Was machst du gerade? [Reloaded]

Sehr realitätsfern deine Ansicht.

Du kannst mit Sicherheit davon ausgehen, dass wir noch weit davon entfernt sind.
Solange Frauen immer noch mit den Kindern in Frauenhäuser flüchten müssen ,weil Polizeiinterventionen in den wenigsten Fällen zu Wegweisungen des Täters führen, wird sich daran auch nichts ändern.
Und die Statistik, dass jede dritte Frau in Österreich Gewalterfahrung machen muss, zeigt das auch deutlich.

It's not my job, it's not my business.... und ich wollte es - @Realitätsferne - vor dem Hintergrund eines Plauderthreads auch nicht detailliert kommentieren.
Ein Kommentar - Polizeiintervention, Frauenhäuser, Wegweisungen sind tatsächlich Hilfestellungen und Konsequenzen. Und - soweit ich weiß - gibt es mittlerweile auch verpflichtende Schulungen und Therapiegruppen für gewaltbereite bzw gewalttätige Partner.

Nachdem ich gsd in meinem Familien- und Bekanntenkreis keine mir bekannten gewaltbereiten Personen in ihren Beziehungen kenne, erlaube ich mir auch eine distanzierte Haltung. Mehr wäre nicht glaubwürdig - und die Sozialakademikerin in meiner Beziehung bin nicht ich ;)

Kurzer Nach- und Schlusssatz von meiner Seite her: in meinen mittlerweile 60 Lebensjahren habe ich einiges gesehen und erlebt. Auch die Veränderungen und tatsächlichen Verbesserungen innerhalb von Gesellschaft und Rechtssprechung (meine Großmutter ist noch schuldig geschieden worden, weil sie den prügelnden und trinkenden Mann verlassen hat). Im Vergleich zu den 1960er und 1970er Jahren hat sich sehr viel verbessert. Ja, und das gegen teilweise massive Widerstände.... Und es kann und soll sich noch viel verbessern, kein Widerspruch von mir.

Aber allmählich gönne ich mir Realitätsferne - nicht so sehr wie Biedermann vor seinen Brandstiftern, aber doch...
 
Also sind deiner Meinung nach (in vielen Fällen, wie du schreibst)die Frauen schuld, weil der Mann sich körperlich nicht unter Kontrolle hat?
Korrigiere mich bitte, wenn ich das falsch verstanden haben sollte.
ja... die Möglichkeit besteht... es gibt auch Frauen, die nicht zuhören, narzisstisch veranlagt sind, in einer vorerst ausgewogenen Partnerschaft irgendwann dann unter- bzw. unbewusst eine dominante Rolle übernehmen, den psychischen Druck auf den Partner permanent erhöhen, egal was der Partner dann auch tut, es ist nie richtig oder genug, und nach jahrelangem "Ja, Schatzi, hast eh recht", der Partner mal explodiert, auch ohne gewalttätig zu werden... schwupps ist die Frau in der gewohnten gesellschaftlich anerkannten Opferrrolle und der Mann automatisch der Bösewicht, der weggewiesen wird...
 
ja... die Möglichkeit besteht... es gibt auch Frauen, die nicht zuhören, narzisstisch veranlagt sind, in einer vorerst ausgewogenen Partnerschaft irgendwann dann unter- bzw. unbewusst eine dominante Rolle übernehmen, den psychischen Druck auf den Partner permanent erhöhen, egal was der Partner dann auch tut, es ist nie richtig oder genug, und nach jahrelangem "Ja, Schatzi, hast eh recht", der Partner mal explodiert, auch ohne gewalttätig zu werden... schwupps ist die Frau in der gewohnten gesellschaftlich anerkannten Opferrrolle und der Mann automatisch der Bösewicht, der weggewiesen wird...
In der schnelle kann der Ursprung selten seriös geklärt werden. Bevor was schlimmes passiert ist die Wegweisung des Mannes sicher die effektivste Lösung. Vorausgesetzt es gibt anschließend eine Aufklärung die zu einer Lösung führt. Statistisch gesehen geht halt körperliche Gewalt meisst vom Mann aus und die soll verhindert werden bzw die Eskalation die dazu führt. Das warum ist im ersten Moment eher sekundär auch wenn einer der Partner eventuell ungerecht behandelt wird.
 
In der schnelle kann der Ursprung selten seriös geklärt werden. Bevor was schlimmes passiert ist die Wegweisung des Mannes sicher die effektivste Lösung. Vorausgesetzt es gibt anschließend eine Aufklärung die zu einer Lösung führt. Statistisch gesehen geht halt körperliche Gewalt meisst vom Mann aus und die soll verhindert werden bzw die Eskalation die dazu führt. Das warum ist im ersten Moment eher sekundär auch wenn einer der Partner eventuell ungerecht behandelt wird.
leider ist das so... auch der Medienpräsenz geschuldet bzw der gesellschaftlichen Rangordnung...
 
Gewalt mit Gewalt beantworten hilft auch nicht.
Statt Frauen und Kinder aus ihrem gewohnten Leben zu reißen, müsste es Männerhäuser geben mit genügend Therapieangeboten , wo sie erstmal eine Zeit damit verbringen müssen, zu lernen mit Situationen gewaltfrei umzugehen.
der Gedanke ist gut - aber dafür braucht es eine rechtskräftige Verurteilung. davor kann man dem Mann
leider kaum etwas. eine Wegweisung und ein zeitlich begrenztes Betretungs- bzw Annäherungsverbot kann es geben.

Natürlich hilft Gewalt nichts in solchen Fällen - würde die Zivilgesellschaft genauer hin- statt wegschauen, wäre aber schon viel getan! für gewöhnlich drehen Nachbarn ihren Fernseher einfach lauter, wenns nebenan wieder einmal kracht :-(
 
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