Vergewaltigungsfantasien????

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Ja eh, wennst du es sagst ... :roll: Aber Ok, wir san ned es Thema.

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War auch ned meine Intention, aber es ist genauso unabänderbar das Selbige Probleme hat die sich ned dadurch lösen werden, wenn weltweit auf Sex verzichtet wird. Und wenn Frau eine gespielte Vergewaltigung geil findet wird der Verzicht drauf real vergewaltigten auch ned das Seelenheil z'rückbringen.

Das hat auch niemand verlangt, und ist auch nicht das Thema. Obwohl ein wenig Abstinenz manchmal auch nicht schaden würde um auch mal "andere Dinge" zu sehen.
Nun und um welches Seelenheil geht es jetzt, das der Frauen mit Vergewaltigungsfantasien, oder das der Frauen die real vergewaltigt wurden???



Eigentlich ned es Thema, daher nur kurz. Kindern Spielzeugrevolver verbieten ist in etwa genauso sinnvoll wie bei 'ner anrollenden Panzerdivison dieser händchenhaltend unter absingen von kumbaya my Lord entgegenzulaufen.

Das denkst Du, aber mit der richtigen "vorbildlichen Erziehung" und einem gewissen Respekt dem menschlichen Leben gegenüber kann oder könnte so einiges erreicht werden.
Nun und in der Regel sind es doch meist "männliche" Befehshaber" die einen Krieg anzetteln,
in den seltensten Fällen Mütter mit Kindern.
Und das ist kein Männerhass sondern irgendwo auch immer "geschichtlich" belegt.




Bitte gerne, samme eh die ganze Zeit und daher kurz aus'n Nähkästchen geplaudert: hatte einige Jahre 'ne gute Freundin - Borderlinerin. Zu deren Selbstverletzungsprogramm hatt regelmässig extrem harter Sex mit irgendwelchen daherg'rennten ONS's g'hört welcher sie nachträglich fix und fertig g'macht hat. Anfangs dachte ich noch gute Worte können helfen, trösten sonstwas. Nada, nix - ned ich, ned ihre Eltern oder ihre Psychologin. Mehr wie zuhören und dich wundern was ned alles gibt kannst bei gewissen menschlichen Marotten ned. Und das 'ne Vergewaltigung tragisch ist ist kein Thema, wird aber nix dran ändern das es Frauen gibt die Selbiges in der Phantasie geil finden. Und denen wird's vor allem wurscht sein ob's dir, deinem Freund oder wem auch immer passt oder eben ned. Und vor allem, deinem latenten Männerhass nach zu urteilen schätz ich mal das die beschriebene Geschichte von dir handeln könnte. Wär dem so such dir professionelle Hilfe, da herin wirst keine finden ... ;)

Weißt Du Tom, dir zu liebe gehe ich noch einmal auf den von dir bei mir so gern angenommen Männhass ein, aber selbst Dich hasse ich nicht, du tust mir nur irgendwo leid.
Ganz ehrlich, und wenn ich mal ganz viel Zeit habe... ach vergiss es, auf das Niveau will ich nicht.
Also, da auch hier meine engsten und besten Freunde meine wirkliche Sitation kennen, und auch mich, wesentlich besser als Du oder auch sonst wer, die das gleiche von mir denken oder glauben zu wissen..
Dies Freunde wissen (im übrigen zum größten Teil Männer) was in meinem Leben abgelaufen ist...
Nun und selbst für die ist es ein Wunder das ich eben "nicht hasse", ja nichtmal die Verantwortlichen.
Weißt Du wie oft ich schon gesagt bekommen habe, "Wenn ich an deiner Stelle gewesen wäre dem hätte ich den ......abgeschnitten..." oder noch Schlimmeres ...
Weist Du wie meine Antwort dann ist: "Wozu, denn wenn ich mir mit sowas die Finger schmutzig mache, mich Strafbar mache, komme ich ins Gefängnis, und mein Sohn steht alleine da.., das ist die Sache nicht Wert."
Er muß sich irgendwann vor einem höheren Richter verantworten.
"Gotte Mühlen malen langsam, aber sicher!".

Also knicke Dir Deinen Männerhass irgendwohin,
Denn die richtigen Männer, hier, die mag ich nicht nur, die schätze ich so gar sehr, einen liebe ich sogar von Herzen und der Rest sind meine liebsten Freunde.
Im übrigen komme ich mit "den richtigen Männern hier" besser klar, als mit Stutenbissigkeit oder zickigen Weibsbildern. Und "möchtegernegomanischemachomäßige" Typen, die mag ich eben nicht so, kann aber mit ihnen irgendwo leben, ich muss sie ja nicht zu mir nach Haus zum Kaffeetrinken einladen.

