"Drüber reden"

Diese bewusst formulierten Ich-Sätze wirken auf mich meistens eher lächerlich weil sie gekünstelt sind. Mir kann man direkt sagen dass dies und jenes scheisse ist ohne mit dem Zusatz „ich finde es scheisse dass...“. Dieses bewusste Ich Satz Formulierungen wirken auch recht manipulativ und einfach falsch. Da ist mir eine ehrliche, direktere und härtere Komunikation viel lieber.

Jeder hat andere Ansichten :) und das ist gut so :up:
es können auch DU Botschaften Manipulativ wirken, was aber nicht heißt das Sie es sind ;)
und ich mag auch die ehrliche Direkte Kommunikation, nur das harte brauche ich nicht dafür :)
 
Es geht ja meist net um die Zahnpasta, sondern um grundsätzliche orientierungsweisende Themen.
Für mehr ist eh selten die Zeit und die Energie da.

Na nach meinen Erfahrungen geht es beim darüber reden eben genau oft um die (Sinnbildliche) Zahnpaste. Dann spricht man sich fusllig wegen der Zahnpaste, obwohl dahinter ein ganz anderes Problem steht, das durch das viele zerreden aber erst gar nicht richtig mehr ans Tageslicht kommen kann.
 
Manipulativ wirkt ehr es war ne super idee die du hattest, das wir folgendes machen... Aber oft wirkungsvoll.
 
Es geht ja meist net um die Zahnpasta, sondern um grundsätzliche orientierungsweisende Themen.
Viele Nörgeleien drehen sich aber leider gerade um Kleinigkeiten: Du hast schon wieder …. Wie oft muss ich Dir noch sagen …. Du hörst mir nicht zu, wenn ich Dich rüge.
Die "grundsätzlichen Orientierungen" entspringen oft Überzeugungen, und diese sind als "gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen" (Nietzsche) nicht diskutabel.
 
Na nach meinen Erfahrungen geht es beim darüber reden eben genau oft um die (Sinnbildliche) Zahnpaste. Dann spricht man sich fusllig wegen der Zahnpaste, obwohl dahinter ein ganz anderes Problem steht, das durch das viele zerreden aber erst gar nicht richtig mehr ans Tageslicht kommen kann.

Hach das wäre fein.

Um auf dem Level zu sein, würde ich täglich in die Mitte drücken. :D

Ich will an die Essenz.
So ganz endlos Zeit habe ich nicht, als Atheist auch nur ein Leben.
Da will ich wissen was geht und was nicht.
Gern mache ich einen Schritt zurück, aber wissen wohin wir wollen, ist net ganz unwichtig.

Endlos Reden, gegen endlose Gesprächsverweigerung und Ignoranz von Fakten, muss auch mal ein Ende haben, wenn es keinen Schritt weiter geht.
 
Jeder hat andere Ansichten :) und das ist gut so :up:
es können auch DU Botschaften Manipulativ wirken, was aber nicht heißt das Sie es sind ;)
und ich mag auch die ehrliche Direkte Kommunikation, nur das harte brauche ich nicht dafür :)

Ich habe geundsätzlich nichts gegen Ich Botschaften, wenn sie ehrlich sind. Ich nutze sie ja selber auch sehr oft weil ich es genau so und nicht anders sagen will. Aber wenn man dem anderen lieber weiss Gott was an den Kopf werfen möchte (und man merkt das deutlich), dann aber auf die manipulative Ich Formulierung zurückgeht, wirkt das nur lächerlich und falsch.
 
Ich habe geundsätzlich nichts gegen Ich Botschaften, wenn sie ehrlich sind. Ich nutze sie ja selber auch sehr oft weil ich es genau so und nicht anders sagen will. Aber wenn man dem anderen lieber weiss Gott was an den Kopf werfen möchte (und man merkt das deutlich), dann aber auf die manipulative Ich Formulierung zurückgeht, wirkt das nur lächerlich und falsch.

da bin ich ganz bei dir :up:
 
Endlos Reden, gegen endlose Gesprächsverweigerung und Ignoranz von Fakten, muss auch mal ein Ende haben, wenn es keinen Schritt weiter geht.

