EU-Parlament will Strafen für Freier

Schon über "ein vernünftiger Staat" wäre wohl endlos zu debattieren.

Die Vernunft läge im Übrigen hier nicht darauf, auf Steuereinnahmen DURCH PROSTITUTION zu bestehen, sondern allenfalls Sorge zu tragen, dass es in gesamter Summe (Steuereinnahmen) nicht zum merklichen Einbruch kommt. Der politökonomischen Fantasie sind hier leider keinerlei Grenzen gesetzt, wegfallende Einnahmen zu kompensieren. Die wenigsten Dinge davon haben allerdings etwas mit Vernunft zu tun, wäre aber -so die Erfahrungen- auch nicht das Bestreben.

Den Hypo-Adria-Skandal mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer finanzieren zu wollen, ist auch kein Geniestreich, allerdings eben ein einfaches Mittel gegenüber einem Volk, das eh nichts zu sagen hat, Demokratie hin oder her.
Ja, das stimmt schon alles, aber als vernünftigen Staat würde ich einen solchen bezeichnen, der nicht Dinge, die Arbeitsplätze binden und Steuereinnahmen bringen, aus rein moralischen Gründen abschafft. Natürlich ließen sich Steuerausfälle aus dem Verbot von Prostitution mit anderen Steuern kompensieren, aber damit würde man jeden einzelnen mehr belasten, während man bei der Prostitution schlicht Steuergeld aus einer Dienstleistung einnimmt. Politisch einfacher und damit vernünftiger ist es in jedem Fall, die Steuern aus Prostitution zu nehmen, anstatt neue Belastungspakete zu basteln.
Wie erwähnt, Frankreich kann man in keiner Weise als Vorbild nehmen. Die haben in den letzten Jahren diverse populistische Gesetze beschlossen, mit dem Effekt, dass sowohl Arbeitslosigkeit als auch Staatsschulden überproportional gestiegen sind.
 
Ganz im Gegenteil, man will ab 1.4. Betreiber zwingen, Lohnsteuer von SW einzubehalten !!! Unvorstellbar :shock:
Aber betrifft das nicht eben ausschließlich diese nicht-sexuellen Bordellmitarbeiter/innen? Man kann doch keine Bordellbetreiber zwingen, Lohnsteuer von selbstständigen Prostituierten einzubehalten!
 
Wie ist es in Österreich eigentlich? Bei uns ist Prostitution zwar quasi legal, aber ist sie nicht trotzdem sittenwidrig? ...

natürlich können die keine Stelle in einem Bordell vermitteln und die Sozialversicherung streichen wenn sie ablehnt . Das geht nicht .

hier mal der Link zur Sittenwidrigkeit : http://de.wikipedia.org/wiki/Sittenwidrigkeit

Ich kenn mich auch nicht so genau aus, aber ....

Es gibt keine klaren Regelungen - wie sollte es das auch geben?
Das geschieht zwischen zwei erwachsenen Personen, wer soll da etwas dreinreden oder mitbestimmten ausser die beiden selbst?

Genauso sind schriftliche Verträge nicht gültig, soweit ich die Sittenwidrigkeit verstehen. Im Prinzip ist da gar nichts gültig .
 
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Fehlende Transparenz ...

Prostitution wird auch in Österreich von der Oberfläche verschwinden! Warum? Weil Prostitution intransparent ist und damit ist sie nicht mehr zeitgemäß. Transparenz ist heutzutage der Wunsch der Mehrheit (in vielen Bereichen) und deshalb für jedes Gewerbe unbedingt notwendig.


Hier im EF geht es in erster Linie um Eigeninteressen und das ist natürlich verständlich. Kommt es zur "Bestrafung der Freier" leidet am allermeisten die sogenannte Freiwillige-Prostituierte. Der Freier wird immer einen Weg finden, weil sich das Angebot der Nachfrage anpasst. Wenn der Freier gezwungen wird im Hintergrund zu konsumieren wird das Gewerbe sich dort wieder finden. (Vielleicht ist es schon dort? Ich habe und bekomme keinen Einblick! Stichwort: Transparenz)

Gedankenspiel!

