriedigend?

Weil bei ersterem könnt ihr vielleicht einen Weg finden.... Wenn aber so gar keine lustvolle Nähe bei einem Liebespaar möglich ist zeermürbt es früher oder später nicht nur die Beziehung sondern auch jeden einzelnen von euch.

Die passende Leidenschaft aber ist auch kein Garant für eine Lebenslange glückliche Beziehung. Gerade im BDSM Bereich verschiebt sich oft etwas mit dem Ausleben, werden manche Sachen nicht mehr so wichtig mit der Zeit, andere bekommen mehr Gewicht.... Da über lange Zeit die feine Ausgewogenheit zwischen zwei Menschen zu erhalten, ohne sich zu sehr zu verbiegen um sich anzupassen ist imho ähnlich schwierig wie wenn der Partner die Leidenschaft nicht teilt....

BDSM braucht so unbedingt die Freiheit des Willens und damit auch die Option jederzeit sagen zu können "Da kann ich nicht mehr mit" und ist damit ein sehr instabiles Beziehungskonstrukt.

Lebensbeziehungen im Ehe/Familiensinne brauchen eine gewisse Verbindlichkeit, Verbindlichkeiten können sicherer erfüllt werden wenn man so halbwegs in der Nähe der eigenen Comfortzone bleibt. BDSM will ja gerade raus aus der Comfortzone, den weichgespülten Allgemeinplätzen, wo alles weichgepolstert ist so das man nix spürt. Nein, BDSM will anecken, hart an der Grenze, die Ecken und Kanten des anderen spüren, sichtbar machen....

Darüber muss ich erst ein wenig reflektieren, dass sind sehr interessante neue Denkanstöße! Um deine Frage zu beantworten, der Sex an sich ist für mich unbefriedigend. Ich komm so gut wie nie zum Höhepunkt. Stimme dir natürlich auch zu das die passende Leidenschaft keine Garant für eine glückliche Beziehung ist.

Der Kompromiss könnte auch sein, dass du deine sadistische Ader woanders aus lebst.

Ist für mich keine Option, ich bin ein 100% monogamer Typ.
Was gibt es Verbindlicheres als eine BDSM Beziehung, in der Vertrauen das oberste Gebot ist?
Und für BDSM Menschen IST BDSM die "Comfortzone", sonst würden sie es ja nicht praktizieren.

Diese Theorie läßt sich ganz leicht widerlegen - mit den vielen vielen Pärchen, die mit Kind und Hund und Haus jahrelang BDSM ausleben. Und die, weil sie sich so vertraut sind und einander trauen können, auch behalten, wenn die Neigung sich "verschieben" sollte.

Kann diese Argumentation auch gut nachvollziehen. Denke die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte, aber ich kann dazu ja wenig reale Erfahrung beitragen deswegen erspar ich euch meine geistigen Ergüsse.




Noch einmal vielen Dank an alle für die konstruktiven neuen Sichtweisen und Erfahrungen/Meinungen. Ihr helft mir wirklich weiter.
 
Danke für eure Antworten.
Die Frage die sich mir stellt ist: Kann ich in einer Beziehung leben ohne meine Neigungen auszuleben?
Es ist natürlich auch eine Frage der Sicherheit (derzeit bin ich in einer sehr guten Beziehung) vs das Ungewisse ob ich durch ausleben meiner Neigungen glücklicher bin als jetzt in meiner Beziehung. Ich hoffe das ist halbwegs verständlich ^^

Addendum: Ich will meine Freundin nicht dominieren, ich weiß sie steht auf Vanilla Sex und kann mit BDSM nichts anfangen. Daher ist das: "findet Kompromiss" nicht möglich.


Das ist ziemlich schwierig, vieleicht unlösbar. Allerdings ist eine gute , innige Beziehung schwer zu finden, man sollte sie nicht leichtfertig aufs Spiel setzen; Frauen reagieren meist durch die Bank wörtlich abweisend, wenn sie merken oder auch nur glauben, dass man sie betrügen würde (wozu auch für das mentale Fremdgehen gehören würde). Das die Freundin sozusagen zustimmen würde, dass Du die Neigungen anders, als bei ihr auslebst, kann ich mir fast nicht vorstellen. Sowas funktioniert höchstens in ganz seltenen Ausnahmefällen. Bin leider etwas ratlos-du weiß sicher selber, was die einzelnen Möglichkeiten sind, die aber alle ohne Deine Freundin stattfinden müssten.....
 
Ich frag mich immer, warum man sich so was antut.
Nein, das geht auf Dauer nicht gut, wenn man einen Teil des Selbst verleugnet. Und es werden meist beide unglücklich.
Trennen, neu anfangen, einschlägige Partnerin suchen. Glücklich sein.

Kannst du ihm eine einschlägig devote Maso-Partnerin garantieren? :roll: Sowas kann auch drauf hinauslaufen, dass er die nächsten 30 Jahre erfolglos sucht. Du bist (als Domina?) vielleicht gewohnt, dass dir die Sklaven im Dutzend nachkriechen. Muss umgekehrt bei einem harten Dom nicht so sein.
 
Darüber muss ich erst ein wenig reflektieren, dass sind sehr interessante neue Denkanstöße! Um deine Frage zu beantworten, der Sex an sich ist für mich unbefriedigend. Ich komm so gut wie nie zum Höhepunkt. Stimme dir natürlich auch zu das die passende Leidenschaft keine Garant für eine glückliche Beziehung ist.
Stellt sich meiner Ansicht nach natürlich auch weiter die Frage, was „BDSM“ für dich eigentlich bedeutet, was du dabei fühlst, welche Wertigkeit es für dich hat und in welcher Form und Intensität du es bisher erlebt hast (möchte keine Antwort darauf).
Wie du in deiner Situation verfahren sollst, kannst nur du selbst wissen - ich selbst wüsste es auch nicht.
Aber wenn es für dich einfach das MEHR ist und du die tiefe Bindung die hier zwischen zwei Menschen aufkommen kann erlebt hast, dann weißt du, dass es weit über das rein Sexuelle hinaus geht bzw. gehen kann. Ich selbst möchte dieses Gefühl nicht mehr missen, habe aber dennoch auch „Angst“ es nicht wieder zu finden.
 
Hallo EF!
Bin erst seit kurzem hier, vl kann mir jemand von euch Hilfe leisten.
Ich lebe seit 7 Jahren in einer Vanilla Beziehung, ich bin unter 30 und habe ausgeprägte dominante, sadistische BDSM Neigungen. In meiner Beziehung kann ich diese nicht ausleben. Ich führe aber bis auf die Sexualität eine glückliche Beziehung.
Ich glaube mein Dilemma ist damit ausreichend dargelegt ^^
Gibt es unter euch jemanden der in einer ähnlichen Situation war/ist?
LG

Wie hat meine liebe Grossmutter immer so schön gesagt: Kann Sie richtig kochen? Kann Sie eine Wohnung oder Haus in Schuss halten? ... bügeln ....... (der Rest bleibt weg, ich werde jetzt eh gleich gesteinigt :-) dann ist alles in Ordnung. Der Sex läst eh nach. Und nach 10 Jahren zusammenleben ist das Thema Sex eh durch :D

OK nun zu meiner Meinung. Wenn Du das unbedingt haben willst und es bei Ihr langsam einfädelst und sie NICHT drauf anspricht, musst Du dich entscheiden. Entweder Grossmutter mit Blümchensex oder etwas neues und evtl die Change auf einen Hauptgewinn (was eine Wahrscheinlichkeit von 1:200 darstellen würde)
 
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