Wann ist es eigentlich cool geworden, extrem dämlich zu sein?

Naja, es ist ein profanes Mittel um Kinder ruhig zu halten.
Geh in ein Restaurant essen. Die meisten Kinder sitzen mit Handy oder Tablet am Tisch 🤷🏼‍♀️

Es war als wir klein waren oft tödlich langweilig im Lokal.... oder ganz schlimm auf den Urlaubsreisen, ganzen Tag in einem kleinen Auto...
Da hab ich bis zu einem gewissen Grad Verständns.
Die Frage ist also weniger wie dumm die Kinder und Jugendlichen heute sind, sondern wie es dazu kommen konnte, dass eine Gesellschaft es nicht mehr aushält Kinder aufrichtig zu begleiten?
War damals besser aber auch weit von perfekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde jetzt nicht alles auf die Jugend abwälzen. Ich kann mich erinnern, als die Erwachsenen in meiner Jugend davon Sprachen, wie das alles weitergehen soll mit den jungen Leuten. Und dies passierte in jeder Generation, die dann die jungen Leute nicht mehr verstehen konnte. Und locker leichtsinniger und gedankenloser waren wir ja in der Jugend ja auch. Natürlich ändern sich die Zeiten und auch der Horizont durch die vielen Einflüsse von außen. Wenn ich zurück denke kamen wir aus unserem Dorf kaum heraus und die Reise in unsere Bezirks Stadt war für uns schon wie eine "Weltreise" in eine Großstadt. Ich denke, man sollte nicht alle verurteilen sondern ihnen die Zeit geben sich selbst zu finden
 
Es war als wir klein waren oft tötlich langweilig im Lokal.... oder ganz schlimm auf den Urlaubsreisen, ganzen Tag in einem kleinen Auto...
Da hab ich bis zu einem gewissen Grad Verständns.

War damals besser aber auch weit von perfekt.
Ich saß als Kind auch viel im Auto bzw. im Zug. Wir hatten halt Spiele in Reisegröße dabei, Lesestoff in Form von Büchern und Magazinen ( Bussi Bär, Bibi Blocksberg..) und natürlich auch Malsachen. Wenn das alles zu fad wurde, spielte man Tiere raten, Kennzeichen raten, Ich sehe was, was du nicht siehst usw. Es brauchte weit mehr Begleitung seitens der Eltern. Es hatte aber den Vorteil, dass da unfassbar viel an Sprachförderung und Wissensvermittlung drinnen steckt.
 
Ich saß als Kind auch viel im Auto bzw. im Zug. Wir hatten halt Spiele in Reisegröße dabei, Lesestoff in Form von Büchern und Magazinen ( Bussi Bär, Bibi Blocksberg..) und natürlich auch Malsachen. Wenn das alles zu fad wurde, spielte man Tiere raten, Kennzeichen raten, Ich sehe was, was du nicht siehst usw. Es brauchte weit mehr Begleitung seitens der Eltern. Es hatte aber den Vorteil, dass da unfassbar viel an Sprachförderung und Wissensvermittlung drinnen steckt.
Hattest du Geschwister - nicht zu grosser Altersunterschied -oder warst ein Einzelkind?

Wir hatten bzw machten das auch alles. Aber auf Dauer hats nicht funktioniert bzw war anstrengend.
Nicht umsonst gibts ja die doofen Witze ......wie lange fahrn wir noch... ?
 
Hattest du Geschwister - nicht zu grosser Altersunterschied -oder warst ein Einzelkind?

Wir hatten bzw machten das auch alles. Aber auf Dauer hats nicht funktioniert bzw war anstrengend.
Nicht umsonst gibts ja die doofen Witze ......wie lange fahrn wir noch... ?
Ich war bis zum 10. Lebensjahr Einzelkind.
 
Ich beschränke die „Dämlichkeit“ nicht auf die Jugend.

Klar kann ich einige Dinge, die die heutige Jugend so treibt, nicht verstehen oder nachvollziehen (TikTok uä), aber war das nicht zu jeder Zeit so (wie grausig fand die ältere Generation damals das yeah yeah yeah der Beatles).

Mir waren zu meiner Jugend andere Dinge wichtiger als der heutigen, aber sie deswegen als dämlich zu bezeichnen, fiele mir nicht ein. Sudern, wie schlecht alles ist und wie gut früher nicht alles war, kann man immer.

