Geschichte der O

Aus meiner Sicht ist ein Paar in einer "O und ihr Herr" Dynamik ein klassisches D/S Paar mit der Erweiterung, dass die submissive Dame zusätzlich Ihre Sexualität übergibt.
Bei dieser Definition waren alle meine Beziehungen mit Machtgefälle "O"-Beziehungen.
Der Herr hat nun die Verantwortung, aber auch die Freude daran von der O sexuelle Leistungen außerhalb der Beziehung zu erbitten.
Also ich habe nur eine furchtbar schlechte Serie aus den 70er Jahren gesehen. Gebeten ist die Frau da genau gar nirgends geworden. Sie hat sich aus Liebe zu einem Typen IHM unterworfen, der hat sie solange verwendet, wie es ihm getaugt hat und hat sie dann verkauft wie einen alten Sessel. Mit dem Versprechen, sie darf wieder zu ihrem Geliebten zurück, wenn sie brav alles macht, was gefordert wird.
Vielleicht ist das Thema bei dieser Verfilmung besonders schlecht umgesetzt, aber für mich war es praktisch von Anfang an eine Missbrauchsgeschichte... und eine Geschichte einer leider besonders dummen Frau.

Eine andere Geschichte ist es, wenn ein D/S-Pärchen vorab Gespräche führt und geklärt ist, was wann mit wem und wie passieren soll. Da kann es schon ein Kick sein, wenn der Dominante "befiehlt" XY mit jemand anderen zu tun. Da ist dieser andere aber nur sowas wie ein Spielzeug, hat keinen tatsächlichen Wert für das Pärchen. Da geht es eigentlich nicht mal um Sex, sondern um die Macht, die der Dominante über die Devote hat.
 
Ja das ist es, die Serie ist grottenschlecht ... Der Roman ist da durchaus vielschichtiger und differenzierender.
Zumindest wurde das „alternative Ende“ nicht das Standardmäßige.
Andere Zeiten, andere Sichtweisen.

So einige Phantasien sind schon stark romantisiert. Einmal gelesen, keine Verfilmung angeschaut.
 
In meinen jungen Jahren als ich Sklavin oder „O“ wie man das auch immer bezeichnen möchte, bestimmte mein damaliger und bis heute Partner mit wem, wie häufig und in welche Körperöffnungen ich Sex hatte. Manchmal war er mit dabei und manchmal führte er mich nur hin. Es war nicht immer einfach für mich und ich fragte mich wie er das von mir verlangen konnte wo er doch behauptete mich zu lieben. Manchmal waren echt ekelhafte, ungepflegte Männer dabei aber auch gelegentlich Paare wo ich der Dame des Hauses ebenso „dienlich“ zu sein hatte. Im Laufe der Zeit änderte sich das und ich wurde auch für SM Sex anderen zur Verfügung gestellt.

War ich nun eine“O“ oder eine Sexsklavin?

Heute nach vielen vielen Jahren habe ich noch immer Sex mit anderen Männern und auch Frauen, heute entscheide ich wann, wo, wie oft und mit wem. Mein Partner ist seit mehr als 15 Jahren never inside, mein Dauerlover wohnt zum Teil bei uns, fahren gemeinsam im Urlaub und ich genieße meine sexuelle Freiheit.
 
...bestimmte mein damaliger und bis heute Partner mit wem, wie häufig und in welche Körperöffnungen ich Sex hatte.. Es war nicht immer einfach für mich...Manchmal waren echt ekelhafte, ungepflegte Männer dabei...
Es wird wohl dann so gewesen sein, dass du von dir aus mit diesen Männern nichts gemacht hättest? :unsure:

In so einer "O-Beziehung" sucht oft die Frau von sich aus die Erniedrigung, indem sie bewusst mit unattraktiven Männern schläft. In Pornokinos begegnet man solchen Paaren gar nicht mal so selten!

(Im Film geht es auch von ihr aus, als sie den unattraktiven Mann aus dem Schloss zufällig in der Stadt wieder sieht, will sie nochmal mit ihm schlafen, bekommt aber die Erlaubnis von ihrem Herrn dafür nicht.)
 
In einer aufrechten O-Beziehung bestimmt grundsätzlich einmal er, was sie mit wem tut
:fragezeichen:
Auch gegen ihre Tabus? :hmm:
In einem früheren Post hast du mal geschrieben, wer (keine Tabus hat und) für alles offen ist, kann nicht ganz "dicht" sein.
(Mit dieser Aussage hattest du damals recht!)

Außerdem möchte ich nochmals an die Vorlage (Die Geschichte der O) erinnern: Einiges in dem Film ist ziemlich extrem, aber selbst der "O" wird mehrere Male die Möglichkeit gegeben aus so manchen heiklen Situationen auszusteigen, also ist es im Endeffekt doch ihr Wille, bei allem mitzumachen! :lehrer:

Mir ist schon klar, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich als echte Sklaven sehen und wirklich alles mit sich machen lassen, aber auch im BDSM halte ich Sklaven mit so einer radikalen Einstellung für eine verschwindend geringe Minderheit!
 