Liebe Grüße
Sabrina*
 
Das Thema wird nicht verrissen. Du fragst, weil du etwas verstehen möchtest. Du "transportierst" das wie häufig "über Dritte". Das wird zur Kenntnis genommen.

Antworten bekommst du, auch sehr ehrliche, aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Auf diese subjektiven Blickwinkeln hat jeder genau so viel Recht wie du, lediglich das herauszufiltern, was du lesen möchtest.

Mehr, als "das eigene" dazu sagen und vielleicht noch die Eindrücke vermitteln, wie jemand - in diesem Fall du - auf andere wirkt, kann keiner. Du hast die Möglichkeit, das zu ignorieren -dann wird es für dich so richtig sein, weil es DEINE Strategie ist, mit der du klarzukommen scheinst. Für den Fall, daß du weiterhin dich als harmlos-liebe Sabrina, die ständig zu Unrecht hier "verrissen" wird, sehen willst: auch das ist legitim, es ist DEINE Entscheidung.

Ich bin nur nicht gewillt, dabei zuzusehen, wie du andere und deren Wahrnehmungen damit abwertest. Sowas hab ich mir und anderen zu lange angetan, hat mich nicht weitergebracht.

Wie schön, was Du da wieder alles reininterpretierst...
liegst aber wieder mal völlig daneben....
wie so oft....
Es geht hier nach wie vor nicht um mich, sondern um das nicht verstehen können.
Ob Du das jetzt verstehst oder nicht, --- egal---
Und meine Frage war die eines Mannes, der das eben auch nicht nachvollziehen oder verstehen konnte....

Es geht hier nicht um mich... lass endlich meine Wenigkeit da raus.
Ich habe nur den Thread eröffnet um einem Freund eine Antwort geben zu können, die ich selbst "immer noch nicht habe". Vielleicht liest er ja mit, und kann sich die Antwort jetzt selber geben.
Also Mr. G., beim nächsten Mal fragst selbst. (aber nicht wieder mich) :mrgreen:
 
Du gibst dir die Antwort darauf selber , eben weil Frau es nicht real erlebt hat.

Und da diese Fantasie gar nicht mal so selten ist, könnte es auch mit dem Urinstinkt zusammen hängen als der Mensch noch nicht so zivilisiert war.

Welcher Urinstinkt sollte das denn sein? Und bei wem, von der Frau oder dem Mann ausgehend?:shock::fragezeichen:
 
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Da isse wieder, die Moral. :kotzen:


"Wie können normale Frauen, sexuelle Phantasien von einer "erwünschten" Vergewaltigung haben, wie kann sich das eine Frau wünschen oder ausleben wollen, was für die realen Opfer die komplette Zerstörung ihres bisherigen Lebens ist, eine so furchtbare und entsetzliche Tat die an ihnen verübt wird und die für viele ja auch noch im schlimmsten Fall tödlich endet.

Weil es anscheinend für manche Leute geil ist. Was glaubst du was in meinem Kopf manchmal an devoten Filmen abläuft.


Wie kann sich das eine Frau nur aus "sexueller Geilheit" wünschen, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben was das in der Realität für eine Frau die zum Opfer wird bedeutet?“

Ja, sehr unsolidarisch. Mädels, wie könnt ihr nur? Und wer zur Hölle glaubst du eigentlich das du bist? Und woher willst, du wissen, dass Menschen mit Gewalterfahrungen keine Gewaltphantasien haben können?

Lady, ich find dein Posting sowas von zum Kotzen. Schon gestern Abend habe ich mich über dein Posting geärgert, und beim zweiten Mal darüber fliegen platzt mir jetzt echt der Kragen.

Wir können darüber reden ob Edgeplay psychische Gefahren birgt, oder ob das offene Propagieren von härteren Phantasien einen gesellschaftlichen Konsens gegen Gewalt gefährdet und unterminiert. Wir können auch darüber reden, woher solche Phantasien stammen könnten, und wie wir damit umgehen. Aber dein Posting ist für mich mehr oder minder indiskutabel.
 