Was mir persönlich im Alltag auffällt, daß sich zu wenig mit Kindern persönlich beschäftigt wird, sie oft den Medien überlässt, aber woher soll es auch kommen, viele Eltern sind ja nicht selten auch ordentlich infiziert. Werte haben sich etwas verschoben. Ich habe noch vermittelt bekommen, daß ich selber etwas leisten muß, um mir etwas leisten zu können und dafür auch in mitunter saure Äpfel beißen muß. Work-Life-Balance-Schreie gab es damals noch nicht. Nur die Harten und so…

Mich nerven heutzutage eher andere Dinge wie übertriebener Feminismus, Genderei, jedes Wort auf die Goldwaage legen, eine 2 % Minderheit als 100 % verkaufen, wegen gefühlt jedem Schas eine Therapie machen sollen/wollen uä.
 
Die Jugend war schon immer dämlich, auch wir. *Also die Jugend von heute!* Wer von den älteren kennt diesen Spruch nicht? Aber dämlich ist nicht der richtige Ausdruck, eher .......sie sind anders, genau wie wir es damals waren, wobei der Großteil eigentlich *normal* ist. Was mir oft Sorge bereitet, oder viel mehr, zum nachdenken veranlasst sind diese Chemtrail-Flacherdler-Mondlandungsanzweifler (und mehr). Das zum Teil erwachsene Menschen sind, wo man sich fragt, wieso????? Aber grundsätzlich ist es so: mit wem man nicht auf einer Wellenlänge ist, dessen Gesellschaft ist nicht gewünscht.
 
Das im deutschsprachigen Raum, die Leistungsgesellschaft zum Feindbild wurde, ist bekannt. Für viele dreht sich alles um sich selbst, 'in Therapie sein' gehört zum guten Ton und ist Lebenseinstellung. Man gibt damit an, nichts zu können und ist stolz drauf. Oberflächlich wünschen sich viele 'Quality Time', 'Cosyness', 'Pysical Touch', 'Deep Talk' hahaha und 'Cuteness'. Selbstverständlich alles nicht ernst gemeint - Hauptsache es in englischer Sprache. Sobald ein Gespräch auch nur etwas ins Detail geht, wird ausgestiegen - man ist überfordert, hat eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Soweit, so gut ... all das ist bekannt.

Trotzdem. Selbst bei mir im Fitnessstudio nimmt das alles immer schrägere Züge an. Frauen, die am Laufband eine volle Trinkflasche am Kopf jounglieren, die ihnen kurz danach runter fällt. Man lacht über die eigene Ungeschicktheit. Wiederrum andere, die versuchen rückwärts am Laufband zu laufen, gefährlich stolpern. Eine andere beobachtet das - macht es ebenfalls nach. Als man ebenfalls stolpert, lacht man.

Bin ich einfach bloß zu alt, zu verklemmt, um die Jugend - die Gen Z und Alpha - nicht mehr zu verstehen? Nicht alle - aber viele bekommen ja scheinbar nichts auf die Reihe. Nichts. Und man fühlt sich gut - ist stolz drauf.

Wie geht ihr damit um? Vermeidet ihr Kontakt um euch nicht zu ärgern? Können wir es wirklich ignorieren?
Weißt, ein Stück weit verstehe ich deine Ansichten - ich nutze öffentliche Verkehrsmittel. Manches empfinde ich sogar ähnlich.
Dann aber wieder kommt die Erinnerung, dass manche unserer Altvorderen über uns ganz ähnlich gesprochen haben.

Trotzdem ist aus den allermeisten meiner Generation X etwas geworden.
Wer Kottan ermittelt gut kennt, speziell die älteren Folgen mit Peter Vogel, wird merken, dass der recht tolerant der Jugend gegenüber war.

Andererseits: Die Welt dreht sich immer schneller. Wir wissen noch nicht, welche Auswirkungen social media, die Informationsflut, Desinformation und Globalisierung haben werden.
Nicht nur jeder Stand, sondern auch jede Generation hat ihre Plage und Herausforderungen.
Da beneide ich die jungen Leute von heute wahrlich nicht darum.

Es sei noch gesagt, dass ich kleines Würschtl im Universum mir nicht umhängen lasse, dass ich nachfolgenden Generationen verbrannte Erde hinterlassen habe. Mein Name ist weder Trump noch Putin oder der anderer Bösewichte der Geschichte.
 
Aber grundsätzlich ist es so: mit wem man nicht auf einer Wellenlänge ist, dessen Gesellschaft ist nicht gewünscht.
Diese Spaltung war früher(ad disputandum wann das war) weniger mMn. Da wurde noch miteinder geredet, gegrantelt, geschimpft, aber wenigstens kommuniziert. Heute wird geblockt, ignoriert, ausgeblendet und der eigenen Meinungsblase gefolgt. Ich nehme mich da nicht aus....
 
