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... in letzter Zeit sehr für Nordkorea interessieren. Das zieht sich eigentlich schon über Jahre hinweg.

Dieses abgeschottete Land gleicht einem Stück von einer anderen Welt.

Der neue Machthaber Kim Jong-un tritt wie sein Großvater Kim Il-sung auf. Volksnah, menschlich, andererseits auch kaltblütig, indem er seinen Onkel (einen hochrangingen General) hinrichten ließ. Dies widerspricht eigentlich dem Konfuzianismus.

Selbst der ehemalige Direktor des CIA stellte sich im Fernsehen die Frage, wie jemand so diametral agieren kann und dieser ehemalige Direktor hatte keine Antwort darauf.

Ich glaube, beim King-Jong-un ist nicht alles geschauspielert, sondern der ist manchmal wirklich so offen. Auf Dauer könnte niemand auf dieser Welt solch eine Schauspielerei aufrecht erhalten. Schließlich lebte er jahrelang in der Schweiz, ging dort zur Schule und war laut seinen Schulkollegen ein sympathischer Kollege, der gerne Basketball und Computerspiele mit ihnen spielte - eben einer wie du und ich.

Jedenfalls möchte er sich von seinem Vater Kim Jong-il abrenzen, denn der hat niemals eine öffentliche Rede gehalten und steht mit der Hungersnot in den 90er-Jahren in Verbindung.

Warum Kim Jong-il nie öffentlich geredet hat? Weil er gestottert hat und dadurch vermutlich sein Selbstbewusstsein extrem litt. Eigentlich ein Armutschkerl. Da wirkt sein Sohn schon um einiges symphatischer, wenn man das so sagen darf.

Eigentlich ist es ja genauso das gleiche Malheur wie bei der DDR. Der Staat und das Volk will anerkannt werden. Da der Staat insgeheim weiß, dass er ein Loser ist, möchte er die Anerkennung halt mit Nachdruck untermauern.
 
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