Damals war nicht alles besser, aber manches anders?

Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass sie sich entschieden haben die Zeit dort zu verbringen.

Ich hab auch ein Auto und verbringe nicht meine ganze Freizeit darin.
Du hast meinen Satz eingeschränkt, in dem du als Argument angeführt hast, dass du deine Kinder ja schließlich nicht dazu gezwungen hast, so zu handeln.. hast ihnen aber die Möglichkeit zum Handeln selbst vor die Füße gelegt.

Was genau meiner Grundaussage entspricht. Oder um es etwas direkter auszudrücken: Hättest du ihnen nicht vorgelebt, dass PC/Konsole zum Alltag dazu gehören können und schnellere Erfolgserlebnisse/Glück/Befriedigung versprechen, hätten sie auch nie die Möglichkeit bekommen, wählen zu dürfen. Das deine Kinder also lieber vor der Konsole saßen, als raus zu gehen.. liegt in erster Linie an deiner Erziehung und dem Gehirn, dass sich nach "Glück/Befriedigung" sehnt. ;)

(mit Befriedigung meine ich natürlich in diesem Fall nichts sexuelles!)
 
Du hast meinen Satz eingeschränkt, in dem du als Argument angeführt hast, dass du deine Kinder ja schließlich nicht dazu gezwungen hast, so zu handeln.. hast ihnen aber die Möglichkeit zum Handeln selbst vor die Füße gelegt.

Was genau meiner Grundaussage entspricht. Oder um es etwas direkter auszudrücken: Hättest du ihnen nicht vorgelebt, dass PC/Konsole zum Alltag dazu gehören können und schnellere Erfolgserlebnisse/Glück/Befriedigung versprechen, hätten sie auch nie die Möglichkeit bekommen, wählen zu dürfen. Das deine Kinder also lieber vor der Konsole saßen, als raus zu gehen.. liegt in erster Linie an deiner Erziehung und dem Gehirn, dass sich nach "Glück/Befriedigung" sehnt. ;)

(mit Befriedigung meine ich natürlich in diesem Fall nichts sexuelles!)
Das ist mMn etwas zu kurz gegriffen. Auch wenn man es den Kindern vorlebt, entwickeln sie sich anderen Umständen und der Zeit entsprechend (anders). Wenn das nicht so wäre, hätte sich ja nie etwas verändert bzw weiterentwickelt.
 
Das ist mMn etwas zu kurz gegriffen. Auch wenn man es den Kindern vorlebt, entwickeln sie sich anderen Umständen und der Zeit entsprechend (anders). Wenn das nicht so wäre, hätte sich ja nie etwas verändert bzw weiterentwickelt.
Das hab ich ja auch nicht bestritten. Natürlich kann ein Kind auch Verhaltensmuster entwickeln, die nicht direkt von den Eltern vorgelebt wurden.
Und natürlich ist mir auch klar, dass es viel mehr Faktoren gibt, als die Eltern alleine - in seinem Beispiel ging es aber halt um ein Szenario im eigenen Haushalt. Und da kann man das schon so vereinfacht beschreiben.

Mir ging es ursprünglich ja nur darum, dass Kinder sich die Umstände, in denen sie leben, nicht selbst ausgesucht haben, sondern sie das Ergebnis der vorangegangenen Generationen und deren Entscheidungen sind.
 
Vorsicht Sbg_reif_devot!
Die Drinks gab's doch zu unserer Jugendzeit zu Hauf.
Mein Vater meinte schon in den 80ern, das Zeug macht süchtig. Jahrzehnte später stellte sich heraus, er hatte recht...

Das mag daran liegen, dass meine Kindheit nicht in den Achtzigern lag, sondern in den Sechzigern. Bei uns gab es Auch Limo, aber nicht jeden Tag. Es gab z.B Leitungswasser mit Sirup.
Da liegen 10 Jahre dazwischen...
 
