Erste Hilfe für BDSM‘ler

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Ich sehe immer mal wieder Angebote von Erste Hilfe Workshops für SM‘ler - und finde es eine fantastische Idee und eigentlich ein „Must have“, dass verantwortungsvolle Doms so einen Workshop besuchen! Denn wer beherrscht noch die Erste Hilfe vom Führerschein, geschweige denn, dass Jeder weiß, wie er sich bei kollabierten Subs, Fallarmen nach dem Bondage oder einer tiefen Ohnmacht vom Carotis Sinus Reflex verhalten soll.
Man spielt so oft an gesundheitlichen Grenzen - warum werden solche Workshops nicht mehr angeboten bzw. auch von der Szene angenommen?? Halten sich alle für so unverwundbar??

Würdet ihr so einen Workshop besuchen oder seid ihr sicher, Euch im Ernstfall richtig verhalten zu können??
 
Würdet ihr so einen Workshop besuchen oder seid ihr sicher, Euch im Ernstfall richtig verhalten zu können??
der bedarf hält sich bei mir in grenzen.
das wohl einzige, was bei mir überhaupt gross mit risiken verbunden ist, wäre atemreduktion, und da ist bei mir der name nicht wirklich programm (da wird nix wirklich reduziert, mir gehts da eher nur um die symbolik, fest zudrücken ist nicht so meins).
allerdings würde ich durchaus mal einen workshop in sachen psychische belastung bei BDSM besuchen. bin zwar in der thematik durchaus belesen, aber es kann nie schaden, da noch mehr darüber zu wissen.
 
Ich sehe immer mal wieder Angebote von Erste Hilfe Workshops für SM‘ler - und finde es eine fantastische Idee und eigentlich ein „Must have“, dass verantwortungsvolle Doms so einen Workshop besuchen! Denn wer beherrscht noch die Erste Hilfe vom Führerschein, geschweige denn, dass Jeder weiß, wie er sich bei kollabierten Subs, Fallarmen nach dem Bondage oder einer tiefen Ohnmacht vom Carotis Sinus Reflex verhalten soll.
Man spielt so oft an gesundheitlichen Grenzen - warum werden solche Workshops nicht mehr angeboten bzw. auch von der Szene angenommen?? Halten sich alle für so unverwundbar??

Würdet ihr so einen Workshop besuchen oder seid ihr sicher, Euch im Ernstfall richtig verhalten zu können??


Danke für deinen fred, der ist prima :)!

Ich geb dir uneingeschränkt recht mit dem, was du schreibst.

Zwar komm ich selbst aus dem medizinischen Bereich und kann somit helfen, hab aber in meinen aktiven Anfangszeiten workshops besucht und später auch ein paar gegeben.

"Fortbildung" auch oder grad im S/M-Kontext.....?

JA!
 
Ich sehe immer mal wieder Angebote von Erste Hilfe Workshops für SM‘ler - und finde es eine fantastische Idee und eigentlich ein „Must have“, dass verantwortungsvolle Doms so einen Workshop besuchen! Denn wer beherrscht noch die Erste Hilfe vom Führerschein, geschweige denn, dass Jeder weiß, wie er sich bei kollabierten Subs, Fallarmen nach dem Bondage oder einer tiefen Ohnmacht vom Carotis Sinus Reflex verhalten soll.
Man spielt so oft an gesundheitlichen Grenzen - warum werden solche Workshops nicht mehr angeboten bzw. auch von der Szene angenommen?? Halten sich alle für so unverwundbar??

Würdet ihr so einen Workshop besuchen oder seid ihr sicher, Euch im Ernstfall richtig verhalten zu können??

Ich habe eine medizinische Ausbildung, und in vielen Jahren etliches zu den Gefahren beim Spielen gelesen und gehört, da es mich interessierte.
Wenn man ein verantwortungvoller Top sein will, gehört dieses Wissen zweifellos dazu.
So ein Abend ist praktisch, und bündelt die Information.
Über Artikel, Stammtische, Erfahrungsberichte etc geht es auch, dauert halt länger.
Wer sich in der Scene aktiv bewegt, wird keine Probleme haben kompetente Leute zu treffen.
 
