Ich lese gerne erotische Geschichten.
Vom Inhalt her interessieren mich Erzählungen, die mit meinen eigenen Phantasien etwas zu tun haben.
Ich habe hier aber auch schon Geschichten weiterverfolgt, wo mich die Handlung selbst gar nicht so sehr interessiert hat:
Bei einer Autorin hat mich fasziniert, daß man richtig spüren kann, wie sehr sie ihren Gedanken freien Lauf läßt, und es genießt ihnen Ausdruck zu verleihen - was sie in Wirklichkeit möglicherweise nicht kann.
Ein Autor wiederum hat so frisch von der Leber weg geschrieben, in einer Sprache, wie es in Österreich vor 40, 50 Jahren üblich war. Habe ich sehr genossen! Irgendwie trübt es die Stimmung, wenn man ständig übersetzen muß ("Ach ja, der meint jetzt nicht die Ohrfeige ...")
Wenn jemand eine Geschichte schreibt, um sie zu verkaufen, muß er/sie natürlich versuchen, ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Für so einen kleinsten gemeinsamen Nenner könnte ich mich nicht begeistern. Mir gefallen eben auch die ausgefalleneren, "schrägen" Sachen.
Wie genau wollt ihr eigentlich den Sex beschrieben haben?
Sehr genau. Damit meine ich nicht "medizinisch" sondern eher "plastisch". Dazu gehört: Was fühlen die Personen, was denken sie, was erregt sie gerade daran?
Und zu guter Letzt: Ich will NICHT lesen, wie sehr sich ein Mann zum Sex überwinden muß. Mir gehen diese Schlappi-Geschichten so auf die Nerven - wo er stundenlang behandelt werden muß mit Techniken, die ich in meinem Leben noch nicht gehört habe, nur damit er endlich Formen annimmt.