Für mich ist das KGV wichtig, aber natürlich nur verglichen mit ähnlichen Unternehmen (Peergroup), detto die Eigenkapitalquote.
Wenn du z.B. das KGV von einem Start-up oder einem Techologiewert mit bspw. einer Bank oder einer Minenbaugesellschaft vergleichst ist das meiner Meinung nach falsch. Das KBV (für nicht Insider Kurs-Buch-Verhältnis) ist auch eine wichtige Kennzahl für mich.
Ich beurteile auch, wie das Unternehmen die Aktionäre die letzten Jahre behandelt hat. (Dividende, Kommunikation, etc.)
Ein wichtiger Faktor ist auch ob das Unternehmen einen "Burggraben" besitzt d. h. von anderen Unternehmen nur schwer angreifbar ist. Das kann eine bekannte Marke sein, ein Patent, eine Lizenz etc. Idealerweise sollte das Unternehmen in einer Branche tätig sein, wo hohe Margen vorhanden sind, wie z. B. in der Tabakindustrie, oder Textilindustrie.
Ich hinterfrage auch immer das Geschäftsmodell, und ob es in zehn Jahren wohl auch noch Geld verdienen kann.
Verstehe ich das Geschäftsmodell nicht, überlasse ich klügeren die Aktien.
Bullenmarkt oder nicht, man sollte gedanklich das Unternehmen kaufen, nicht eine Aktie. Als Langfristanleger jucken einen die Schwankungen nicht so.
Ein Spruch noch vom Orakel aus Omaha:
Eine Aktien die man nicht bereit ist 10 Jahre zu besitzen, sollte man auch keine 10 Minuten besitzen.