Ich sehe immer mal wieder Angebote von Erste Hilfe Workshops für SM‘ler

Ich sehe bei BDSM keine Verletzungsmöglichkeiten, deren Diagnostik & Erstbehandlung unterschiedlich sein soll zu Verletzungen, die man sich sonst im täglichen Leben zuziehen kann. Aber ich lasse mich gerne belehren! ;)

der bedarf hält sich bei mir in grenzen.

:up:

Betrachte ich ähnlich. Für BDSM brauche ich nichts eigenes. Richtiges Verhalten bei Notfällen intus zu haben gehört für mich zum Basiswissen im Leben - schon von Kindheit an!

....den Gefahren beim Spielen.....
Wenn man ein verantwortungvoller Top sein will, gehört dieses Wissen zweifellos dazu.

Wissen um die Gefahren gehört natürlich dazu, aber einen EH-Kurs für BDSM sehe ich doch als etwas Anderes.....

Ich hab mehrere gemacht. Und sie als sehr sinnvoll erachtet.

:rolleyes: Warum wundert mich das jetzt nicht. :fies::lalala:
 
Für BDSM brauche ich nichts eigenes. Richtiges Verhalten bei Notfällen intus zu haben gehört für mich zum Basiswissen im Leben - schon von Kindheit an!
wie ich bereits anmerkte, das thema der psychischen belastung würde mich evtl. interessieren ... also was machen, wenn jemand aufgrund grenzenloser selbstaufgabe auf einmal in einem mentalen shock gerät, und völlig irrational handelt (oftmals durch bereits vorhandene, aber eben unbekannte probleme, begünstigt).

aber das ist schon sehr weit hergeholt ...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Betrachte ich ähnlich. Für BDSM brauche ich nichts eigenes. Richtiges Verhalten bei Notfällen intus zu haben gehört für mich zum Basiswissen im Leben - schon von Kindheit an!

Nun, wer dieses Wissen immer wieder auffrischt, braucht sicher keinen eigenen Workshop. Aber mal ehrlich - wer von uns macht freiwillig alle paar Jahre einen Erste Hilfe workshop?? Die meisten absolvieren ihn für den Führerschein und dann ist erstmal laaaaange Pause!!
Und ich sehe schon spezifische Risiken beim BDSM. Normalerweise habe ich selten mit Nervenschäden durch abbinden oder Ohnmacht nach Atemluftentzug zu tun...
 
Nun, wer dieses Wissen immer wieder auffrischt, braucht sicher keinen eigenen Workshop.

Für mich sind Wissensauffrischungen in fast allen Lebensbereichen seit jeher Usus - vor Allem in Belangen, wo es um die eigene Sicherheit geht, oder ich Verantwortung trage. Nur Trainiertes wird - gerade im Stressmoment - zur Selbstverständlichkeit. Ist halt Teil der militärischen Vorbildung....

Nervenschäden durch abbinden

Nervenschädigungen mit Ersthelfer-Diagnostik? Kann aber nicht dein Ernst sein, oder? :lalala:

Ohnmacht nach Atemluftentzug zu tun...

Die EH bei Ohnmacht ist mal immer gleich, egal wodurch die Ohnmacht ausgelöst wurde.

Und ich sehe schon spezifische Risiken beim BDSM.

Niemand wird Risiken bestreiten - meine Frage lautet immer noch, welche spezifischen EH-Maßnahmen bei Notfällen, ausgelöst durch BDSM, greifen sollten? :hmm:
 
maßnahmen wohl keine, die werden immer dieselben bleiben.
aber "symptome" erkennen, wird wohl bei BDSM teilweise anders sein

Auch die Symptome werden sich bei, durch BDSM ausgelösten, medizinischen Notfällen, nicht unterscheiden - der Körper reagiert ja wohl nicht mit anderen Zeichen und Auffälligkeiten, nur weil BDSM der Auslöser war. ;)

Aber wie schon geschrieben - mit vernünftigen Beispielen lasse ich mich natürlich überzeugen! :up:
 
Es geht ja nicht ums Überzeugen.... ich finde es sehr löblich, dass Du https://www.erotikforum.at/mitglieder/polykink.419033/ anscheinend Dein medizinisches Wissen auf dem Laufenden hältst! Dann ist so ein Workshop für DICH sicher auch obsolet!
Meine Anregung bzw Frage war vielmehr an all die gerichtet, die (so wie ich) ihren letzten 1.hilfe Workshop vor xx Jahren hatten. Und wer schon BDSM praktiziert, teilweise Kollaps und Ohnmachten seiner Sub billigend in Kauf nimmt, sollte sich vielleicht mal an die eigene Nase fassen und dafür sorgen, dass man auch auf einen echten Notfall hinreichend reagieren kann.
 
