Frage an Sexworker

Definition normal = dem Durchschnitt entsprechend, sich nicht von der Masse abhebend, angepasst...


also nach der definition: wennst beim bogenschießen z.b. 20 x links und 20x rechts an der scheibe vorbei schießt, 20 x in die erde vor dir und 20 x hoch drüber, dann hast statistisch gewonnen und bekommst die goldmedaille. :hmm:
 
also nach der definition: wennst beim bogenschießen z.b. 20 x links und 20x rechts an der scheibe vorbei schießt, 20 x in die erde vor dir und 20 x hoch drüber, dann hast statistisch gewonnen und bekommst die goldmedaille. :hmm:
Bitte? Dann wärst letzter und auch nich im Durchschnitt...wir neigen heute etwas zur Überinterpretation, gell?
 
Ganz ehrlich und ganz einfach ;) ich war noch nie ein Kind von Traurigkeit, hatte öfter schon Sex treffen. Und auf verschiedenen Portalen haben mir immer wieder Männer Geld dafür geboten. Also warum es umsonst machen ;) Ausserdem ist es schon ein Reiz vorhanden. Ich bin gerne Devot, mich macht es an diese Dienstleistung zu erbringen. Es hält die Männer auf Abstand, so das ich mich nicht ständig mit verliebten Kerlen herrum schlagen muss. Klar hat man mal ein Date das nicht so toll war, und nicht jeder Kunde ist ein Hengst im Bett. Oder würde rein optisch in mein Schema passen. Wen es gar nicht gepasst hat, dann muss man sich ja nicht wieder sehen.

Ich mache das ja nur nebenbei und nur wen ich lustig bin ;) Und gebe auch zu, das mich ab und an das Geld schon überredet hat die Faulheit zu besiegen und doch zu nen Date zu gehen. Das Geld ist nett, aber ich lebe nicht davon. Mache ja auch immer wieder Tauschgeschäfte, hat schon was den Handwerker mit Sex zu bezahlen ;)
 
Bitte? Dann wärst letzter und auch nich im Durchschnitt...wir neigen heute etwas zur Überinterpretation, gell?

;)

nein, aber im ernst: wenns um gesellschaftliche themen oder die be/verurteilung von einzelnen geht, dann HASSE ich dieses "normal sein", dem durchschnitt angepasst u.s.w.! wäre das der wirkliche wertmaßstab, der uns weiterbringt, dann hätten größen wie da vinci, gandhi, etc. unserer welt keinen derartigen stempel aufdrücken können. leider gibts auch beispiele am anderen ende dieser skala.
 
;)

nein, aber im ernst: wenns um gesellschaftliche themen oder die be/verurteilung von einzelnen geht, dann HASSE ich dieses "normal sein", dem durchschnitt angepasst u.s.w.! wäre das der wirkliche wertmaßstab, der uns weiterbringt, dann hätten größen wie da vinci, gandhi, etc. unserer welt keinen derartigen stempel aufdrücken können. leider gibts auch beispiele am anderen ende dieser skala.
Auch wenn ich Dir völlig recht gebe...der Zusammenhang zu meiner Definition erschliesst sich mir trotzdem nicht. :)
 
Auch wenn ich Dir völlig recht gebe...der Zusammenhang zu meiner Definition erschliesst sich mir trotzdem nicht. :)


du hast schon recht, dass man außergewöhnliche eigenschaften braucht, um damit klarzukommen oder am SW-sein spaß zu haben. nur brauchst das (nämlich bestimmte außergewöhnliche eigenschaften) z.b. auch als dachdecker, kanalräumer, fluglotse, chirurg, ... und vielleicht unter umständen ungefähr in etwa sogar für das, was ich so mache.

es gibt milliarden menschen, die "den durchschnitt" ausmachen. und es macht mir wahrscheinlich mehr probleme als andere, wenn einzelne als "durchschnitt/nicht der durchschnitt" oder "passt/passt nicht" behandelt werden.

ist jetzt von dir sicher in keiner weise so scharf gemeint gewesen und daher von mir wahrscheinlich schärfer retourniert als dir gegenüber angebracht. sorry!

nur grad beim gesellschaftlich eh verpönten und schief angeschauten sexworker bin ich da halt ein wenig angrührt.
 
tolle geschichten bis jetzt, die auch die verschiedneen schicksale widerspiegeln. bis jetzt kanem aber vor allem die frauen zu wort, die das ganze - mehr oder weniger - freiwillig nebenbei praktiziert haben.
ich würd auch gern mal die hören, die das ganze hauptberuflich machen (müssen?), vielleicht in irgendeinem bordell.
kann ich mir nicht so unkompliziert vorstellen....

