Was macht einen "echten" Mann aus?

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
Du hast die Schweißränder am Ultra billig Hemd, dazu eine an den Knien ausgeleierte leicht unterm Arsch hängende Jeans, eine PVC Lederimitat Umhängetasche vom Diskonter, ausgelatschte Kunstlederschuhe und dazu ein Android-Smartphone das in diversen Polka-Schlagern läutet vergessen.
Man könnte noch die leicht fettigen Haare und einen Hauch von Dreck unter den Nägeln anführen. Den Mund-Nase-Schutz trägt der Mann von Format unterm Kinn. Der Geruchsmix aus kaltem Rauch, Schweiß und Axe Deo gehört auch unbedingt dazu.

Du hast die stingadn Socken, die sich über den Ohren ringelnden Haare, die Billigmetallarmbanduhr und die ausgebeulte Jogginghose plus Uralt-T-shirt vergessen!
 
Dieses ""ein echter Mann sein wollen"" ist wohl das Grundübel patriarchalischen Männlichkeitswahns schlechthin. Uns wohl auch nicht überwindbar, solange Männer Testosteron gesteuert sind.
 
Dieses ""ein echter Mann sein wollen"" ist wohl das Grundübel patriarchalischen Männlichkeitswahns schlechthin. Uns wohl auch nicht überwindbar, solange Männer Testosteron gesteuert sind.

Buzzwordbingo :D

Das Patriarchat und das Testosteron sind schuld. Nicht etwa eine Gesellschaft, die alles "typisch männliche" als deppert verbrämt, während Frauen uns erklären, wir wären ja keine richtigen Männer mehr.
 
Buzzwordbingo :D

Das Patriarchat und das Testosteron sind schuld. Nicht etwa eine Gesellschaft, die alles "typisch männliche" als deppert verbrämt, während Frauen uns erklären, wir wären ja keine richtigen Männer mehr.
Und erst diese Rosa-Hemden-Bobos mit ihren sich selbstverdauenden Kaffebechern...

Mich interessiert an dieser Beschäftigungstherapiediskussion, quer durch alles was sich selbst auch nur ansatzweise als Medium bezeichnet, weniger was ein „echter“ Mann sein soll - bzw. Wie eine sich selbst aufgrund subjektiver Wahrnehmung als (soziale) Gruppe/Schicht bezeichnende Zusammenrottung von Menschen ein Individuum als Mann bezeichnet - sonder mehr die Frage „Warum ist jemand mit genuin männlichen Genitalien eigentlich nicht grundsätzlich ein „richtiger“ Mann?“.

Ist eine Frau die nicht mehr menstruiert demnach auch keine „richtige“ Frau mehr obwohl genuin weibliche Genitalien vorhanden sind?
 
die Frage „Warum ist jemand mit genuin männlichen Genitalien eigentlich nicht grundsätzlich ein „richtiger“ Mann?“.

Das wäre dann eher ein ""echter"" Mann in seiner Natürlichkeit. Ein ""richtiger"" wäre einer dem jeweiligen Zeitgeist entsprungener oder dem angepasster Typ. Sowohl äußerlich als auch im Selbstverständnis.
 
Wie definierst du diese „Natürlichkeit“?

Wie du schon geschrieben hast, jemand mit männlichen Genitalien. Mehr nicht. Wogegen "richtig" ( oder eben falsch ) eine Frage des sozialen Verhaltens, bzw. eines bestimmten "so zu seins" ist. Ein "richtiger" Mann zur Nazi-Zeit war ein anderer als zur Hippy-Zeit. ( Nebenbei bemerkt: Schau dir mal heutige Modefrisuren an )

Unter "echt" oder "richtiger" Mann wird in aller Regel der harte Kerl verstanden. Softe Tugenden sind verpöhnt. Männer sind eben meist nicht das was sie vorgeben zu sein. Sie bedienen Klischees und belügen sich und andere. Erst wenn man sie näher kennen gelernt hat, offenbart sich ihr wahrer Charakter.
 
Zurück
Oben