Soll man sich nun alles was einem gut tut vom Therapeuten erklären lassen???

wenn man(n) bzw. Frau Phantasien hat, welcher Art & Weise auch immer, kann es schon sehr nett sein und (innerlich) gut tun, wenn man sich mit diesen Phantasien professionel auseinandersetz und sich selbst dadurch besser kennen lernt. das hilft einem selbst und auch meist seinem Umfeld in JEDER situation - der Phantasie.....
 
nun - da ist die Frage, wie weit die phantasie der Realität nahe ist...... denn da gibts KEIN Happy End


Darin liegt die größte Gefahr, wenn man versucht, diese Fantasie zu realisieren. Es kann gut gehen, nämlich dann, wenn die Frau ihren Kick hatte und anschließend befriedigt - vielleicht sogar in die Arme ihres Partners oder wie auch immer.

Zuverlässig planbar stelle ich mir schwierig vor, das setzt voraus, daß der "Spielpartner" haargenau weiß, wo die Grenzen verlaufen müssen und sie ggf. aus ihrem "Trip" auch wieder zurückholen kann, wenn's emotional zu heftig wird.

Ich hatte Kontakt mit einem Mißbrauchs- und Vergewaltigungsopfer, die sich regelmäßig von ihrem Nachbarn vergewaltigen läßt. Zu diesem Zweck betrinkt sie sich und schluckt Beruhigungsmittel. Sie findet aus diesem Trip nicht mehr raus, haßt sich dafür. Er scheint zu glauben, ihr auf diese Art helfen zu können.

Von außen betrachtet ist das kein Happy End, sie verharrt in der Opferrolle. Für sie ist das auch kein Happy End, weil sie sich tagsüber dafür haßt und bestraft.

Was soll man machen? Sie ist in therapeutischer Behandlung, dort spricht sie darüber nicht. Ihre momentane "Überlebensstrategie" läßt scheinbar nichts anderes zu. Hab ich in anderen Bereichen über viele Jahre nicht anders gemacht. Rückblickend war's für mich genau so richtig. Ich selbst konnte bestimmen, wann und in welcher Form ich Hilfe will.
 
Du - ich und einige andere können diese Fantasien nicht gnaz nachvollziehen. Gut - aber wenn eine Frau das spielen will und glücklich bzw. befriedigt dabei wird / ist- ja was solls?
Auch wenn wir es jeden Tag tun und meist öfter als und Bewußt ist - sollten wir einfach nicht werten. Viel wichtiger ist es, mit sich selbst kar zu kommen- und da sind leider viele schon überfordert damit.... (auch wieder eine wertung..... hihi)
 
Was soll man machen? Sie ist in therapeutischer Behandlung, dort spricht sie darüber nicht. .

" des warad oba irgendwie sinn der sache......"

wobei es dauert schon ein weilchen, bis man checkt, das die therapie ein im wahrsten sinne des wortes neutraler raum und ort ist, in dem zumindest verbal ALLES sein darf- und der therapeut nicht wertet
 
Ich würde niemals diese Fantasie in realitas erleben wollen!!! Die soll schön dort bleiben, wo sie ist. :)

@Lady: Ich find den Gedanken daran erregend, stimulierend und geil. Ja, aus rein sexuell motivierten Gründen geht mir einer ab! ;) Und ich bin eine Frau,.... :hmm:
Niemand verlangt von dir, BDSM Spielchen zu praktizieren. Ich finds auch geil, wenn mein Mann mich beim Sex schlägt und ich bin kein Opfer. Ich steh einfach drauf und er auch.
Wenn ich jedesmal den Moralischen kriegen würde, wenn ich in der Früh aufsteh (weil es ja auch schon Menschen im Schlaf darennt hat,...) könnt ich ja gleich die Patschn strecken,....:hmm:
Wenn ich Sex habe, dann will ich genießen und keinen moralischen Grundsätzen folgen. UND ich tu niemanden damit weh! Ich geh ja nicht in ein Frauenhaus und erzähl den Damen dort von meinen Vergewaltigungsfanasien.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hatte und habe solche Fantasien selbst, ich kann sie nachvollziehen und ordne sie für mich so ein, daß es für mich stimmig ist.