Meine Anregung bzw Frage war vielmehr an all die gerichtet, die (so wie ich) ihren letzten 1.hilfe Workshop vor xx Jahren hatten.

Da empfehle ich keinen, auf irgendein Spezialthema zugeschnittenen Kurs, sondern eben gleich eine umfassende Auffrischung! Eben über den Tellerrand hinausblicken! Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Verkehrsunfall Ersthelfer sein zu müssen, liegt wohl erheblich höher, als bei BDSM. ;)
Zumindest sehe ich das nach 50 Jahren BDSM-Praxis & ebenso langem Fahrzeug lenken im öffentlichen Verkehr - beides mit intensiver Ausübung - so . :D
 
Würdet ihr so einen Workshop besuchen oder seid ihr sicher, Euch im Ernstfall richtig verhalten zu können??

Workshops, die einen Ernstfall, egal ob körperlich oder psychisch, zu verhindern helfen, wären sicher sinnvoller, als sich in einer Pseudosicherheit zu wiegen, indem man ( nur ) Nothilfe-Maßnahmen beherrscht.
 
Weiterbildung im Beruf ist schon seit langem selbstverständlich, wird aber in allen übrigen Lebensbereichen kaum angeboten. Schade!
 
Ich sehe immer mal wieder Angebote von Erste Hilfe Workshops für SM‘ler - und finde es eine fantastische Idee und eigentlich ein „Must have“, dass verantwortungsvolle Doms so einen Workshop besuchen! Denn wer beherrscht noch die Erste Hilfe vom Führerschein, geschweige denn, dass Jeder weiß, wie er sich bei kollabierten Subs, Fallarmen nach dem Bondage oder einer tiefen Ohnmacht vom Carotis Sinus Reflex verhalten soll.
Man spielt so oft an gesundheitlichen Grenzen - warum werden solche Workshops nicht mehr angeboten bzw. auch von der Szene angenommen?? Halten sich alle für so unverwundbar??

Würdet ihr so einen Workshop besuchen oder seid ihr sicher, Euch im Ernstfall richtig verhalten zu können??


Jawohl....Jetzt weiß ich warum ich Rettungssani ausgeübt habe(freiwillig)!

Ich muss ja auf mein @Mitglied #209242 aufpassen:lehrer:


Ps: Der Erste hilfe kurs ist lächerlich!!!Das was du da lernen müsstest in 16h und ich glaub das ist sogar der lange kurs bringt dich von gar nichts wisssen zu nichts wissen...:roll:
 
Der Erste hilfe kurs ist lächerlich!!

Der für BDSM auf jeden Fall - 100% Zustimmung! :up:

Das was du da lernen müsstest in 16h und ich glaub das ist sogar der lange kurs bringt dich von gar nichts wisssen zu nichts wissen...:roll:

So negativ sehe ich den 16-Stunden Kurs nicht. Ich würde in einer medizinischen Notsituation bei mir lieber wen dabei haben, der das Wissen eines solchen Kurses intus hat, als jemanden, der keine Ahnung von EH hat..... ;)
 
Der für BDSM auf jeden Fall - 100% Zustimmung! :up:



So negativ sehe ich den 16-Stunden Kurs nicht. Ich würde in einer medizinischen Notsituation bei mir lieber wen dabei haben, der das Wissen eines solchen Kurses intus hat, als jemanden, der keine Ahnung von EH hat..... ;)

Verstehe deinen punkt, nur der durschnittliche mensch kann die basics sowieso (hausverstand) und den rest hast 3 wochen nach dem kurs vergessen.
 
„Lächerlich“ finde ich gar nichts, wenn man sich bemüht, sein Wissen aufzufrischen oder zu vertiefen. Auch hier gilt - lieber jemand mit 4-Stunden- Halbwissen als gar nichts wissen!!
Und ich finde es so oder so wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen! Nicht Jeder BDSM‘ler ist Rettungssanitäter oder Arzt!

Ich für meinen Teil werde den angebotenen Kurs in Traun Anfang März wohl mal besuchen. SCHADEN wird es sicherlich nicht!!
 
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