Geheimtechnik im Bett

Hi,

Ja eh, man kann sich über tausend andere Dinge bilden...das ist in meinef Welt vollkommen unwichtig.

ich finde es durchaus befriedigend, manches zu wissen, insbesondere, im Kontext der gegenwärtigen Situation der Welt.

Ich habe gerade "Die Glücksjäger" gesehen, aus 1989, Billy Wilder und Richard Pryor, die sind aus dem Gefängnis raus, indem sie sich einer Gruppe Demonstranten abschlossen, die freigelassen wurden. Auf den Plakaten stand "Free Iran", die waren gegen den Ajatollah.

Im Übrigen, eine wunderbare Joan Severance, wir diskutieren gerade, ob die Möpse damals gemacht waren.

Bildung und Wissen muss keinen eigentlichen Sinn haben, sie sind Selbstzweck. Der eine freut sich, weil er ein Instrument beherrscht, der andere, weil er was erschaffen kann, sei es schreiben, Handwerk, Musik, und andere eben, weil sie gut denken können und viel wissen.

Orthographie hat da schon einen Stellenwert, wie Benehmen.

LG Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
..na dann.... eine mit da Musikkasett'n und los geht's....... :cool:
Hey, ich hab von meinem ersten Schwarm in den frühen 1990er noch ein selbst gemachtes Musictape (90 Minuten-Kassette) bekommen, dazu noch auf kariertem Papier (aus dem Matheheft gerissen) die Zeilen "Willst du mit mir gehen?" mit zwei Felder zum Ankreuzen - "Ja", "Nein"! DAS war noch ein Liebesbeweis, wenn man das Geplauder von Udo Huber in den Hitparaden aufgenommen hatte. Das Tape hatte ich genommen, aber mit ihm gehen, wollte ich dann doch nicht.
 
und in meiner Welt ist Unbildung, oder besser kein Wille zur Bildung, negativ besetzt.
Ich haite auch nicht viel davon ungebildet zu sein. Ich bin halt mehr praktisch veranlagt. Einerseits war ich immer kreativ, ich spiele ein instrument und baue Dinge. Ich interessiere mich für Naturwissenschaften und ich lese such noch Biographien. Auch um es zu wissen. Aber das ist dann für mich Unterhaltung, was nicht heißgät das ich mir nicht das meiste davon merke. Im Normalfall achte ich darauf, dass ich meine Zeit damit verbringe einen praktischem Nutzem aus dem zu ziehem, was ich lese oder sehe. Und für mich persönlich hat es einfach keinerlei praktischen Nutzem Werke von Goethe zu kennen. Das bedeutet ja nicht automatisch das es schlecht ist ihn zu kennen.
 
ich finde es durchaus befriedigend, manches zu wissen, insbesondere, im Kontext der gegenwärtigen Situation der Welt.
Ich kenne zum Beispiel die Geschte des Irans, ich weiß um den jahrhundertealten Konflilt um die Krim, die Geschichte des Zionismus. Einerseits befriedigend, da gebe ich Dir durchaus recht.

Aber umso mehr geschichtliche Zusammenhänge ich im Laufe meines Lebens verstanden habe, desto weniger wollte ich mit dieser Welt zu tun haben. Umso wichtiger wurde es mir möglichst unabhängig von ihr und dem ganzen Wahnsinn leben zu können. Ich habe die Lust daran verloren hinzusehen, die Menschem zählen weder im Iran, noch in Russland, noch in Palestina oder Israel. Und all mein geschichtliches Wissen nutzt mir hier im Wald nichts. Hier zählt nur was ich und meine Frau gemeinsam schaffen. Dafür brauche ich Naturwissenschaften und Handwerk.

Das ist für mich mittlerseile viel befriedigender als alles Wissen das ich angdhäuft habe.
Und das Geheimnis um meine Technicken nehme ich mit in's Grab, nur damit das klar ist.
 
