Rollentrainer sind nicht einfach zu benutzen. Auch im obersten professionellen Bereich, wo die Leute so einigermaßen Radfahren können, werden die daher kaum noch verwendet.
Gut ist das weitgehend realistische Fahrgefühl. Da gibt es keine Diskussion. Der Wiegetritt wiegt, wenn man ruhig dahin rollt, dann fährt man, genau wie auf der Straße, kleine Schlangenlinien. Daher ist auch die Belastung am Sattel eher gering.
Das Anfahren stellt ein massives Problem dar. Es gelingt auf Anhieb kaum jemandem, und
auch Leute, die jahrelang auf der Rolle trainieren, beschreiben es als tägliche Herausforderung. Und im Maximallastbereich kommt es immer wieder zu Stützen, einfach, weil man gegen den Rand kommt.
Ich verwende, nach ein paar Versuchen auf der Rolle, seit Jahren einen Tacx Flux S. Kostet nicht wesentlich mehr, aber da stürze ich nie, ich setze mich drauf und fahre. Und wenn ich nicht mehr trete, dann bleibt er stehen, und ich auch.
Ich habe unlängst von Christoph Strasser gehört, dass er jahrelang auf der Rolle gefahren ist, aber dann einen Smarttrainer bekommen hat, und die Rolle seither nicht mehr verwendet. Von Mühlberger weiß ich, dass er auch einen Smarttrainer fährt, Gall und Bogacar sowieso, die sind zu jung für die Rolle.
Der Nachteil meines Tacx ist natürlich das unrealistische Fahrgefühl. Dagegen gibt es Matten, die man unterlegen kann, die sollten dann auch das Problem mit den Sitzbeschwerden beheben (mir tut nach 2-3 Stunden der Poscher weh). Muss man wahrscheinlich sowieso, wenn man in einem Wohnhaus lebt, die Nachbarn werden es danken.