Ein Österreich mit dem Verbot der Prostitution aus der Sicht eines Unwissenden:
Ich brauche meinen Kindern das schwierige Thema Prostitution nicht mehr erklären. Ich muss mir nicht mehr die Berichte über Zwangsprostitution (Menschenhandel) anhören. Ich bekomme kein ungutes Gefühl mehr, wenn ich viel zu junge Straßenprostituierte sehe. (Die Linzerstraße in Wien war für mich immer eine Straße, welche ich absichtlich nicht mehr gefahren bin.) Keine Diskussionen mehr über das Gewerbe, welches am Finanzamt angeblich vorbeiwirtschaftet (siehe EF). ...

Ich habe einen Jugendfreund, welcher in Västeras (Schweden) bereits mehr als 15 Jahre lebt. Bei unserer letzten Skype Session habe ich nachgefragt wie er die Diskussion in der EU sieht. Für ihn ist es unverständlich warum es nicht schon längst ein Verbot in Österreich/Deutschland gibt. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verbot und der Stellung der Frauen in der Gesellschaft. Er hat mit erzählt, dass Menschen, die nach Schweden kommen um dort zu arbeiten, offensichtlich ein Problem mit Frauen in Führungspositionen haben. Er begründet das damit, dass Frauen in Schweden nicht mehr als Ware angeboten werden.
Es gibt Prostitution in Schweden, aber die Mehrheit ist ganz klar dagegen.
 
Man kann doch keine Bordellbetreiber zwingen, Lohnsteuer von selbstständigen Prostituierten einzubehalten!

Die Finanz versucht das derzeit...

Jedoch hams scheinbar vergessen, dass sich dann die Betreiber als Arbeitgeber der SW darstellen, was dazu führen würde, dass sie sich der Zuhälterei strafbar machen...

A blöde Gschicht...

Aber betrifft das nicht eben ausschließlich diese nicht-sexuellen Bordellmitarbeiter/innen?

Nein, es betrifft eben genau die SW! Wenn ein "normaler" Arbeitnehmer" vom Betreiber beschäftigt wird, is das eh alles geregelt.
 
Noch ein Gedanke....

Wurde eh schon mehrmals gefordert...

Die EINZIGE Möglichkeit für Transparenz und menschenwürdiges Arbeiten in diesem Bereich ist die Anerkennung als Gewerbe mit allen Rechten und Pflichten.

Dann hat die Exekutive wirklich was in der Hand um gegen die schwarzen Schafe vorzugehen und man muss sich ned immer wieder neue Kunstgriffe überlegen (sh Wiener Prostitutionsgesetz).

Ein neuerliches Abdrängen in die Illegalität und damit in einen Bereich der nur sehr schwer zu überwachen ist, ist absolut der falsche Ansatz!
 
Er hat mit erzählt, dass Menschen, die nach Schweden kommen um dort zu arbeiten, offensichtlich ein Problem mit Frauen in Führungspositionen haben.

alle frauen werden keine führungsposition bekommen weil dafür zu wenige führungspositionen da sind.
aber das direkt mir der prostitution in verbindung zu bringen halte ich schon für sehr weit hergeholt.

und ich bin mir sicher, dass nicht alle frauen alle frauen in jeder führungsposition so super finden.
da geht es doch mehr um Fähigkeiten und Qualifikationen die jemand hat oder nicht - als um das reine Frau-Sein .. oder so.



wie su selbst schreibst, die Prostitution verschwindet damit nicht, alles Augenwischerei.


und noch was - versuch du mal einer den Job auszureden ... sag ihr sie soll etwas 'normales' arbeiten gehen - also bitte versuch das mal !!!!
 
Weil Prostitution intransparent ist und damit ist sie nicht mehr zeitgemäß. Transparenz ist heutzutage der Wunsch der Mehrheit (in vielen Bereichen) und deshalb für jedes Gewerbe unbedingt notwendig.

