Hi,
Die Frage ist halt, inwiefern Prozesse in uns einen Willen “vorgeben”. Da wird’s halt philosophisch.
nein, das fällt in den Bereich der Kognitionswissenschaften.
trotzdem zwingt dir niemand, außer dir selbst, diese Meinung auf.
Jein. Wenn von Außen ganz bewusst Dinge unternommen werden, wissentlich oder nicht, die jemanden manipulieren, idR. eben elektrochemische Vorgänge im Hirn, vulgo "hormonell", dann spricht man sehr wohl von einem "Aufzwingen".
Manche Menschen sind da eher willfährige "Opfer" als andere.
Nimm z.B. das social Media Verbot für junge Menschen. TikTok & Co. bedienen sich süchtig machender Mechanismen - ich persönlich nehme nicht an, dass das so geplant war, ich nehme an, man hat erst rausgefunden wie das wirkt, als man die Effekte sah - die den freien Willen außer Kraft setzen.
Werbung, product placement in Filmen, ganze (Kriegs-) Filme die von der US Army finanziert werden, das alles manipuliert und setzt den freien Willen ausser Kraft. Lediglich ist manches mehr oder weniger erfolgreich.
Ein freier Wille kann nur dann vorhanden sein, wenn Menschen objektive Informationen zur Verfügung gestellt bekommen, und darauf basierend ihre Entscheidung treffen.
Bewusst - z.B. Werbung - als auch unbewusst wird jeder versuchen, den freien Willen anderer zu beeinflussen. Trump Wähler sind ein gutes Beispiel. Aber auch, wenn ich mit einer Frau Sex will, da versuche ich in ihr das Bedürfnis mit mir zu schlafen zu wecken. Frauen machen auch nix anderes. Viele machen das unbewusst, man hat das erlernt, man nennt das soziale Kompetenz. Manche machen es bewusst, da nennt man es Manipulation, das sind dann z.B. die Aufreißer Videos auf YouTube, die Schneeflocke immer erwähnt.
Man kann, wenn man gut ist, sich sogar selbst derart manipulieren, um sich das Leben leichter zu machen. Dann ändert es nichts am freien Willen.
LG Tom