Müssen? :hmm: Für mich war's ein wirtschaftliches Muss. Sicher hätte ich x Schritte zurücksetzen können. Meinen Kindern englischsprachige private Volksschule streichen. Haus, Pool, div. Themenparks, Städtereisen, Schulveranstalungen, angemessene Klamotten...Im Sozialstaat Österreich wären wir sicher nicht verhungert. Doch ich wollte und will Erreichtes nicht einfach kampflos aufgeben und arme Witwe spielen.
Ich hab's hauptberuflich gemacht. Mit Brief und Siegel. Monat für Monat etwa 1.500 Euro an fixen Betriebsausgaben (Arbeitswohnung, Inserate, Arztkosten, Bewirtung, SVA und zu guter Letzt auch Finanz) lassen sich nicht zwischen Mittag und Nachmittag erwirtschaften. Und unkompliziert ist es als nicht organisierte Prose a ned wirklich: im ersten Jahr musste ich mich gegen einheimische Etablissementbetreiber behaupten, denen ich als (offizielle) Private ein Dorn im Auge war. Eine Wiener Agentur, fur die ich etwa 2 Monate gejobbt hatte, ließ mir ausrichten, "dass ich pro Woche 1.000 Euro zu zahlen hätte, da ich ihr das St. Pöltner Geschäft abspenstig machen würde. Falls nicht, würde man mir die Zähne in die Goschn hauen. Weiters solle ich nicht vergessen, dass ich Kinder habe..." Mit dem Mut der Verzweiflung bot ich die Stirn, pokerte hoch, ließ mich nicht einschüchtern. Und hatte nach vier Wochen - unbeschadet - gewonnen. Das Jahr darauf machte mir eine missliebige Mitbewerberin durch anonyme Anzeigen bei Polizei und Jugendamt das Leben schwer. Spannte sogar einen mit ihr privat befreundeten Landespolitiker vor ihren Karren...ich könnte seitenweise über die Probleme und Einschüchterungsversuche, mit denen ich konfrontiert war, schreiben. Das Prosenleben ist halt ned jener Ponyhof, den sich manche Männer über die Tätigkeit zusammenphantasieren.
 
Da fällt mir noch was ein, was ich gar nicht mag:

Wenn der Gast zu persönlich wird..also privates über mich wissen will (Kinder, Mann...), wenn er mich "verwöhnen" will (weil, zum Verwöhnen gehört Vertrauen, sich fallen lassen - unmöglich mit Kunden, den ich grad 5 Minuten kenne), meine Vorlieben beim Sex wissen will...das ist mir zu privat. Ich bin in der Arbeit und hab da gerne eine gewisse Distanz. Zumindest emotionell, wenn schon nicht körperlich.
Am liebsten waren mir die, die respektvoll eine Dienstleistung konsumieren.
Davon hast glücklicherweise eine Menge gegeben.
 
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Auf Manus Beitrag bezogen...
Wo wir wieder bei einem gewissen Milieu wären... ;)

Ich finde man muss schon ein bissl zwischen einer "Frau mit Dollarzeichen" und einer richtigen, hauptberuflichen SW unterscheiden...

Die hauptberuflichen Alleingeherinnen haben's bestimmt nicht leicht, so wie man anhand Manus Beispiel gut lesen kann...

Viele kriegen das dann allein nicht gebacken.
Kommen an "falsche Leute" und dann geht's dahin.

Der überdurchschnittliche Verdienst, auch wenn es hier verpönt wird, ist nicht so unwesentlich wie er scheint...
Denn sobald die SW plötzlich beim Spar hackeln müsste und an Tausender auf die Hand kriegt, wird sie sich wieder überlegen, ob sie nicht doch wieder der Prostitution hingibt...
Soooo unwesentlich ist das liebe Geld sicher nicht....

Nur ums mal gesagt zu haben... ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Falls nicht, würde man mir die Zähne in die Goschn hauen. Weiters solle ich nicht vergessen, dass ich Kinder habe
kenn ich auch.

machte mir eine missliebige Mitbewerberin
auch das natürlich, hat vielleicht fast jede mal erlebt, die selbstständig arbeitet.

Mit dem Mut der Verzweiflung bot ich die Stirn, pokerte hoch, ließ mich nicht einschüchtern. Und hatte nach vier Wochen - unbeschadet - gewonnen.
:daumen:
 
Mir kommen gleich die Tränen, wenn ich hier die Schicksale so manch einer Sexarbeiterin lese. Arme bemitleidenswerte Geschöpfe. Wurden vom Leben hart bestraft, müssen für ihr Geld noch härter arbeiten. Wie ungerecht das Leben einem doch mitspielen kann.
 
Mir kommen gleich die Tränen, wenn ich hier die Schicksale so manch einer Sexarbeiterin lese. Arme bemitleidenswerte Geschöpfe. Wurden vom Leben hart bestraft, müssen für ihr Geld noch härter arbeiten. Wie ungerecht das Leben einem doch mitspielen kann.

je später der abend, desto wichser die gäste ...
 
Der überdurchschnittliche Verdienst, auch wenn es hier verpönt wird, ist nicht so unwesentlich wie er scheint...
Hat das jetzt wirklich jemand behauptet Stella?

Soooo unwesentlich ist das liebe Geld sicher nicht....
Auch das find ich nicht wirklich wieder, natürlich spielt das Geld eine Rolle und die ist nicht unwesentlich, keiner von uns allen arbeitet für Nada,oder ? ;)
Die Kunst daran ist, es zusammenzuhalten, am Boden zu bleiben. Die größte Gefahr gerade bei jungen Mädels seh ich darin, das es jeden Tag verfügbar ist, weisst wie ich meine ?
 
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