Und durch ein Verbot, und die damit verbundene Abdrängung in die Illegalität und den Untergrund, mach ich es transparenter?

Gehts noch a bisserl unlogischer?
 
Fehlende Transparenz ...

Prostitution wird auch in Österreich von der Oberfläche verschwinden! Warum? Weil Prostitution intransparent ist und damit ist sie nicht mehr zeitgemäß. Transparenz ist heutzutage der Wunsch der Mehrheit (in vielen Bereichen) und deshalb für jedes Gewerbe unbedingt notwendig.


Hier im EF geht es in erster Linie um Eigeninteressen und das ist natürlich verständlich. Kommt es zur "Bestrafung der Freier" leidet am allermeisten die sogenannte Freiwillige-Prostituierte. Der Freier wird immer einen Weg finden, weil sich das Angebot der Nachfrage anpasst. Wenn der Freier gezwungen wird im Hintergrund zu konsumieren wird das Gewerbe sich dort wieder finden. (Vielleicht ist es schon dort? Ich habe und bekomme keinen Einblick! Stichwort: Transparenz)

Gedankenspiel!

Ein Österreich mit dem Verbot der Prostitution aus der Sicht eines Unwissenden:
Ich brauche meinen Kindern das schwierige Thema Prostitution nicht mehr erklären. Ich muss mir nicht mehr die Berichte über Zwangsprostitution (Menschenhandel) anhören. Ich bekomme kein ungutes Gefühl mehr, wenn ich viel zu junge Straßenprostituierte sehe. (Die Linzerstraße in Wien war für mich immer eine Straße, welche ich absichtlich nicht mehr gefahren bin.) Keine Diskussionen mehr über das Gewerbe, welches am Finanzamt angeblich vorbeiwirtschaftet (siehe EF). ...

Ich habe einen Jugendfreund, welcher in Västeras (Schweden) bereits mehr als 15 Jahre lebt. Bei unserer letzten Skype Session habe ich nachgefragt wie er die Diskussion in der EU sieht. Für ihn ist es unverständlich warum es nicht schon längst ein Verbot in Österreich/Deutschland gibt. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verbot und der Stellung der Frauen in der Gesellschaft. Er hat mit erzählt, dass Menschen, die nach Schweden kommen um dort zu arbeiten, offensichtlich ein Problem mit Frauen in Führungspositionen haben. Er begründet das damit, dass Frauen in Schweden nicht mehr als Ware angeboten werden.
Es gibt Prostitution in Schweden, aber die Mehrheit ist ganz klar dagegen.
Vogel Strauss taktik......Kopf in Sand und was ich nicht sehe, gibt es nicht. So wie es Casinos gibt soll es einen Platz für Prostituierte geben. Alle Casinos werden überprüft und zahlen Millionen an Steuern. Wieso, ist das so schwer das selbe mit den " Saunaclubs" zu machen?

Aber unser Staat ist ja auch zu blöd Kebebstandl'n zu überprüfen, im Gegensatz verdrängen sie einheimische Würstelstandel'n. Es läuft einiges verkehrt und irgendwann wird auch der Rückratlose Österreicher mal einen Aufstand machen. Auf das freue ich mich schon:hurra:
 
Es gibt Prostitution in Schweden, aber die Mehrheit ist ganz klar dagegen.

Den hab i grad erst gesehen... :roll:

Mit dem letzten Satz führst nämlich dein ganzes Posting völlig ad absurdum...

Von wegen Transparenz... :kopfklatsch:

Was ned sein darf is ned... so stellt si der kleine Franzi das Leben vor....
 
natürlich können die keine Stelle in einem Bordell vermitteln und die Sozialversicherung streichen wenn sie ablehnt . Das geht nicht .
Das ist schon verständlich, ist aber aus meiner Sicht genauso zu sehen wie dass Du einem Arzt keine Stelle als Hilfsarbeiter am Bau vermitteln kannst. Die Fellners behaupten, dies wäre aus Gründen der Sittenwidrigkeit der Fall, was aber Manon1, die ich als Auskennerin sehe, zurückweist.

