Frage an Sexworker

Ist ja nicht so, dass man zum AMS watschelt und die bieten einem den Job an...
Heutzutage gibt es das sehr wohl, allerdings in Deutschland.

Quatsch! Das ist in Deutschland nach dem Prostitutionsgesetz veboten. Danach ist die Förderung der Prostitution nicht erlaubt. Sonst könnte ein Bordellbetreiber ja von der AMS die Vermittlung von Prostituierten verlangen.
 
Fang mal da an, wie man überhaupt in die Kreise kommt...

Im allgemeinen läufts so ab, das dich (meist beim bummeln, shoppen oder im Kaffeehaus) ein Zuhälter überfällt und verschleppt, dich für ein paar Wochen in eine finstere Kammer einsperrt und dann gehts irgendwann los mit der Hack'n ... :lehrer:
 
Quatsch! Das ist in Deutschland nach dem Prostitutionsgesetz veboten. Danach ist die Förderung der Prostitution nicht erlaubt. Sonst könnte ein Bordellbetreiber ja von der AMS die Vermittlung von Prostituierten verlangen.
wie immer hast Du keine Ahnung, aber lassen wir das. geh spielen bitte.
 
Ich frage mich immer wieder, wie wird man Sexworker oder Sexworkerin?

Vor Jahren hab ich einen Massagekurs gemacht - dann angefangen zu massieren..ganz "normal"
Viele Kunden haben gemeint, wenn ich das eine Stück auch noch massiere, zahlen sie das doppelte. ..Irgendwann hab ich es probiert. Die Arbeit war die gleiche, bei doppeltem Geld und bei diesen Kunden war der "gesundheitliche" Teil auch weniger anstrengend.
Bald hat ein Kunde mir das Fisten beigebracht, er war sehr erfahren und gut begehbar und war Arzt, er hat mir viel erklärt übers Fisten (Anatomie und dass die Befürchtung, man werde inkontinent nicht stimmt etc)
Lange Zeit war ich Fistingsexpertin....und dann längere Zeit Single und irgendwie hab ich Lust bekommen auch wieder ein Sexualleben zu haben.
(Geld war nicht der Grund, denn mit GV verdient man auch nicht mehr als mit Fisten)

Derzeit bin ich aus persönlichen Gründen gar nicht aktiv als Sexworkerin.

Daneben immer wieder andere Jobs, Ausbildung, Studium...

So das wars. Gar nicht so spektakulär finde ich.
 
Die nackte Wahrheit?

Nun, als ich mich 2003 entschloss, als SW den Lebensunterhalt meiner Familie zu verdienen, war mein Mann schon derart psychisch krank, dass er nahezu arbeitsunfähig gewesen ist. Existenz, Haus standen am Spiel. Weiters galt es auch, zwei kleinen Kindern den gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Nach seinem Tod begrub ich meine Gefühle, Erziehung, Dünkel etc. zur Gänze und lebte - fein säuberlich getrennt - bewusst in zwei Welten. Einerseits als Mutter-privat "hochanständig, vorbildlich", andererseits als SW, die den Job ebenfalls nach bestem Wissen und Gewissen ausüben wollte. Um das zu schaffen, habe ich mir die Arbeit sicher schön geredet...so lange, bis ich selbst daran glaubte. Der psychische Spagat funktionirte solange, bis ich selbst nach 8 Jahren in einen schrecklich emotionalen Zwiespalt kam. Den Grund zu benennen würde hier jedoch zu weit führen. Nur do viel...mir wurde schlagartig bewusst, dass ich jahrelang meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle verleugnet hatte und einfach nur noch funktionierte. Eine mittelprächtige Psychose war das Resultat.
Ich hängte von heute auf morgen schlagartig den Job als SW an den Nagel.
Auch, wenn wir uns jetzt a bisserl nach der Decke strecken müssen...ich hab mein Seelenheil wieder. Und meine Zufriedenheit als Hausfrau und Mutter lässt sich nicht in Gold aufwiegen. Mit anderen Worten...mich hätte der Job als SW psychisch fast ruiniert, ohne dass es mir wirklich bewusst gewesen ist. Das "Schicksal" hat mir geholfen, gerade noch rechtzeitig die Reißleine zu ziehen.
 