Auf jeden Fall ein Beweis dafür das man leidensfähig war. Zu Zeiten als Modern Talking und Konsorten die Hitparaden dominierten.
Anfang der 90er waren Modern Talking schon wieder out, aber andere Gruselgestalten dominierten die Hitparade. Ich sag nur Thomas Forstner und Matthias Reim ... GsD war mein Schwarm ein Freund von Metal und Rock.
 
Anfang der 90er waren Modern Talking schon wieder out, aber andere Gruselgestalten dominierten die Hitparade. Ich sag nur Thomas Forstner und Matthias Reim ... GsD war mein Schwarm ein Freund von Metal und Rock.
Zu dieser Zeit hat Huber noch die Hitparade präsentiert? Ich hab damals nur noch CD-s gehört und vom Raduo nix mktbekommen, außer Sendungen von Corti und den frühen Salon Helga.
 
Zu dieser Zeit hat Huber noch die Hitparade präsentiert? Ich hab damals nur noch CD-s gehört und vom Raduo nix mktbekommen, außer Sendungen von Corti und den frühen Salon Helga.
Ich glaube mich zu erinnern, er hat bis 1993 die Hitparaden auf Ö3 moderiert. Hab extra nochmal bei Wikipedia nachgeschaut.
 
Ich kenne zum Beispiel die Geschte des Irans, ich weiß um den jahrhundertealten Konflilt um die Krim, die Geschichte des Zionismus. Einerseits befriedigend, da gebe ich Dir durchaus recht.

Aber umso mehr geschichtliche Zusammenhänge ich im Laufe meines Lebens verstanden habe, desto weniger wollte ich mit dieser Welt zu tun haben. Umso wichtiger wurde es mir möglichst unabhängig von ihr und dem ganzen Wahnsinn leben zu können. Ich habe die Lust daran verloren hinzusehen, die Menschem zählen weder im Iran, noch in Russland, noch in Palestina oder Israel. Und all mein geschichtliches Wissen nutzt mir hier im Wald nichts. Hier zählt nur was ich und meine Frau gemeinsam schaffen. Dafür brauche ich Naturwissenschaften und Handwerk.

Das ist für mich mittlerseile viel befriedigender als alles Wissen das ich angdhäuft habe.
Und das Geheimnis um meine Technicken nehme ich mit in's Grab, nur damit das klar ist.


In der jüngst stattfindenden Debatte über die Sinnhaftigkeit von Latein fiel auch der Satz, dass es beim Wissen nicht darum geht, unmittelbar "verwertbar" sein zu müssen.

Du magst nicht das Gefühl haben, dass Du Dein bisheriges Wissen ständig anwendest oder "verwerten" kannst – aber Du lebst im Einklang mit der Natur, achtsam und ressourcensparend, mit Bedacht darauf, den nächsten Generationen einen möglichst unversehrten Planeten zu hinterlassen. Stell Dir vor, alle würden so leben! Vielleicht merkst Du es nicht, aber Du handelst durchdacht und überlegt (moralisch) - im Einklang mit Deinem Wissen und Gewissen.

In nicht sehr origineller Anwandlung an den mittlerweile fast zum geflügelten Wort gewordenen Threaditel: „Geheimtechnik“: nicht im Bett, sondern aus dem Bett -
einen Grund haben, morgens aus dem Bett aufstehen zu wollen – weil man dem eigenen Leben Sinn geben möchte.

Ich glaube, es ist ein tiefes menschliches Bedürfnis, sich trotz aller Enttäuschungen über die Welt anderen Menschen verbunden zu fühlen und weiter für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

Wenn Du Dein geschichtliches Wissen so deutest, dass PolitikerInnen, KünstlerInnen, PhilosophInnen, SchriftstellerInnen, WissenschafterInnen.. seit Jahrhunderten für dieselben Ideale ringen und ähnliche Schmerzen empfunden haben wie Du, dann kann das tiefe Verbundenheit und Liebe mit der Menschheit selbst bewirken – fast so als würde man Geschichte "mitspüren" können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben