Heute stand Claudia Stöckls "Frühstück bei mir" ganz im Zeiches des Todes von Helmut Zilk. Es gab einen Zusammenschnitt vergangener Interviews aus den letzten 11 Jahren.
Bei Claudia Stöckls Stimme habe ich immer das Gefühl. dass sie am Rande eines Tränenausbruchs dahinwandelt, wenn sie spricht. Umso mehr habe ich diesen Eindruck, wenn ich das dazugehörige Gesicht sehe.
Ihre sanfte Art und Stimme, die das Gefühl vermittelt bis an die Grenzen mit ihrem Interviewpartner Empathie zu empfinden, hat wohl auch Herrn Petzner aufs Glatteis geführt: Er, der sich in einer tiefen Krise befindet, glaubte in Stöckl eine ideale Trösterin und Ansprechpartnerin gefunden zu haben.
In dem vertrauten Rahmen eines Kaffehauses, in beinahe intimer Atmosphäre, wähnte sich der Interviewte wohl auf der Couch eines Psychotherapeuten, der mit Verständnis seine Lebensgeschichte vernahm, nicht wahrhaben wollend, dass gleichsam ganz Österreich, ja sogar Teile der Welt jedes Wort mithören werden.
Petzner vergass einfach, dass er es in Wirklichkeit mit einem Medien-Profi zu tun hatte, der er eigentlich selbst auch sein müsste.
Einem Medien-Profi, der dieses Interview natürlich gnadenlos der Öffentlichkeit präsentieren würde, ungeachtet der Interventionsversuche des BZÖ/Petzners, das Interview nicht zu senden und ungeachtet auch Petzners gesundheitlicher Verfassung.
Stefan Petzner geht es gesundheitlich angeblich nicht gut. Er verbarrikadiert sich in seiner Wohnung, hat Kontakte zu außen abgebrochen.
Als Claudia Stöckl heute im Rahmen ihrer Sendung auch noch mal auf das Petzner Interview zu sprechen kam, gab es kein Wort des persönlichen Mitgefühls für ihn. Das hätte man sich eigentlich nach den Sympathiebekundungen vergangenen Sonntag erwarten dürfen.
Nein, heute ging es überhaupt nicht um die
Person Petzner, es ging lediglich um das
Interview. Welcher Erfolg es doch eigentlich gewesen sei, in- und ausländische Medien hätten es zitiert, etc. etc.
Dass Petzner einem ausgekochten Medienprofi aufgesessen ist, zeigt schlussendlich auch folgendes Statement von Frau Stöckl zum Ableben von Helmut Zilk:
"Wenn es heißt `Du [Zilk] wirst uns fehlen` - dann ist es
dieses Mal ganz ehrlich gemeint.".....
cornaer


