Ich war vor etwa einem Monat im GT, bin aber bisher nicht dazu gekommen, einen Bericht zu schreiben. Deshalb hier ein paar Worte über das Wochenende.
Es war ein bisschen seltsam. Am ersten Tag bin ich für etwa zwei Stunden etwas essen gegangen – wir alle kennen schließlich das Essen im GT. Die Rezeptionistin hat meinen Schlüssel aufbewahrt, aber als ich zurückkam, sagte sie mir, dass sie mich bereits ausgecheckt hätte. Ich war völlig baff. Sie behauptete, es seien vier Stunden vergangen. Ich hatte ihr ausdrücklich gesagt, dass ich nach zwei Stunden zurück sein würde – und genau das war auch der Fall. Dann meinte sie, wenn ich wieder hinein wolle, müsse ich den halben Eintrittspreis noch einmal bezahlen. Einfach unglaublich.
Ich diskutierte noch ein paar Minuten mit ihr und war schon kurz davor zu gehen, als sie plötzlich sagte, ich solle mich kurz hinsetzen und warten. Am Ende ließ sie mich doch wieder hinein. Natürlich ging es aber nicht ohne eine kleine zusätzliche Demütigung – plötzlich wollte der Sicherheitsmann meinen Rucksack kontrollieren. Wahrscheinlich dachte er, ich hätte dort einen Vorrat gebrauchter Kondome versteckt ... einfach beleidigend.
Zum Glück haben die Frauen mir ein wenig dabei geholfen, darüber hinwegzukommen.
Ich verbrachte Zeit mit der süßen und immer lächelnden Sariya, und das war es definitiv wert. Sie fragte ständig, wie es mir gehe, und merkte, dass ich mich insgesamt nicht ganz wohl fühlte. Hübsch, intelligent und jemand, der einem auf Augenhöhe begegnet. Sie hat ein Hollywood-Lächeln – aber ein echtes –, das ihr praktisch nie aus dem Gesicht verschwindet.
Am zweiten Tag war ich dann mit Christina und Lara zusammen, jeweils getrennt voneinander. Nichts für die Geschichten aus Tausendundeiner Nacht, aber trotzdem sehr angenehm. Christina ist wirklich ein absoluter Hingucker. Wunderschön und sich ihrer Schönheit wahrscheinlich auch bewusst. Sie wirkt ein wenig arrogant, aber irgendwie fand ich das sogar ziemlich anziehend. Lara hingegen war sehr nett, angenehm und sprach ebenfalls auf Augenhöhe.
Die beiden waren ständig als Dreiergruppe unterwegs – meistens saßen sie auf dem runden Sofa auf der linken Seite, kurz vor dem Eingang zu den Zimmern. Es gab noch eine dritte Frau, deren Namen ich leider nicht erfahren habe. Sie war ebenfalls wunderschön. Als ich überlegte, sie vielleicht anzusprechen, warf sie mir allerdings einen derart kalten Blick zu, dass man damit wahrscheinlich sogar Eisen hätte einfrieren können.
Meine Ungarin (Samantha?) – mein Aschenputtel – habe ich wieder nicht gefunden. Interessanterweise sah die dritte Frau ihr sehr ähnlich. Kurz kam mir sogar der Gedanke, dass sie es vielleicht tatsächlich war und mir damals einfach nur erzählt hatte, sie sei Ungarin. Andererseits vermittelte sie ein völlig anderes Gefühl, daher ist das schwer zu sagen.
Alles in allem war es also ein nettes Wochenende. Auch wenn mich das Verhalten der Rezeptionistin wirklich verletzt hat und ich außerdem das Gefühl hatte, dass viele Frauen dieses Mal ziemlich überheblich wirkten. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass schon ein kurzer Blick in ihre Richtung genügte und ich sofort einen sehr abweisenden Blick zurückbekam – als hätte man zwischen uns die Berliner Mauer wieder aufgebaut, nur damit ich bloß nicht auf die Idee komme, sie anzusprechen. Natürlich habe ich sie dann auch nicht angesprochen.
Was zählt: Es waren sehr viele Frauen da und die Auswahl war groß. Es fühlt sich an, als wäre der Sommer zurück – und mit ihm auch die Frauen im GT.
Das war vielleicht meine unschönste Erfahrung bei GT. Trotzdem, stundenlang einen nackten Oberkörper und einen runden Po anzusehen... das ist einfach unersetzlich.