Ich muss @Mitglied #688457 schon beipflichten. Die Kinder sind das, was wir aus ihnen gemacht haben. Wenn wir uns über sie beschweren, dann ist das das Eingeständnis als Eltern versagt zu haben.
Ich persönlich finde die Jugend aber auch nicht so schlimm, wie sie manchmal dargestellt wird. Wenn ich mir meine Kinder und ihre Freunde so anschaue, dann sind das eigentlich alle richtig gute, bodenständige Typen. Ich glaube, wir haben in dem Alter mehr Blödsinn gemacht...
"Die Kinder" ist mir zu verallgemeinernd.
Mir ging es ursprünglich ja nur darum, dass Kinder sich die Umstände, in denen sie leben, nicht selbst ausgesucht haben, sondern sie das Ergebnis der vorangegangenen Generationen und deren Entscheidungen sind.
Die Umstände hat nun wirklich kein Kind bei der Geburt in der Hand. Wie es damit umgeht ab einem bestimmten Punkt schon. Da kommt, bei gleicher Erziehung, die Veranlagung, die Individualität zum Zug. Was ich dazu aus Sicht eines Elternteils sagen kann: ich beneide weder Eltern noch Kinder darum, sich mit diesen Dingen auseinandersetzen zu müssen. Die Verlockungen und Risiken sind riesig, und dagegen anzugehen und weiterhin überwiegend am realen Leben teilzuhaben ist nicht immer einfach.
 
Du hast einen klitzekleinen Gedankenfehler: 20 Jahre sind es nur, wenn du das auf den jeweiligen Anfang oder gleichen Stand beziehst. Ansonsten sind es zehn Jahre zwischen Ende der 60er und Anfang er 80er. (31.12.69 und 01.01.1980)
Das ist mir schon klar, aber allein zwischen den Sechzigern sind es schon 10 Jahre und zwischen 1960 und 1989 sind es dann schon 30 Jahre, aber geschenkt. Sollte wohl witzig sein. :schulterzuck::)
 
Die Verlockungen und Risiken sind riesig, und dagegen anzugehen und weiterhin überwiegend am realen Leben teilzuhaben ist nicht immer einfach.
Einfach nicht, aber durchaus machbar.
Regeln und Grenzen sind für Kinder unglaublich wichtig. Sie geben Orientierung, Sicherheit und helfen dabei, Verantwortung zu lernen. Gerade in der heutigen Zeit ist das wichtiger denn je. Smartphones, Spielkonsolen, Social Media und Co. sind fast immer in Reichweite. Das ist nichts Schlechtes, die digitale Welt gehört heute einfach dazu und bietet viele Möglichkeiten.
Trotzdem brauchen Kinder einen gesunden Umgang damit. Und genau hier sind die Eltern gefragt. Klare Abmachungen, zBsp. maximal eine Stunde Social Media oder Computerspiele pro Tag sind keine Bestrafung, sondern eine sinnvolle Orientierung. Kinder brauchen nicht unbegrenzte Freiheiten, sondern Eltern, die ihnen liebevoll Grenzen setzen und diese auch konsequent einhalten.
Auch wenn sie darüber diskutieren oder die Regeln nicht immer gut finden. Genau diese Konsequenz gibt ihnen Halt. Grenzen sind kein Zeichen von Strenge, sondern von Fürsorge und helfen Kindern dabei, selbstständig und verantwortungsvoll mit den vielen Möglichkeiten unserer Zeit umzugehen.
Genau das predige ich gefühlt jeden Tag bei der Arbeit. Leider nur mit mässigem Erfolg.
Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr....
 
Einfach nicht, aber durchaus machbar.
Regeln und Grenzen sind für Kinder unglaublich wichtig. Sie geben Orientierung, Sicherheit und helfen dabei, Verantwortung zu lernen. Gerade in der heutigen Zeit ist das wichtiger denn je. Smartphones, Spielkonsolen, Social Media und Co. sind fast immer in Reichweite. Das ist nichts Schlechtes, die digitale Welt gehört heute einfach dazu und bietet viele Möglichkeiten.
Trotzdem brauchen Kinder einen gesunden Umgang damit. Und genau hier sind die Eltern gefragt. Klare Abmachungen, zBsp. maximal eine Stunde Social Media oder Computerspiele pro Tag sind keine Bestrafung, sondern eine sinnvolle Orientierung. Kinder brauchen nicht unbegrenzte Freiheiten, sondern Eltern, die ihnen liebevoll Grenzen setzen und diese auch konsequent einhalten.
Auch wenn sie darüber diskutieren oder die Regeln nicht immer gut finden. Genau diese Konsequenz gibt ihnen Halt. Grenzen sind kein Zeichen von Strenge, sondern von Fürsorge und helfen Kindern dabei, selbstständig und verantwortungsvoll mit den vielen Möglichkeiten unserer Zeit umzugehen.
Genau das predige ich gefühlt jeden Tag bei der Arbeit. Leider nur mit mässigem Erfolg.
Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr....
Alles richtig, aber mir fehlt dabei, dass Eltern auch eine Vorbildfunktion haben, daran scheitert es oft. Wasser predigen und Wein saufen ist da nicht die beste Voraussetzung. :schulterzuck:
 
