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Gast
(Gelöschter Account)
Darüber hab ich in der letzten Zeit mal wieder besonders intensiv nachgedacht. Der Gedanke, die "Geschichte" irgendwie verändern, nachträglich anders, besser zu machen, hat seine Reize.
Ähm, was soll ich da jetzt drauf sagen? Könnte man es ändern wäre es nicht Geschichte? Ungeschehen und anders machen ist halt nicht drinnen, das ist ja das brutale daran. Fakt ist halt, dass du dasitzen darfst und intensiv nachdenkst - der andere aber nicht. Die Magie der Gewalt: Sie ist asymetrisch - der eine tut es, der andere leidet.
Warum ich zumindest für mich glaube, daß das eher "nach hinten" losgehen könnte: Vergewaltigung und Mißbrauch bedeutet in erster Linie nicht, daß man Angst, Schrecken, Demütigungen erlitten hat. Der eigene Wille wird dabei u.U. zerstört. Das Vertrauen in die eigene Wahrnehmungsfähigkeit. Man weiß nicht mehr, ob der Täter vielleicht Recht hatte. Das findet weniger im Kopf statt, sondern in der Psyche. Ein Teil "solidarisiert" sich mit dem Täter, um das Ganze irgendwie bewältigen zu können. Wenn der Täter aber "richtig" gehandelt hat, dann müssen die eigenen, damit verbundenen Emotionen falsch gewesen sein. So ungefähr. Wenn die eigenen Emotionen aber falsch sind, dann haben diejenigen, die einen für aggressiv, blöd oder sonstwie bezeichnen, das "Recht", einem ihre "Lösungen" überzubraten. Das fühlt sich falsch an, man fühlt sich erneut im Unrecht. Aus meiner Sicht einer der häufigsten Gründe, warum Therapeuten scheitern, sie wollen helfen, und der "Patient" ist so therapieunwillig, daß er (oder sie) nicht kooperiert. -> verstärkt den Input, daß die eigenen Gefühle falsch sein müssen.
Ich habe da eine Hoffnung: Das ganz tief drinnen die meisten Gewalt gegen sich als falsch ansehen. Das kann von mir aus mit Tätersolidarischen Anteilen überlagert sein, kommt aber raus, wenn man sich traut und das Vertrauen hat dazu zu stehen. Das spannende ist dann ja meistens aus welchen Gründen man eher mit anderen fühlt als mit sich selbst.
Das lustige ist ja, sowas ist wie eine stinkende Socke, die kannste auch von innen nach außen, und zurück, und wieder vor, ziehen. Auf der einen Seite steht Täter, auf der anderen Opfer, aber wo war nochmal innen, und wo außen? Ich mag da eigentlich wirklich nicht Relativierungen Vorschub leisten, aber das ist etwas was viele nicht kapieren, dass für manche Leute sowas im Minutentakt wechseln kann.
Da bin ich nicht die Einzige, aber was genau möchtest Du "mir" damit sagen??
Vielleicht ist es auch besser wenn ich es nicht oder nie wirklich verstehen will oder muss.
Bzw. Es nicht nachvollziehbar bleibt...
Ich werds dir, zumindest heute, auch nicht sagen.
Vl würgt er auch eine Frau beim Sex?
Vl zieht er sie auch an den Haaren und reißt sie ihr schon fast büschelweise aus?
Vl knallt er ne Frau auch einfach durch ohne zu fragen "obs eh ned weh tut"?
Sag jetzt nur nicht "MEIN Kind würd das nicht tun"...![]()
Sag das nicht meiner Mama
![]()
ich versteh das hick hack ned.... ich kanns nur nochmal sagen eine
Das Hickhack geht darum, dass die gute Lady relativ explizit anderen Leuten mangelndes Mitgefühl vorwirft, dabei aber übersieht, dass genug Menschen mit Gewalterfahrung auf "der Gegenseite" posten. Außerdem geht sie mir mit ihrer Gesinnung, ich mags nicht Feminismus nennen, am Arsch.
VERGEWALTIGUNG ist etwas gegen den Willen und macht ned geil
D'accord.
Harte und unterschiedliche Praktiken zu verurteilen ist falsch solange es beide wollen!
Sich devot einmal unterwerfend zu fühlen, dass wünschen sich z.B. auch viele Männer. Fragt mal bei den Dominas nach. Dort sind meistens die Herrn Generaldirektoren etc.
Dort werden gestandene Männer zu Würstchen und das gerne.
Sorry, aber das ist bullshit ;-)
Ich würde jetzt nicht so weit gehen zu sagen, das Menschen mit solchen oder ähnlich gelagerten Fantasien krank sind.. ist halt nur für "uns direkt Betroffenen" schwer nach zu voll ziehen oder unverständlich.
Wir wissen was es bedeutet "überlebt zu haben" nur und ich denke diese Gefühl kennst Du auch, wünscht man sich an besonders schlimmen Tagen (besonders in den Anfängen danach) es wäre besser gewesen es nicht überlebt zu haben....
Erst allmählich verliert sich das, aber die fürchterliche Erinnerung die bleibt...
da hilft selbst die beste Therapie nichts, man lernt nur irgendwann damit zu leben.
Es ist halt sehr schwer, gerade bei einem solchen Thema dann objektiv, unvoreingenommen oder mit der nötigen Tolleranz zu aggieren, weil es einfach unvorstellbar ist, das sich Frauen das (ob nun nur gespielt) tatsächlich vom Partner wünschen.
Ich kann Dich verstehen, glaub mir, aber es hilft nicht andere Menschen als Krank zu bezeichnen nur weil sie eine Lebensstil praktizieren den wir nicht verstehen oder nachvollziehen können.
Und viele verstehen eben auch nicht das "Fantasie und Realität" oft nicht nur Hand in Hand gehen sondern viel zu oft wird die "gespielte Fantasie" grausam von der Realität eingeholt.
Welches "wir", welche "überlebenden", welche "betroffenen"? Sag doch einfach, dass du es nicht gebacken kriegst.
Wie dumm kann man eigentlich sein, mit den eigenen Triggern nicht fertig zu werden, und dann solche Diskussionen anzufangen?
Und fällt dir eigentlich auf, dass du die ganze Zeit anderen Betroffenen ihren Umgang mit den eigenen Gewalterfahrungen absprichst? Ich find deinen Umgang ja auch scheiße, aber ich fang auch keinen "Blümchensex ist voll fürn Arsch" Thread an. Aber viel Glück damit die Macht aus deinen Beziehungen und der Kiste draußen zu halten.
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