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Einiges in dem Film ist ziemlich extrem, aber selbst der "O" wird mehrere Male die Möglichkeit gegeben aus so manchen heiklen Situationen auszusteigen, also ist es im Endeffekt doch ihr Wille, bei allem mitzumachen! :lehrer:
Über meine Sichtweise hinsichtlich des Films (1975) hab' ich eh schon geschrieben, aber was oder welche Szenen findest Du am Film sonderlich extrem, mal abgesehen vom Gesamtplot? Der Roman ist wesentlich explizierter ....
 
also ist es im Endeffekt doch ihr Wille, bei allem mitzumachen!
Man muss da Fiktion und reale Welt unterscheiden.

In unserer realen Welt ist die O-Geschichte im BDSM Bereich angesiedelt - also wird grundsätzlich Konsens hergestellt, innerhalb dessen sich Dom mit sub bewegen darf. Sonst wäre zb spanking ja eine Körperverletzung. Dh. Sub bestimmt auch immer den Rahmen, alles andere wäre Missbrauch. Und ja, da gibt es natürlich auch Tabus.


In der Fiktion kann man sich die Geschichten ausdenken wie man will ... Und subs werden verschachert, verschleppt ... Was auch immer.


Zum realen nochmal: man muss eines bedenken: wenn du als sub deinem Herrn gefallen willst, fragst du dich nicht "will ich den schiachen Typen, den er da angeschleppt hat, wirklich ficken?" sondern "kann ich meinem Herrn diesen Wunsch /diesen Befehl erfüllen?"

Quintessenz: manchmal sagt man aus Gründen Dinge, die man sonst nicht sagen würde. Gründe können vielfältig sein - gefallen wollen, Geilheit, Schmerz ...
 
Dh. Sub bestimmt auch immer den Rahmen, alles andere wäre Missbrauch. Und ja, da gibt es natürlich auch Tabus.
:up:
Ich hab' bereits einmal andernorts hier im EF geschrieben, ich als sub bestimme die Grenzen, innerhalb deren ich mich die Verantwortung meines Gebieters begebe, er über mich, unter Beachtung der Tabus, über meine Sexualität bestimmen kann. Wer ist ist nun der bestimmende Part in der Verbindung?
 
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...
Quintessenz: manchmal sagt man aus Gründen Dinge, die man sonst nicht sagen würde. Gründe können vielfältig sein - gefallen wollen,...
Damit bestätigst du meine vorigen Beiträge! "Manchmal" machen es Leute, um gefallen zu wollen, also meistens machen sie es eben nicht, es sei denn, es würde sowieso ihrer Neigung entsprechen!

Damit widersprichst du aber deiner Aussage davor:

In einer aufrechten O-Beziehung bestimmt grundsätzlich einmal er, was sie mit wem tut

(Das Wort „grundsätzlich“ bedeutet „vom Grundsatz her“, „im Prinzip“ oder „in der Regel“. Es drückt eine allgemeine Gültigkeit aus...)
 
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:up:
Ich hab' bereits einmal andernorts hier im EF geschrieben, ich als sub bestimme die Grenzen, innerhalb deren ich mich die Verantwortung meines Gebieters begebe, er über mich, unter Beachtung der Tabus, über meine Sexualität bestimmen kann. Wer ist ist nun der bestimmende Part in der Verbindung?
Das sehe ich zu 100% auch so!

Wer bestimmt?
Die Grenzen und Tabus: Der/ die SUB!

Die konkrete Gestaltung und Durchführung der Session: Der/ die (Fem)dom
 
(Das Wort „grundsätzlich“ bedeutet „vom Grundsatz her“, „im Prinzip“ oder „in der Regel“. Es drückt eine allgemeine Gültigkeit aus...)
"In der Regel" bedeutet aber auch nicht immer.

"Grundsätzlich einmal" bedeutet umgangssprachlich, das ist das Grundgerüst, es kann noch weitere Bedingungen geben
 
Damit bestätigst du meine vorigen Beiträge! "Manchmal" machen es Leute, um gefallen zu wollen, also meistens machen sie es eben nicht, es sei denn, es würde sowieso ihrer Neigung entsprechen!
Das halte ich für einen unzulässigen Schluss. Ich habe schon viele Menschen Dinge tun sehen, die definitiv nicht ihrer Neigung entsprachen - in dem Sinne, dass sie daraus einen Lustgewinn erzielt hätten. Der Umweg über die Erniedrigung macht solche Dinge innerhalb des Konsens dennoch möglich.
 
Juristen und Juristinnen lieben Begriffe, wie ›in der Regel‹ und ›grundsätzlich‹ …, weil sie das Gegenteil von dem bedeuten, was Laien meist darunter verstehen .... :smuggrin:
 
Bevor wir uns völlig in Semantik verlieren:

Der Ausgangspunkt war, dass ich bei "madame-m" den Eindruck hatte, dass sie zu etwas gebracht wurde, was ihr absolut gegen den Strich ging.

Meine Meinung:
1. Vom Dom finde ich das eine Sauerei!
2. Die meisten Sklaven/ Subs würden es nicht machen!

(Unterschiedliche Meinungen kann man auch mal nebeneinander stehen lassen!)
 
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