Das Endlose ist der Schlüsselbegriff. Sobald sich das anschleicht (egal ob endlos reden oder endlos es mit sich ausmachen wollen (nicht kommunizieren)), ist es Zeit anders zu agieren/reagieren. Es ist eben nur die individuelle Frage, wo sich eher das Endlise einschleichen kann. Ich mache viel mit mir selber aus, weil dass in den meisten Fällen die schnellere, energiesparendere und best funktionierende Variante ist (hab ja auch ned alle Zeit der Welt ;) ). Muss aber nicht für alle so sein. Das bin ich mir auch bewusst und kann damit auch umgehen und akzeptieren/annehmen.
 
Dann trifft man für sich selbst eine Entscheidung und sagt es dem Partner.

Ich lese das und denke mir: "Genau so isses. Problem gelöst. Was kann da auf den nächsten 4 Seiten noch kommen?

Kommunikation muss nicht augenscheinlich lösungsorientiert sein, sie muss nicht klare Ziele verfolgen und sie muss auch nicht versuchen die eigene Situation inklusive Frust dem anderen zu vermitteln.


Ja. Genau so isses auch. Eine Lösung für ein Problem wird dann gern als Spoiler gesehen.

Ich habe auch eine evolutionsgeschichtliche Theorie warum männliche Kommunikation so ganz anders als weibliche funktioniert.

 
100pro deiner Meinung. Bei uns läuft es auch von Anfang an so ab mit der Kommunikation. Wenn jemand etwas stört oder vllt falsch aufgefasst hat etc... dann wird genauso wie bei dir, mit Wertschätzung drauf angesprochen wie man es selbst erlebt oder gefühlt hat und fragt nach wie es wirklich gemeint war und man alles nur falsch interpretiert hat. Und wir gehen mit solch einen Unbehagen/etwas Unklaren niemals ins Bett (also Bett kuscheln schon reden es aber im Bett vorm schlafen aus).
Es ist ein großes Glück, wenn man einen Menschen trifft der keine blöden Machtspielchen spielen muss und kommunikativ gleich gepolt ist wie man selbst.
 
Die Weicheier haben das Schlachtfeld nicht überlebt? :D

Ich hab schon befürchtet, dass niemand fragt.

2 Steinzeitmänner auf der Jagd. Plötzlich Säbelzahntiger auf 12 Uhr, 100m Distanz. Die schauen sich an, Du rechts, ich links, Speer rein. Jede darüber hinausgehende Konversation wär lebensbeendend gewesen.

Derweilen in der Steinzeithöhle, finster und fad, die Steinzeitmädel sind mit dem Abwasch und der Wäsch fertig und warten auf die Männer. Um die Zeit zu überbrücken wird die ausgricht die grad ihre Eltern in der Nachbarhöhle besuchen ist, dann kommen die Männer dran. In weiterer Folge wirft die Älteste dann ein Problem auf, zu dem sich alle bis zur Jüngsten austauschen dürfen. Alles ist erlaubt. Nur ja keine Lösung weil sich die Älteste ein neues Problem suchen muss. So vergeht die Zeit bis die Jungs todmüde von der Jagd und der Zahrerei vom Mammut heimkommen. Die wollen bloss schnell was essen, vielleicht einen raschen Sexualakt und dann ab in die Heija. Die Älteste hat damit ein neues Problem das sie am nächsten Tag in der Gruppe erörtern kann.

So war das. Das hat sich in die Gene eingebrannt.
 
Ich hab schon befürchtet, dass niemand fragt.

2 Steinzeitmänner auf der Jagd. Plötzlich Säbelzahntiger auf 12 Uhr, 100m Distanz. Die schauen sich an, Du rechts, ich links, Speer rein. Jede darüber hinausgehende Konversation wär lebensbeendend gewesen.

Derweilen in der Steinzeithöhle, finster und fad, die Steinzeitmädel sind mit dem Abwasch und der Wäsch fertig und warten auf die Männer. Um die Zeit zu überbrücken wird die ausgricht die grad ihre Eltern in der Nachbarhöhle besuchen ist, dann kommen die Männer dran. In weiterer Folge wirft die Älteste dann ein Problem auf, zu dem sich alle bis zur Jüngsten austauschen dürfen. Alles ist erlaubt. Nur ja keine Lösung weil sich die Älteste ein neues Problem suchen muss. So vergeht die Zeit bis die Jungs todmüde von der Jagd und der Zahrerei vom Mammut heimkommen. Die wollen bloss schnell was essen, vielleicht einen raschen Sexualakt und dann ab in die Heija. Die Älteste hat damit ein neues Problem das sie am nächsten Tag in der Gruppe erörtern kann.

So war das. Das hat sich in die Gene eingebrannt.


Ein interessanter Beitrag über den ich noch nachdenken muss ....
 
Wenn aber schon mehr als genug gesprochen wurde, was dann?
Dann muss man seine Konsequenzen ziehen.

Reden schön und gut, viele kommunizieren jedoch dabei nur sehr wenig, dafür aber als Endlosschleife und da wird es mir dann zu mühsam und ich bin raus.
Ich mache mir lieber erst Gedanken, wäge Optionen ab und spreche ein Thema an, wenn ich auch wirklich etwas dazu zu sagen habe.

Alles mit Maß und Ziel.
 
das heisst auch in Verbindung mit mir und meinem Gesprächspartner sein sagen was bei mir ankommt welche Gefühle ich dabei habe und was ich mit der Info mache.
Dieser Aussage schließe ich gleich an und meine,
"drüber reden" setzt auch aktives Zuhören voraus, bedeutet nicht dem Gesprächspartner ins Wort zu fallen fallen, ihn ausreden lassen, nicht gleichzeitig weiterdenken, Interesse zeigen, den Gesprächspartner beobachten, Schweigen- und zwar bewusst.

Auch welche Formulierungen ich als Sprechender benutze, hat gravierende Auswirkungen auf den Erfolg des Gespräches. Trete ich vornehmlich mit einer Behauptung an den Partner heran, die offen oder verdeckt lautet: "Wenn Du nicht wärst, hätte ich keine Probleme, also verhalte Dich in Zukunft gefälligst so und so!" Auf Apell-Ebene lautet die Botschaft an mein Gegenüber:"Ändere dich in meinem Sinne!"

Wesentlich befriedigendere Gesprächserfolge kann ich erhoffen, wenn ich versuche in ICH BOTSCHAFTEN mit meinem Partner zu kommunizieren. Das setzt voraus, dass ich meine Bedürfnisse und die dahinter "verborgenen" Gefühle klar formulieren kann. Aus eigener Erfahrung, kann ich sagen, das ist echt mal zu üben!

Ich habe voriges Jahr ein Kommunikationsseminar besucht. Die Teilnehmer und ich sind am Ende zu dem Schluss gekommen, dass es eigentlich ein gravierendes Versäumnis ist, dass junge Menschen über Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation nicht schon an Schulen unterrichtet werden und die Möglichkeit bekommen, diese auch zu Üben.

Wie heißt es so schön: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, dann fange ich mal an, die Veränderung zu sein, die ich mir im Außen wünsche.
 
Ich hab schon befürchtet, dass niemand fragt.

2 Steinzeitmänner auf der Jagd. Plötzlich Säbelzahntiger auf 12 Uhr, 100m Distanz. Die schauen sich an, Du rechts, ich links, Speer rein. Jede darüber hinausgehende Konversation wär lebensbeendend gewesen.

Derweilen in der Steinzeithöhle, finster und fad, die Steinzeitmädel sind mit dem Abwasch und der Wäsch fertig und warten auf die Männer. Um die Zeit zu überbrücken wird die ausgricht die grad ihre Eltern in der Nachbarhöhle besuchen ist, dann kommen die Männer dran. In weiterer Folge wirft die Älteste dann ein Problem auf, zu dem sich alle bis zur Jüngsten austauschen dürfen. Alles ist erlaubt. Nur ja keine Lösung weil sich die Älteste ein neues Problem suchen muss. So vergeht die Zeit bis die Jungs todmüde von der Jagd und der Zahrerei vom Mammut heimkommen. Die wollen bloss schnell was essen, vielleicht einen raschen Sexualakt und dann ab in die Heija. Die Älteste hat damit ein neues Problem das sie am nächsten Tag in der Gruppe erörtern kann.

So war das. Das hat sich in die Gene eingebrannt.

:haha:

Ja genau so und nicht anders war das damals. Schon die Steinzeitmenschen lebten nach dem Rollenbild des vergangenen Jahrhunderts :haha:
 
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