Warum dauernd lügen?

Hallo!

Was macht man mit jemandem, der permanent lügt?
Wie geht ihr damit um?

Aus dem Weg gehen, oder die Person damit konfrontieren funktioniert nicht, schon probiert.
Ich bin allergisch auf solche Menschen.

Bin gespannt, wie ihr damit umgehen würdet.

:winke:
Also ich kenne niemanden, der permanent lügt.
Ein Funken Wahrheit rutscht Jeden einmal über die Lippen.
 
Eben, genau das … es ist scheiße

Ich kann mich jz jeden Tag darüber ärgern und mir den Tag dadurch zermürben …

Oder aber ich finde einen Weg, dass es mich nicht so sehr beeinflusst.

Ich kann nur mein Denken beeinflussen und nicht den Charakter meines Gegenübers - ist doch logisch.
Eben, ich überdenke es nicht mehr...somit beeinflusst es mich nicht.
 
Kommt für mich darauf an worüber und warum jemand lügt.

Wenn jemand seine Bundesheergeschichten ausschmückt dann gehört es fast wie Jägerlatein schon zur Kultur. :D

Dann gibt es noch ein paar Fantasten die gerne ihr Leben in der Erzählung glorifizieren um sich selbst besser zu fühlen. Da empfinde ich manchmal schon eher Mitleid und bleibe trotzdem noch höflich. Mir kann es ja eigentlich egal sein und keiner will schlechter dastehen.

Problematisch wird es dann bei Kompetenzen. Zum Beispiel hat mir ein Freund immer wieder erzählt wie erfahren er beim Überleben in der Wildnis ist, geendet hat die Vorspiegelung falscher Erfahrung in der Notaufnahme. So etwas kann dann schon auch für andere gefährlich werden und noch dazu blamiert man sich.

Wo Lügen dann wirklich nicht mehr akzeptabel sind ist in der Beziehung.
Aber auch da lügen die wenigsten ohne Grund.
Fremdgehen, Alkoholismus, Drogen und Spielsucht oder perverse Neigungen sind da oft ein Hintergrund wodurch jedes Vertrauen zerstört wird.

Ich glaube daraus wird man dann zum notorischen Lügner, entwickelt einen schlechten Charakter und endet auch nicht selten in kriminellen Kreisen.

Daher sollte man schon darauf achten wo die Grenzen sind, ab wann Lügen gefährlich sind oder wo es einfach nur ein paar harmlose Märchen sind.

Vor einigen Jahren habe ich einmal The Life of Washington von Mason Locke Weems gelesen. In den USA kannte früher jedes Kind einige Inhalte und wer hier oft US Serien aus den 80er und 90er Jahren sah war wahrscheinlich auch schon öfter damit konfrontiert.

Kurz zusammengefasst geht es darum dass der kleine George mit seiner ersten Axt einen Kirschbaum fällte. Als sein Vater den Schaden entdeckte war er natürlich wütend und wollte wissen wer der Übeltäter war. Klein George sagte dann er könne nicht lügen und gab die Schuld zu. Damals waren Prügel bei so einem Verhalten noch üblich, der Vater von George war aber so erfreut über die Ehrlichkeit und verzieh George. Im Endeffekt war er sogar stolz auf ihn.

Die Geschichte ist natürlich mehr ein Mythos, aber sie prägte über viele Jahre ganze Generationen und war so auch in den amerikanischen Schulbüchern. Und etwas angespornt davon habe ich vieles im Leben auch einmal überdacht.

Zwar glaube ich nicht dass man ohne Lügen im Leben besser aussteigt, aber man fühlt sich selbst in der eigenen Identität bestätigt und als Mensch gefestigter wenn man es bewusst sein lässt.
 
Beruflich
Aus dem Weg gehen ist leider nicht möglich.
Ich denke, dass TE, das klar defeniert hat.

Wenn man auf einen verlässlichen Informationsfluss und wahre Angaben angewiesen ist, dann ist es existenz- zumindest jobgefährdend unentwegt falsche Informationen zu bekommen, die man erhält auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Auch kollegiales privates Gschichtldrucken, fördert nicht gerade das Vertrauen.

Das stresst enorm.
Da geht es nicht um privates Gschiß. Das ist der Ort wo man die meiste aktive Zeit am Tag verbringt, das ist der Ort an dem man seinen Lebensunterhalt verdient.

Das sind nicht lose oder fester Bekanntschaften, denen man aus dem Weg gehen kann bzw. sie lösen kann.
Die Folgen auf das eigene Leben, können gesundheitlich sowie beruflich einen negativen Einschnitt im eigenen Lebensweg bedeuten.

Soetwas kann sich durchaus in ein äußerst bedrohliches Szenario verwandeln.

Warum die Person lügt, ob spinnert notorisch oder gezielt hinterfotzig, spielt dabei absolut keine Rolle.
Sie bedroht mit steter Unwahrheit und deren Folgen, eine Kollegin.

Ich hoffe, dass sich das Problem mittlerweile gelöst hat.
 
Habt ihr schon bei euch beobachten können, dass von Wahrheiten gute Kräfte ausgehen, während Lügen und Täuschungen sehr an unseren Kräften zehren?
Ich weiß, diese Wirkung ist schwerer nachzuweisen, aber zumindest ist sie logisch nachvollziehbar. Denn folgendes geschieht durch das Denken im Menschen: Er sammelt in seinem Ich Abbilder der Welt und des Lebens, die er mit Gedanken durchdringt und zu erklären versucht. Das sind unsere Erkenntnisse. Hält man nun aber einen Irrtum für wahr, glaubt man an eine Lüge, so trägt man ein falsches Bild von einem Teil der Welt in sich. Das ergibt eine Dissonanz zur realen Welt: Draußen die wirkliche Welt - innen das falsche Abbild.
Die dabei entstehenden Dissonanzen aber stören unsere Gesundheit, unsere Vitalität. Sie führen nicht nur zu falschen Handlungen und falschen Folgerungen, sondern sie führen uns in Dissonanz zur Wirklichkeit. Insofern ist der Wahrheitsgehalt unserer Gedanken über die Welt nicht unbedeutend.
Stimme dir zu. Eine philosophische Frage. Ist unsere "Realität", unser Leben wirklich die Wirklichkeit? Oder sind wir in einer Art "Matrix" gefangen, wo Mensch wie in einem Hamsterrad agiert und glaubt frei zu sein?

Bezüglich Lügen finde ich: Die Wahrheit ist Mensch zumutbar. Egal worum es geht. Da kommt es auf die Empathie und die Art der Kommunikation an.

Aber werden wir nicht überall im großen Stil angelogen? Mensch braucht nur den TV einschalten oder eine Tageszeitung aufschlagen. Wird sich solange nicht verändern, bis Mensch bewusst wird. 1% der Weltbevölkerung reicht und wir haben den "Garten Eden" auf der Erde. Beginnen muss jeder Mensch bei sich selbst.
 
1% der Weltbevölkerung reicht
Ich denke, ich verstehe was du meinst. Der Stein kommt dabei ins Rollen und dabei geht es nicht darum, dass 1% etwas für andere tun. Eher darum, dass Bewusstsein sich selbst erkennt und dadurch kollektiv neue Möglichkeitsräume öffnet.
Im Vedanta/Buddhismus, in der Hermetik und der christl. Mythologie kommt das immer wieder vor.
 
Zurück
Oben