Das mit den Kreisen war keine Anspielung...

Es ist ein gewisses Milieu... Was soll ich sagen?

Ich seh's zumindest so...
Man muss ja nicht alles gleich negativ aufschnappen... ;)
 
Die nackte Wahrheit?

Nun, als ich mich 2003 entschloss, als SW den Lebensunterhalt meiner Familie zu verdienen, war mein Mann schon derart psychisch krank, dass er nahezu arbeitsunfähig gewesen ist. Existenz, Haus standen am Spiel. Weiters galt es auch, zwei kleinen Kindern den gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Nach seinem Tod begrub ich meine Gefühle, Erziehung, Dünkel etc. zur Gänze und lebte - fein säuberlich getrennt - bewusst in zwei Welten. Einerseits als Mutter-privat "hochanständig, vorbildlich", andererseits als SW, die den Job ebenfalls nach bestem Wissen und Gewissen ausüben wollte. Um das zu schaffen, habe ich mir die Arbeit sicher schön geredet...so lange, bis ich selbst daran glaubte. Der psychische Spagat funktionirte solange, bis ich selbst nach 8 Jahren in einen schrecklich emotionalen Zwiespalt kam. Den Grund zu benennen würde hier jedoch zu weit führen. Nur do viel...mir wurde schlagartig bewusst, dass ich jahrelang meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle verleugnet hatte und einfach nur noch funktionierte. Eine mittelprächtige Psychose war das Resultat.
Ich hängte von heute auf morgen schlagartig den Job als SW an den Nagel.
Auch, wenn wir uns jetzt a bisserl nach der Decke strecken müssen...ich hab mein Seelenheil wieder. Und meine Zufriedenheit als Hausfrau und Mutter lässt sich nicht in Gold aufwiegen. Mit anderen Worten...mich hätte der Job als SW psychisch fast ruiniert, ohne dass es mir wirklich bewusst gewesen ist. Das "Schicksal" hat mir geholfen, gerade noch rechtzeitig die Reißleine zu ziehen.



Also des is mal a interessante Antwort.....ich denke auch das viele Frauen in diesem Beruf einfach nur "funktionieren" und viele die Realität ausblenden!
 
Und was macht euch an eurem Beruf wirklich Freude und was ist dabei belastend und unangenehm. (Gibts ja in jedem Beruf)
Was mir Freude macht:
Stammkunden, mit denen es Spaß macht...Es gibt wirklich Männer (Fast alle im IT Bereich) die viel arbeiten, anscheinend keine Zeit für eine Beziehung haben und sich alle ein, zwei Monate mit mir treffen. ist immer sehr schön, auch sehr persönlich, fast wie ein Date. Die sind übrigens auch durchaus fesch.

Manchmal nervts schon, dass es immer so spät am Abend ist...aber naja, dafür krieg ich ja auch Geld.

Was ich nicht mag:
Bodybuilder - gefällt mir einfach nicht, und die finden sich immer auch noch besonders schön...

Kunden, die ums Geld feilschen (will er mir sagen, ich bins nicht wert??), ich finde das absolut grauenvoll, da vergeht mir wirklich jede Lust.

Manchmal hab ich einen Termin ausgemacht, bin aber müde und tät eigentlich lieber schlafen gehen, aber ok, ausgemacht ist ausgemacht - und wenn der dann fragt, ob ich es eh freiwillig mache (anscheind sieht mans mir schon an...) ...dann ist es anstrengend , lustvoll zu tun und die Freiwilligkeit zu bestätigen.

Gäste, die Alkohol mitbringen und mit mir trinken wollen, Rauchen ebenso

Und das wirklich nervigste: Gäste die einen Termin vereinbaren und nicht kommen. Ich mag gute Planung und mag auch nicht anderen Gästen absagen, für wen der dann nicht erscheint.
 
