Freundschaft+ - wenn man sich verliebt

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Der springende Punkt ist, dass mein Leben bis dato nie leicht war... seit meiner Kindheit nicht. Und jetzt erst lerne ich diese "Lebenslust" kennen. Da ich vorher nur Arbeit, Sorgen, Geldnot, Kinderkrankheiten, etc. kannte, war das für mich der Normalzustand.

Nein, er ist nicht mehr krank. Aber sein Wesen hat sich dadurch verändert. Er ist sehr negativ, gibt sich älter als er ist, ist nicht belastbar, desinteressiert, sehr unausgeglichen, sensibel, hat keine Nerven .. ich muss immer aufpassen was ich sage, wie ich es sage. Er mag keine Veranstaltungen ist schnell müde,... Und ich, ich habe mich genau in die andere Richtung geändert. Kinder groß, Sorgen weg, Firma läuft,.. Ich blühe auf, will tanzen, lachen, nachts über Zäune klettern, Pferde stehlen,...

Ist ne schwierige Situation. Vor allem für Dich. Wen Dein Mann sich aber nicht grundsätzlich ändert, so sehe ich auf längere Sicht eure Ehe in Gefahr. Da ändert es wohl auch nichts an der Tatsache wen Du den Sex auswärts geniest oder Dir einen Liebhaber zulegst.
 
Ich danke Euch für die ganz vielen Denkansätze und Meinungen. Für die vielen kritischen Meldungen, aber auch die verständnisvollen - was nicht heißt das Kritik Verständnis ausschließt.
Ich für mich möchte eine Veränderung... meine Mann hat sich schon Jahre davor verändert, die Krankheit hat es nur noch verstärkt. Wenn Menschen krank werden und/oder alt/älter, verstärken sich ihre Wesenszüge. Ich habe mit meinem F+ darüber gesprochen. Er hat Verständnis, ist auch der Meinung dass ich mit 40 nicht noch weiterer 30 Jahre lang "herhalten muss" sondern ein Recht auf Freude und Glück habe. Allerdings hat er mir auch zu verstehen gegeben, dass er zwar weiß, dass er indirekt einer von mehreren "Auslösern" meiner Wünsche ist, jedoch kein Entscheidungsfaktor sein möchte. Ich habe ihm auch versichert, dass es das nicht ist. Ich nix von ihm erwarte, sich für ihn nichts ändern würde - ich nur wollte, dass er weiß wie es mir geht und warum ich manchmal so nachdenklich bin und jede Stunde mit ihm so wahnsinnig genieße. Leider hat er sich aber trotzdem distanziert - ich denke, dass er Angst hat. Wovor auch immer. Er macht es nicht bewusst. Aber es tut mir weh.. besonders da mir dadurch der "Antrieb" zu meiner Veränderung fehlt. Wenn er ein Freund wäre, hätte er mich Tage danach mal angerufen und mich gefragt, wie es mir geht. Ich habe aber seit 10 Tagen kein Lebenszeichen mehr gehört. Wenn ich ihn frage, würde er noch mehr zumachen. Also warte ich einfach mal ab.

Ich möchte mit meinem Mann reden - denn so wie ihr es richtig gesagt habt: Der eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das habe ich jetzt erkannt. Er tut zwar immer so, als ob alles o.k. wäre, aber ich weiß, dass er im Grunde auch nicht glücklich ist ... sein Motto war schon immer: ruhig halten. Wenn sie nix sagt, wird schon alles passen. Es war immer ich diejenige die das Gespräch suchte, um dann nur von ihm zu hören, dass ich immer was zu kritisieren habe (obwohl es nie Kritik war, sondern normale Absprachen die man in einer Beziehung halt hat). Ich habe immer seltener was gesagt, weil ich immer wusste, wie es endet. Um so frustrierte wurde ich dann immer. Und wenn ich dann doch was sagte, war das nicht freundlich.. was er dann natürlich wieder kritisierte. Aber damit ihr es wisst. Ich sage ungefähr 2 x im Jahr etwas. Bei uns wurde noch nie geschriehen, es ist noch nie Geschirr geflogen ...nix. Trotzdem beschwert er sich, wenn ich 2 x im Jahr das Gespräch suche, weil es z.B. Probleme mit der Kindererziehung gibt, mit der Schule, meinen Eltern, dem Kredit, etc. Er konzentriert sich dann nicht auf das Thema, sondern darauf, dass ich ihn kritisiere, unfreundlich spreche, zu laut sprechen, ... (er hatte schon immer ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl und fühlt sich mir unterlegen).
Aber wenn mich mein Kind dann so lieb umarmt und mir sagt, dass es mich liebt und mich vermisst wenn ich nicht da bin (nur weil ich halt drei Stunden bei einer Freundin war).. dann tut es mir im Herzen weh wenn ich daran denke,.... kann ich Ihnen das antun? Das was auch meine Eltern mir angetan haben. Aber die Kindern spüren es ... so wie ich es damals spürte.
 
Eine Beziehung die auf reiner Körperlichkeit beruht hat meist sowieso nicht viel Substanz. Doch wenn Liebe im Spiel ist - oder zu sein scheint - dann wird es schwierig.
 
@ Salima: Eine komplexe Situation, wie du gleich am Anfang geschrieben hast. Aus der Distanz betrachtet kann man es aber vereinfachen: Du reitest auf zwei toten Pferden (auch wenn der jüngere lebendiger erscheint, aber er wird dir davonlaufen). Spring' von beiden runter und werfe dich ins kalte Wasser, ins neue Leben. Such' dir einen neuen Partner, um (neue) Pferde zu stehlen! Viel Glück! Just my 2 cents. :up:
 
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