Es gibt keine klaren Regelungen - wie sollte es das auch geben?
Das geschieht zwischen zwei erwachsenen Personen, wer soll da etwas dreinreden oder mitbestimmten ausser die beiden selbst?
Die meisten Dienstleistungsverträge werden zwischen zwei erwachsenen Personen abgeschlossen. Solange ein Vertrag nicht sittenwidrig ist, gibt es sehr wohl Regelungen (ob sie klar sind, ist eine andere Frage, selbst relativ eindeutig geschriebene Verträge können von findigen Zivilrechtsanwälten uminterpretiert werden).

Genauso sind schriftliche Verträge nicht gültig, soweit ich die Sittenwidrigkeit verstehen. Im Prinzip ist da gar nichts gültig .
Richtig, wenn ein Vertrag sittenwidrig ist, ist er ungültig. Sittenwidrig ist bspw. ein Vertrag, der ein Sklaverei-Verhältnis begründet.
Wenn Prostitution in Österreich zwar quasi legal, aber zivilrechtlich sittenwidrig wäre, wären die Prostituierten noch immer in einer ziemlich prekären Rechtssituation, weil sie das Entgelt für ihren (meist mündlich geschlossenen) Dienstleistungsvertrag nicht einklagen können. Zwar ist in den meisten Fällen das Entgelt ohnehin im Voraus zu entrichten, aber es wird trotzdem Situationen geben, wo de Frage der Sittenkonformität . und damit der Rechtsgültigkeit - interessant ist.
 
Wenn Prostitution in Österreich zwar quasi legal, aber zivilrechtlich sittenwidrig wäre, wären die Prostituierten noch immer in einer ziemlich prekären Rechtssituation, weil sie das Entgelt für ihren (meist mündlich geschlossenen) Dienstleistungsvertrag nicht einklagen können.

Es gibt seit 18.04.2012 ein österreichisches OGH-Urteil wonach Verträge (auch mündliche) über sexuelle Dienstleistungen NICHT mehr per se sittenwidrig sind!
 
Wenn Prostitution in Österreich zwar quasi legal, aber zivilrechtlich sittenwidrig wäre, wären die Prostituierten noch immer in einer ziemlich prekären Rechtssituation, weil sie das Entgelt für ihren (meist mündlich geschlossenen) Dienstleistungsvertrag nicht einklagen können.
das ist die eine Seite aber betrachte es mal von der anderen Seite - man kann eine sexuelle Dienstleistung nicht einklagen da sittenwidrig.

weil sie das Entgelt für ihren (meist mündlich geschlossenen) Dienstleistungsvertrag nicht einklagen können

ok - aber wer geht wegen bspw. 100€ vor Gericht ?
 
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Aber betrifft das nicht eben ausschließlich diese nicht-sexuellen Bordellmitarbeiter/innen? Man kann doch keine Bordellbetreiber zwingen, Lohnsteuer von selbstständigen Prostituierten einzubehalten
Doch, genau DAS versucht man im Moment überall in Österreich.
 
Die EINZIGE Möglichkeit für Transparenz und menschenwürdiges Arbeiten in diesem Bereich ist die Anerkennung als Gewerbe mit allen Rechten und Pflichten.

Dann hat die Exekutive wirklich was in der Hand um gegen die schwarzen Schafe vorzugehen und man muss sich ned immer wieder neue Kunstgriffe überlegen

ja, wenns so wäre....

nedamal beim "richtigen" Gewerbe passiert was....sonst gäbe es nicht soviel Probleme mit Subunternehmern, nicht bezahlten löhne, schwarzhacklern etc.

und die exekutive (ausgenommen die neue finanzpolizei vielleicht) ist mehr als machtlos....
warum sollte das gerade bei der Prostitution anders sein
 
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