Diese Spaltung war früher(ad disputandum wann das war) weniger mMn. Da wurde noch miteinder geredet, gegrantelt, geschimpft, aber wenigstens kommuniziert. Heute wird geblockt, ignoriert, ausgeblendet und der eigenen Meinungsblase gefolgt. Ich nehme mich da nicht aus....
Was soll man denn mit jemanden reden, der so weit weg von der Realität ist? Ist doch Zeitverschwendung. Ist im realen Leben nichts anderes.
 
Trotzdem ist aus den allermeisten meiner Generation X etwas geworden.
Ich fürchte nur - es ist nicht ganz vergleichbar und damit begründet. Mittlerweile gehen manche der Gen Z auf die 30 zu. Und noch immer hockt man in der WG oder daheim. Von den Eltern finanziert. Geht in der vielen Tagesfreizeit auf Therapie. Freut sich, nichts zu tun, nichts zu können. Das ist doch ein erheblicher Unterschied zur Generation X und Y.
 
Nicht ganz die selbe Meinung ist auch gut und bietet Basis für eine Diskussion.
Aber mir kommt vor, dass auch das immer weniger passiert. Dafür ist die Polarisierung schon zu stark. In manchen Zeitungsforen ist man mit Etiketten wie Linkslinker und dem N-Wort schon bei kleinen Meinungsunterschieden recht freigiebig.
 
Ich fürchte nur - es ist nicht ganz vergleichbar und damit begründet. Mittlerweile gehen manche der Gen Z auf die 30 zu. Und noch immer hockt man in der WG oder daheim. Von den Eltern finanziert. Geht in der vielen Tagesfreizeit auf Therapie. Freut sich, nichts zu tun, nichts zu können. Das ist doch ein erheblicher Unterschied zur Generation X und Y.
Ist natürlich anekdotische Evidenz, aber in meinem Arbeitsumfeld gibt es Leute dieses Alters mit Biss, die durchaus mehr wollen und sich beruflich reinhängen.
Ab wann beginnt eigentlich die Altersmilde? :)
 
Das im deutschsprachigen Raum, die Leistungsgesellschaft zum Feindbild wurde, ist bekannt. Für viele dreht sich alles um sich selbst, 'in Therapie sein' gehört zum guten Ton und ist Lebenseinstellung. Man gibt damit an, nichts zu können und ist stolz drauf. Oberflächlich wünschen sich viele 'Quality Time', 'Cosyness', 'Pysical Touch', 'Deep Talk' hahaha und 'Cuteness'. Selbstverständlich alles nicht ernst gemeint - Hauptsache es in englischer Sprache. Sobald ein Gespräch auch nur etwas ins Detail geht, wird ausgestiegen - man ist überfordert, hat eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Soweit, so gut ... all das ist bekannt.

Trotzdem. Selbst bei mir im Fitnessstudio nimmt das alles immer schrägere Züge an. Frauen, die am Laufband eine volle Trinkflasche am Kopf jounglieren, die ihnen kurz danach runter fällt. Man lacht über die eigene Ungeschicktheit. Wiederrum andere, die versuchen rückwärts am Laufband zu laufen, gefährlich stolpern. Eine andere beobachtet das - macht es ebenfalls nach. Als man ebenfalls stolpert, lacht man.

Bin ich einfach bloß zu alt, zu verklemmt, um die Jugend - die Gen Z und Alpha - nicht mehr zu verstehen? Nicht alle - aber viele bekommen ja scheinbar nichts auf die Reihe. Nichts. Und man fühlt sich gut - ist stolz drauf.

Wie geht ihr damit um? Vermeidet ihr Kontakt um euch nicht zu ärgern? Können wir es wirklich ignorieren?
Stört dich, dass sie dämliche Sachen machen oder dass sie Spaß dran haben?
Klingt nämlich nach Letzterem :bag:
 
Aber mir kommt vor, dass auch das immer weniger passiert. Dafür ist die Polarisierung schon zu stark. In manchen Zeitungsforen ist man mit Etiketten wie Linkslinker und dem N-Wort schon bei kleinen Meinungsunterschieden recht freigiebig.
Das ist der Nachteil am Internet. Austeilen kann man unbedachter, als wenn man mit jemand Angesicht zu Angesicht diskutiert
 
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