Einfach nicht, aber durchaus machbar.
Regeln und Grenzen sind für Kinder unglaublich wichtig. Sie geben Orientierung, Sicherheit und helfen dabei, Verantwortung zu lernen. Gerade in der heutigen Zeit ist das wichtiger denn je. Smartphones, Spielkonsolen, Social Media und Co. sind fast immer in Reichweite. Das ist nichts Schlechtes, die digitale Welt gehört heute einfach dazu und bietet viele Möglichkeiten.
Trotzdem brauchen Kinder einen gesunden Umgang damit. Und genau hier sind die Eltern gefragt. Klare Abmachungen, zBsp. maximal eine Stunde Social Media oder Computerspiele pro Tag sind keine Bestrafung, sondern eine sinnvolle Orientierung. Kinder brauchen nicht unbegrenzte Freiheiten, sondern Eltern, die ihnen liebevoll Grenzen setzen und diese auch konsequent einhalten.
Auch wenn sie darüber diskutieren oder die Regeln nicht immer gut finden. Genau diese Konsequenz gibt ihnen Halt. Grenzen sind kein Zeichen von Strenge, sondern von Fürsorge und helfen Kindern dabei, selbstständig und verantwortungsvoll mit den vielen Möglichkeiten unserer Zeit umzugehen.
Genau das predige ich gefühlt jeden Tag bei der Arbeit. Leider nur mit mässigem Erfolg.
Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr....
Ich stimme dir da 100%ig zu, allerdings darf man nicht vergessen, dass je älter Kinder werden sie immer mehr in die Selbstständigkeit gehen und ihre eigenen Entscheidungen treffen.

Mein Ziel war es immer ihnen vom Kleinkindalter gewisse Werte mitzugeben und vorzuleben.

Werte wie Toleranz, Respekt aber auch Zielstrebigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Ich wollte auch immer dass sie mich als Vater nicht per se respektieren, sondern auch mir gegenüber kritisch sind und alles hinterfragen.

Den Respekt wollte ich mir verdienen.

Das war mir persönlich immer wichtiger als wie sie ihre Freizeit verbringen.

Tatsächlich bin ich stolz auf meine Kinder auch wenn ich in meiner Vaterrolle bestimmt nicht perfekt war und bin.
 
Eltern haben nur ca 10 Jahre massiv Einfluss auf die Erziehung der Kinder, danach kommt immer mehr der Einfluss von außen dazu. Speziell ab der Pubertät ist es dann wohl oft vorbei. Da zählt die Meinung der Freunde mehr.
 
Eltern haben nur ca 10 Jahre massiv Einfluss auf die Erziehung der Kinder, danach kommt immer mehr der Einfluss von außen dazu. Speziell ab der Pubertät ist es dann wohl oft vorbei. Da zählt die Meinung der Freunde mehr.
Nach außen hin ja, aber unterbewusst prägen die Eltern auch dann noch ihr Kinder, wenn auch nicht mehr so stark.
 
Ich glaube, wir verwechseln oft zwei Dinge: die Vergangenheit und unsere Jugend.

Wenn jemand sagt: "Früher war alles besser", meint er meistens nicht den Kalten Krieg, sauren Regen, zwei Fernsehprogramme, endlose Behördengänge oder den Zigarettenrauch im Zug. Er meint das Lebensgefühl, das er damals hatte.
Mit zwanzig war fast alles zum ersten Mal: die erste große Liebe, der erste Kuss, das erste Auto, die erste eigene Wohnung. Heute ist vieles technisch besser, schneller und bequemer. Aber das erste Mal lässt sich eben nicht digitalisieren.

Vielleicht war früher gar nicht die Welt intensiver. Vielleicht waren wir es.

