Was erwartet ihr von eurer Ehefrau?

Bitte genau lesen, @Mitglied #613669 schrieb(en): "Monogamie ist ein Hirngespinnst." (Dem stimme ich zu.)
Sie schrieben nicht: Treue ist ein Hirngespinst.
Treue ist unendlich mehr als nur mit einer/einem Sex zu haben. Wer Treue rein auf sexuelle Treue reduziert ist meiner Ansicht nach auf dem Holzweg. Auf die Meinung der Geistlichen (Priester) lege ich in dem Punkt heute keinen Wert mehr, wiewohl ich in jungen Jahren auch einmal r.k. geheiratet habe.
Danke für die Belehrung 👍😉
Wobei ich nicht wüsste, worauf sich Treue anders beziehen sollte, als auf Sex.
 
Gar nix. Nur, dass es während der Ehe so bleibt, wie vorher. Wichtiger war mir, dass wir uns aufeinander verlassen können und uns gegenseitig gönnen können. Sicherlich haben viele eine hohe Erwartungshaltung an die Ehe, vergessen aber dabei, dass es auch schwierige Zeiten geben wird. Und genau diese Zeiten machen die Ehe, die Beziehung, zu dem, was eine gute Ehe ausmacht. Nur schön leben und labern ist nicht schwer. Miteinander reden, das gegenseitige Verständnis aufzubringen, ist die Kunst.
Und dann das Wichtigste. Monogamie ist ein Hirngespinnst, was immer noch Teil der Gesellschaft ist. Wer damit leben will und kann, dem sei es gegönnt. Aber wir für uns sehen da auch ein großes Manko, der Ehe. Wir besitzen nämlich nicht einander, wir ergänzen uns einander. Und dazu gehört für uns auch der offene Umgang mit der Sexualität. Genau das ist für und das Salz in der Suppe. Nicht umsonst sind wir jetzt fast 32 Jahre ein Paar und fast 22 Jahre verheiratet.
Ein Allgemeinrezept für die Ehe wird es trotzdem nie geben, weil jeder eine andere Erwartung daran hat. Wir können nur von uns schreiben.🤗😉
Gratuliere! Und WUNDERSCHÖN, dass es bei so passt! Mein Mann und ich leben monogam und empfinden gerade diese Exklusivität als etwas wunderbares und unendlich intimes....wir hatten auch noch nie den Gedanken, einander zu besitzen oder dieses Anspruch zu stellen....es ist mehr tiefes Grundbedürfnis von uns. Wir sind da einfach anders gepolt als ihr beiden und wichtig ist doch nur, dass man als Paar zufrieden und glücklich ist. Wie schon gesagt, ein allgemein gültiges Rezept gibt es eh nicht.
 
Wenn jemand @Mitglied #456556 kritisiert sollte er/sie nicht vergessen dass die Beiden über 60 Jahre verheiratet sind☝️
Damals gabs noch kein politisches Wahlrecht für Frauen in der Schweiz. In Österreich durften Frauen kein eigenes Konto haben, oder Arbeiten, ohne Zustimmung des Ehegatten,..... - also immer bedenken in welcher Zeit das war in der Schweiz, und das es in Österreich um nix besser war☝️🤷
Trotzdem kann man innerhalb der 60 Jahre doch auch mit der Zeit gehen und muss nicht ewig in der Vergangenheit hängen bleiben. Zumindest was das Frauenbild angeht, das Internet hat er ja schließlich auch gefunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
nur grundsätzlich: eine beziehung ist kein bestellservice! es besteht aus gegenseitigem und freiwilligem geben zweier unabhängiger, freier menschen aus der liebe zum anderen heraus. und jedes "aber" dazu ist schon ein problem. klingt vielleicht hart - aber die gute nachricht dabei: wenn dich jemand einmal wirklich liebt (zum unterschied zur anfänglichen schwärmerei und sexuellem begehren), dann verliert man das durch den anderen nicht so leicht. außer man macht es selber kaputt.
 
nur grundsätzlich: eine beziehung ist kein bestellservice! es besteht aus gegenseitigem und freiwilligem geben zweier unabhängiger, freier menschen aus der liebe zum anderen heraus. und jedes "aber" dazu ist schon ein problem. klingt vielleicht hart - aber die gute nachricht dabei: wenn jemand dich einmal liebt, dann verliert man das durch den anderen nicht so leicht. außer man macht es selber kaputt.
Amen! Das hast du wirklich schön gesagt und es ist absolut wahr!
 
nur grundsätzlich: eine beziehung ist kein bestellservice! es besteht aus gegenseitigem und freiwilligem geben zweier unabhängiger, freier menschen aus der liebe zum anderen heraus. und jedes "aber" dazu ist schon ein problem. klingt vielleicht hart - aber die gute nachricht dabei: wenn dich jemand einmal wirklich liebt (zum unterschied zur anfänglichen schwärmerei und sexuellem begehren), dann verliert man das durch den anderen nicht so leicht. außer man macht es selber kaputt.
Eben. Traurig, dass man sowas immer noch erwähnen muss.
 
das mit der loyalität ist so eine sache: klar, liebe bedeutet "in guten wie in schlechten zeiten". und nicht einmal als gebot/befehl. das rennt ganz von selber. bis zu dem moment, wo jemand aus der falsch aufgefassten loyalität heraus meint "ich kann mich so scheisse verhalten, wie es mir passt - wenn mein partner mich liebt, dann frisst sie/er das auch (und verhält sich zu mir loyal)". genau dann ist es vorbei!
 
Ungeachtet eines unterschriebenen Beziehungsvertrages oder gar nichts Schriftliches, erwarte ich rein gar nichts. Ich versuche lediglich der Mensch zu sein, den mein Gegenüber auch noch morgen liebt und nicht mehr und nicht weniger.

Diese Erwartungshaltung, dass man irgendwelche Verpflichtungen eingehen muss, ist reaktionär. Die einzige Verpflichtung, die man als erwachsener Mensch hat, ist ein positives Vorbild für Kinder zu sein und nein, das müssen keine Eltern sein.
 
das mit der loyalität ist so eine sache: klar, liebe bedeutet "in guten wie in schlechten zeiten". und nicht einmal als gebot/befehl. das rennt ganz von selber. bis zu dem moment, wo jemand aus der falsch aufgefassten loyalität heraus meint "ich kann mich so scheisse verhalten, wie es mir passt - wenn mein partner mich liebt, dann frisst sie/er das auch (und verhält sich zu mir loyal)". genau dann ist es vorbei!
Es ist ja nicht, dass man es von seinem Partner erwartet, es ist die Tasache, das man seinem Partner zur Seite steht, ihm treu ist. Sowas geht in einer funktionierenden Beziehung ohne viele Worte.😉
 
Trotzdem kann man innerhalb der 60 Jahre doch auch mit der Zeit gehen und muss nicht ewig in der Vergangenheit hängen bleiben. Zumindest was das Frauenbild angeht, das Internet hat er ja schließlich auch gefunden.
Darum hat er ja auch von damals geschrieben 🤷 was er von seiner künftigen Ehefrau erwartet hat. 🤷
Und einem über 90 jährigem, der vor über 60 Jahren eine "Zweckehe" eingegangen ist, wirst kein anderes Denken mehr einpflanzen.
Außerdem schreibt er über seine Frau sehr respektvoll, als Mutter, Oma und Gattin. Das sie keine "Sexgöttin" sein wird, wusste er wohl schon vor der (Zweck)Ehe.
 
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