ist Glück relativierbar oder wie glücklich darf man sein?

Niemand will sterben, außer er hat eine schwere psychische Krankheit oder ist mit Schmerzmitteln nicht mehr gut einstellbar.
Ob 20 oder 80.
So einfach kann man es nicht sagen.
Der Verfall ist oft schleichend, und meist mit einer Demenz verknüpft.
Gegen Ende zeigt der sterbende Mensch seinen wahren Charakter, so kommt es mir oft vor.
Wenn starke Schmerzen plagen, werden Morphine eingesetzt, die belasten den schwachen Körper dann noch zusätzlich und der Sterbeprozess geht dann Recht schnell vonstatten.
 
Hi,

en unterschied den es für einen menschen ausmacht mit 40 oder mit 70 zu sterben, würd ich gern am klavier spielen können!

ist es nicht der Unterschied, den das Umfeld macht?

Für den Betroffenen wird es das selbe Gefühl sein, egal ob er 40 oder 70 ist.

Das Umfeld macht den Unterschied "Oh je, der hatte sein ganzes Leben noch vor sich" oder "Wenigstens hatte er ein schönes und erfülltes Leben ".

LG Tom
 
Niemand will sterben, außer er hat eine schwere psychische Krankheit oder ist mit Schmerzmitteln nicht mehr gut einstellbar.
Ob 20 oder 80.

den unterschied zwischen sterben wollen und wie ich schrieb ...
in sachen sterben schon mit sich im reinen sind

müssen wir jetzt aber nicht bereden, oder?
Niemand will sterben,

da wäre ich mir nicht so sicher.
 
warum sollte ich unglücklich sein, nur weil ich menschen, die meinem empfinden nach unfug reden, dies auch mitteile ?
Dein Empfinden ist also omnipotent. Welch ein Frevel gegen Dein Empfinden zu argumentieren.
Die bist also der Weltenerlöser.
Warum habe ich das bloß nicht früher erkannt.
 
und da kommst du daher und behauptest in so einer situation, in der der tod viel. anklopft, kann man glücklich sein? das ist doch völlig absurd ... :kopfklatsch:
man kann trotz lebensbedrohlicher Diagnose grundsätzlich glücklich sein, weil es auch noch andere Bereiche des Lebens gibt. und ja, ich spreche aus eigener Erfahrung. und wenn man diese Bereiche stärkt, statt sie zu negieren, kann das auch positiven Einfluss auf die Gesundheit


Sagen wir mal so Tom- du sagst, dein Hund ist glücklich bei dir. Ich würde allerdings dazu gern den Hund hören. :penguin:
 
Relativ oder nicht, objektiv oder nicht: Ich denke, es wird Jeder verstehen, daß bei einer Krankheit, wo man sogar ein verfrühtes Lebensende befürchten muß, es schwer fällt, glücklich zu sein. Je ernsthafter der Befall ist, umso größer wird die Verzweiflung und das Unglücksgefühl sein.

Es ist natürlich aber auch so, daß Menschen, die generell zufriedener eingestellt sind, das Gute im Leben stärker wahrnehmen und auch den Schattenseiten weniger mit Abscheu begegnen, mit so etwas besser umgehen können als solche, die zu den notorischen Suderanten gehören. Wie auch mit anderen stärkeren Rückschlägen in unterschiedlichsten Formen. Tatsache ist auch, daß einem ein Schicksalsschlag, wie es eine schwere Erkrankung klassischerweise ist, das Bewußtsein dafür öffnen kann, was im Leben wirklich wichtig ist, und was nicht so sehr. Ich denke, das können sehr viele von uns dringend brauchen.

Es sollte aber auch ohne schwere Unglücksfälle wie eine Erkrankung möglich sein. Ist halt eine Charaktersache.

Das mit dem Nicht-Festhalten an Verschiedenem, was einem wichtig ist, ist auch so eine Sache. Zu gleichgültig ist sicher nicht gut. Man sollte abschätzen können, wann es Sinn macht, einen Zustand zu akzeptieren, und wann nicht. Ganz ohne Ehrgeiz und Zielvorstellungen geht sehr schnell im Leben enorm viel den Bach hinunter. Lernprozesse und Erfahrungen sind oft schmerzhaft. Aber auch darin steckt etwas Gutes. Die dabei gewonnene Orientierung kann bei Lösungssuchen sehr hilfreich sein. Ich würde das als wichtige Stütze bei der Suche nach Glück betrachten.
 
Relativ oder nicht, objektiv oder nicht: Ich denke, es wird Jeder verstehen, daß bei einer Krankheit, wo man sogar ein verfrühtes Lebensende befürchten muß, es schwer fällt, glücklich zu sein. Je ernsthafter der Befall ist, umso größer wird die Verzweiflung und das Unglücksgefühl sein.

Für mich am erstaunlichsten waren die Brustkrebspatientinnen während meiner Strahlentherapieausbildung. Das waren die positivsten Menschen, die ich je erlebt habe.
 
Für mich am erstaunlichsten waren die Brustkrebspatientinnen während meiner Strahlentherapieausbildung. Das waren die positivsten Menschen, die ich je erlebt habe.

Das ist allerdings erstaunlich. :up: Mein Respekt.

Und auf der anderen Seite gibt es Menschen, die kriegen schon einen hysterischen Schreikrampf, wenn ein Hemd eine Falte hat oder wenn Einer auf der Kreuzung nicht auf die Sekunde genau bei freier Straße wegfährt. Thema "relativierbar"...
 
Zurück
Oben