Und noch etwas: Damals musste man warten. Auf den Brief, auf den Anruf, auf den nächsten Samstag in der Disco. Dieses Warten war manchmal mühsam, hat den Dingen aber auch Gewicht gegeben. Heute bekommen wir fast alles sofort. Ironischerweise suchen viele genau deshalb wieder nach dem, was früher selbstverständlich war: Aufmerksamkeit, Geduld und echte Begegnungen.
Darum würde ich nicht sagen: Früher war alles besser.
Ich würde sagen: Früher war vieles knapper. Und gerade deshalb war manches kostbarer.
 
Ich glaube, wir verwechseln oft zwei Dinge: die Vergangenheit und unsere Jugend.

Wenn jemand sagt: "Früher war alles besser", meint er meistens nicht den Kalten Krieg, sauren Regen, zwei Fernsehprogramme, endlose Behördengänge oder den Zigarettenrauch im Zug. Er meint das Lebensgefühl, das er damals hatte.
Mit zwanzig war fast alles zum ersten Mal: die erste große Liebe, der erste Kuss, das erste Auto, die erste eigene Wohnung. Heute ist vieles technisch besser, schneller und bequemer. Aber das erste Mal lässt sich eben nicht digitalisieren.

Vielleicht war früher gar nicht die Welt intensiver. Vielleicht waren wir es.

Und noch etwas: Damals musste man warten. Auf den Brief, auf den Anruf, auf den nächsten Samstag in der Disco. Dieses Warten war manchmal mühsam, hat den Dingen aber auch Gewicht gegeben. Heute bekommen wir fast alles sofort. Ironischerweise suchen viele genau deshalb wieder nach dem, was früher selbstverständlich war: Aufmerksamkeit, Geduld und echte Begegnungen.
Darum würde ich nicht sagen: Früher war alles besser.
Ich würde sagen: Früher war vieles knapper. Und gerade deshalb war manches kostbarer.
Das kann ich nur zu 100 % unterschreiben...
 
Ich stimme dir da 100%ig zu, allerdings darf man nicht vergessen, dass je älter Kinder werden sie immer mehr in die Selbstständigkeit gehen und ihre eigenen Entscheidungen treffen.

Mein Ziel war es immer ihnen vom Kleinkindalter gewisse Werte mitzugeben und vorzuleben.

Werte wie Toleranz, Respekt aber auch Zielstrebigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Ich wollte auch immer dass sie mich als Vater nicht per se respektieren, sondern auch mir gegenüber kritisch sind und alles hinterfragen.

Den Respekt wollte ich mir verdienen.

Das war mir persönlich immer wichtiger als wie sie ihre Freizeit verbringen.

Tatsächlich bin ich stolz auf meine Kinder auch wenn ich in meiner Vaterrolle bestimmt nicht perfekt war und bin.
Jedes Fundament ist nur so stark, wie die Entscheidungen, die später darauf getroffen werden. Mein Mann und ich haben unseren Kindern mit viel Liebe, Herz und nach bestem Wissen und Gewissen ein starkes Fundament mitgegeben. Dass unser Sohn sich trotzdem für die Drogen entschieden hat, bricht uns das Herz. Aber diese Entscheidung konnten wir ihm nicht abnehmen. Irgendwann geht jeder seinen eigenen Weg.
 
Jedes Fundament ist nur so stark, wie die Entscheidungen, die später darauf getroffen werden. Mein Mann und ich haben unseren Kindern mit viel Liebe, Herz und nach bestem Wissen und Gewissen ein starkes Fundament mitgegeben. Dass unser Sohn sich trotzdem für die Drogen entschieden hat, bricht uns das Herz. Aber diese Entscheidung konnten wir ihm nicht abnehmen. Irgendwann geht jeder seinen eigenen Weg.
Nicht nur der Einfluß endet irgendwann einmal, auch die Verantwortung. Das zu akzeptieren ist meist schwer, aber nicht zu ändern. Wichtig ist, dass man ein Fundament mitgibt, was sie dann daraus machen sieht man erst später. Es kommt die Zeit, da ist man im Leben der Kinder nur noch Passagier, bzw. Beaobachter und kann nur hoffen, dass alles halbwegs gut verläuft. Oft kommt dann aber Jahre später auch wieder eine Zeit, in der man wieder zueinander findet. :)
 
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