Noch was unangenehmes:
Wenn der Gast sich nach dem duschen extrem mit Parfüm besprüht hat...blasen mit dem duftenden Büschel im Gesicht *hust* aber naja, es geht, aber angenehm ist es nicht.

Sonstige Geruchsbelästigungen hab ich nie erlebt, es waren alle frisch geduscht oder haben bei mir geduscht.


Rasierte Schamhaare und rasierten Bauch finde ich auch nicht grad anregend..aber naja...immerhin, das sind sekundäre Geschlechtsmerkmale, aber das ist halt Geschmackssache.
 
Es ist ein gewisses Milieu... Was soll ich sagen?

Ich hab jahrelang keine anderen Personen aus "diesen Millieu" persönlich gekannt. Absolut nicht. Hab Inserate aufgegeben, Kunden getroffen...das wars.
Erst diesen Frühling in der WG Eisblume habe ich Manon und Susi kennengelernt.
 
Manchmal hab ich einen Termin ausgemacht, bin aber müde und tät eigentlich lieber schlafen gehen, aber ok, ausgemacht ist ausgemacht - und wenn der dann fragt, ob ich es eh freiwillig mache (anscheind sieht mans mir schon an...) ...dann ist es anstrengend , lustvoll zu tun und die Freiwilligkeit zu bestätigen.
Das war wirklich mühsam..das wird in anderen Berufen auch vorkommen - allerdings, die müssen nicht so tun, als wär alles supergeil, die meisten machen halt den Job und schauen müde drein und es ist ok.
 
Im allgemeinen läufts so ab, das dich (meist beim bummeln, shoppen oder im Kaffeehaus) ein Zuhälter überfällt und verschleppt, dich für ein paar Wochen in eine finstere Kammer einsperrt und dann gehts irgendwann los mit der Hack'n ... :lehrer:

:hahaha:
 
:daumen: man spielt seine Rolle...einmal besser, einmal schlechter. Am besten, wenn man sich mit seinem Part auch irgendwie identifizieren kann.
 
Für meinen Teil, mich hätte mein "normaler" Job fast vollkommen kaputt gemacht,
somit habe ich mich entschieden mir "so" einen Teil zu verdienen,
wobei ich immer noch sage,es ist für mich mehr als nur Sex und Geld was ich dadurch habe. Oft nette,unterhaltsame Gesellschaft, Spass, pos.Feedback, Unterhaltung,......
 
Ohne Zweifel habe ich viele interessante Männer - quer durch alle Berufssparten - kennengelernt. Viele Erfahrungen möchte ich nicht missen. Nicht nur sexueller Natur. 98 Prozent waren auch sehr respektvoll. Und es haben sich auch einige - berufliche - Freundschaften herauskristallisiert.
So dominant, selbstbewusst ich einerseits bin, so sensitiv bin ich auch andererseits.
Ich habe mit "meinen" Männern oft und viel diskutiert, ja philosophiert. War für so manchen Vertraute, Freundin. Es gib einige, die nach der Stunde wieder unverrichteter Dinge gegangen sind, da ich ihnen menschlich zu nahe gekommen war. Sie konnten mich einfach nicht mehr als sexuelle Dienstleisterin "abqualifizieren". Trotz aller Wertschätzung war es mir nach den Jahren zu oberflächlich, seicht...zu unverbindlich.
 
Ich frag mich auch, wie es den oft sehr jungen Mädchen aus China oder sonstwoher gehen mag, die die Sprache überhaupt nicht beherrschen, d.h. fast kein Wort deutsch verstehen. Tausende km von zu Hause weg, fremde Kultur, fremde Sprache. Haben die wen, der sie unterstützt?
 
Die müssen nicht aus China sein ;)

Soweit ich das hier mitbekommen hab, gibt es genug SWs die der deutschen Sprache kein bissl mächtig sind...
 
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