Berührung, Hingabe und Präsenz

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immer wieder fasziniert mich der Begriff Hingabe, unter dem sehr unterschiedliche Vorstellung subsummiert werden.
auch und gerade im Kontext von Berührung und Präsenz.

Für mich ich dieses Focusiertsein mit all meiner Aufmerksamkeit auf die gegenseitige Interaktion und auf das Neugierigsein des genau in diesem Augenblick sich Entwickelnden das wirklich Spannende, sodass es keinerlei Routine im sexuellen Geschehen geben kann.
 
Für mich hat Hingabe nichts passives. Es bedeutet nicht, dass ich keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen kann. Für mich bedeutet Hingabe (und da kommen wir auch zur Präsenz, zum Da-Sein im Hier und Jetzt) auch die Hingabe an eine bestimmte Situation. Da haben weder Probleme mit den Kindern, Gedanken an die Freundin oder das Nachdenken über die nächste Einkaufsliste Platz. Ich gebe mich in der Situation hin, auch wenn ich führe und der aktive bin. Da sein, präsent sein, sich hingeben, und die Berührung schenke, die grade gut ist. Wenn man sich gut kennt, dann kann es schon sein, dass man routinierter vorgeht, als wenn man sich nicht kennt, aber das ist eben die Vertrautheit, das Wissen um die Lüste des anderen Partners. Bei neuen Partnern ist das noch ein wenig vorsichtiger, forschender, achtsamer, wenn man schon vertraut ist miteinander, kanns schon sein, dass auch mal ein etwas härteres Zupacken vorkommt - aber auch hier immer im Bewusstsein und in der Kontrolle der Situation.

In der passiven Rolle ist Hingabe dann natürlich auch die Hingabe an die Berührung durch den Partner, an das Spüren, was sie grade macht, und auch an das Fühlen, wie das bei mir jetzt im Moment ankommt. Mag ich die Berührung oder mag ich sie doch lieber nicht? Spürt es sich gut an oder nicht? Kann ich mich ganz fallen lassen und mich öffnen, oder ist da noch ein Quäntchen Zurückhaltung? Dann liegts auch daran, das zu kommunizieren, und das gemeinsame Spiel auch ein wenig zu lenken.

Es ist immer ein Geben und Nehmen, ein Spielen mit- und aneinander, das zum Ineinander-Aufgehen in den magischen Momenten führt, die uns so bezaubern und die wir immer wieder suchen...
 
Ich denke, gerade die Vertrautheit ist das Schöne daran, wenn man sich lange kennt. Ich gebe mich dann voll meinem Mann und meinen Gefühlen hin, lass mich schweben auf den Wogen der Lust...
Wenn das beide beherrschen, ergeben sich da ganz besondere, glückselige Momente...

Lg Gitti
 
immer wieder fasziniert mich der Begriff Hingabe, unter dem sehr unterschiedliche Vorstellung subsummiert werden.

hingabe ist für mich auch nichts passives, sondern etwas höchst aktives - auch im genießen. ganz im hier und jetzt sein, in dem positiv aufgehen, was geschieht oder da ist. auch wenn man selber aktiver teil des geschehens ist. "ich widme mich .... mit hingabe."

auch und gerade im Kontext von Berührung und Präsenz.

mit präsenz hat hingabe in meiner vorstellung sehr viel zu tun - eines setzt das andere voraus. mit berührung (aktiv) nicht zwingend - möglicherweise auch mit berührt werden oder mich berühren lassen - nicht nur physisch gemeint.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
für mich besteht es darin die Partnerin zu fühlen, zu riechen und jedesmal aufs neue zu erkunden, egal ob es jetzt so ist das es einen aktiven und passiven Teil gibt oder beide aktiv sind zählt für mich auch das begehrt werden in diesem Moment und das ganze in einer Sinnlichkeit verpackt...
 
immer wieder fasziniert mich der Begriff Hingabe, unter dem sehr unterschiedliche Vorstellung subsummiert werden.
auch und gerade im Kontext von Berührung und Präsenz.

Für mich ich dieses Focusiertsein mit all meiner Aufmerksamkeit auf die gegenseitige Interaktion und auf das Neugierigsein des genau in diesem Augenblick sich Entwickelnden das wirklich Spannende, sodass es keinerlei Routine im sexuellen Geschehen geben kann.
Es existiert hier auch eine Philosophenecke :zzz:
 
für mich besteht es darin die Partnerin zu fühlen, zu riechen und jedesmal aufs neue zu erkunden, egal ob es jetzt so ist das es einen aktiven und passiven Teil gibt oder beide aktiv sind zählt für mich auch das begehrt werden in diesem Moment und das ganze in einer Sinnlichkeit verpackt...

Ja, fühlen, riechen, schmecken...zwei nackte verschwitzte körper, die sich aneinanderreiben und sich mit allen sinnen gegenseitig genießen...
 
Für mich bedeutet Hingabe das Miteinander (die Interaktion) annehmen und (mit)gestalten....Berührung - ja, weit über das rein Körperliche hinaus.
 
Ich denke, gerade die Vertrautheit ist das Schöne daran, wenn man sich lange kennt. Ich gebe mich dann voll meinem Mann und meinen Gefühlen hin, lass mich schweben auf den Wogen der Lust...
Wenn das beide beherrschen, ergeben sich da ganz besondere, glückselige Momente...

Lg Gitti

Da habt ihr recht!
Diese Vertrautheit ist das wichtigste Gut das in einer Beziehung geboren wird. Es ist durch nichts zu ersetzen. Leider merkt man DAS meist erst wenn man sie verloren hat.
 
Hingabe ist mMn für etwas/jemanden Feuer und Flamme zu sein. Im romantischen/sexuellen Kontext bedeutet das für mich keine Hemmungen und keine Scham zu empfinden. Sich fallen lassen können, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, sich nicht verstellen zu müssen ... und jeden einzelnen Moment genießen.
Und das auch zeigen :D
 
Hingabe bedeutet für uns einfach nichts zurück zu halten - dem Partner nichts zu verweigern. Ein sensibler Partner wird auch wissen, wie weit er gehen kann, damit die Partnerin mit ganzer Hingabe folgt - sans retenue...
 
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