@Sabrina: ich interpretiere dich in diesem Thread ganz bewußt nicht, sondern antworte lediglich auf das, was du schreibst. Interpretationen sehen bei mir anders aus. Wenn du meine Anmerkungen ablehnst, ist das dein gutes Recht. Vielleicht kann dein Mr. G. damit etwas anfangen. Grüß ihn schön von mir :winke:
 
" des warad oba irgendwie sinn der sache......"

wobei es dauert schon ein weilchen, bis man checkt, das die therapie ein im wahrsten sinne des wortes neutraler raum und ort ist, in dem zumindest verbal ALLES sein darf- und der therapeut nicht wertet


In wessen Sinn der Sache? Vertrauter Horror bleibt zwar Horror, aber der Sprung in das, was andere als "ungefährlich" deklarieren, kann Todesängste bedeuten. Die kann einem keiner von außen nehmen, das muß aus eigenem Bedürfnis heraus gewagt werden, wenn man mit dem aktuellen Horror nicht mehr leben will.
 
Ich hatte und habe solche Fantasien selbst, ich kann sie nachvollziehen und ordne sie für mich so ein, daß es für mich stimmig ist.


@Sabrina: ich interpretiere dich in diesem Thread ganz bewußt nicht, sondern antworte lediglich auf das, was du schreibst. Interpretationen sehen bei mir anders aus. Wenn du meine Anmerkungen ablehnst, ist das dein gutes Recht. Vielleicht kann dein Mr. G. damit etwas anfangen. Grüß ihn schön von mir :winke:
Mit dir redets heut wenigstens - mich ignorierts! :traurig: I soitats vielleicht wieder bled von der Seitn anwichsn,... :mrgreen:
 
Irgendwie reden wir glaube ich aneinander vorbei,
es geht nicht um das Vergleichen....
Sondern "wie kann man (äh Frau) sich ein solch grauenvolles reales Erlebniss, in der Fantasie wünschen"???
Was dann noch schwerer zu verstehen ist, wenn es sogar real erlebt wurde und darunter immer noch gelitten wird....

Weil es Phantasie ist, und nicht Realität. Sogar eine real ausgespielte Vergewaltigungsphantasie ist etwas anderes als eine reale Vergewaltigung. Auf der oberflächlichen Handlungsebene kann da genau das gleiche passieren, aber psychisch fehlt das Moment des Grenzüberschreitens, damit die Introjekte, damit das Trauma.

Ich glaub übrigens jetzt zu wissen was mir an deinem ersten Posting so aufgestoßen ist: Du hast einen instrumentellen Bezug zu Betroffenen. Ohne fritzie jetzt instrumentalisieren zu wollen, fällt mir da auch ihr Posting ein:

Ich finde Beiträge wie Toms vertrauenerweckender als all die "verständnisvollen" Versuche, die meist übergriffig und mehr den Bedürfnissen der "Verständnisvollen" als der der Betroffenen Rechnung tragen.


Darin liegt die größte Gefahr, wenn man versucht, diese Fantasie zu realisieren. Es kann gut gehen, nämlich dann, wenn die Frau ihren Kick hatte und anschließend befriedigt - vielleicht sogar in die Arme ihres Partners oder wie auch immer.

Zuverlässig planbar stelle ich mir schwierig vor, das setzt voraus, daß der "Spielpartner" haargenau weiß, wo die Grenzen verlaufen müssen und sie ggf. aus ihrem "Trip" auch wieder zurückholen kann, wenn's emotional zu heftig wird.

Ja, das birgt die Möglichkeit der Kartharsis, weil es noch einmal mit anderem Ausgang durcherlebt wird. Und damit wird dieser ewige Schleife durchbrochen. Wohlgemerkt: Das ist jetzt keine Empfehlung, das auszuprobieren. Wobei ich es mal eher als Erfolglos einschätzen würde, sind ja andere Menschen, außerdem reduziert es Vergewaltigung damit auf das reine Vergewaltigungserlebnis, und lässt ein bißerl die darauf folgenden Demütigungen und Enttäuschungen außer Acht.




Ich hatte Kontakt mit einem Mißbrauchs- und Vergewaltigungsopfer, die sich regelmäßig von ihrem Nachbarn vergewaltigen läßt. Zu diesem Zweck betrinkt sie sich und schluckt Beruhigungsmittel. Sie findet aus diesem Trip nicht mehr raus, haßt sich dafür. Er scheint zu glauben, ihr auf diese Art helfen zu können.

Von außen betrachtet ist das kein Happy End, sie verharrt in der Opferrolle. Für sie ist das auch kein Happy End, weil sie sich tagsüber dafür haßt und bestraft.

Was soll man machen? Sie ist in therapeutischer Behandlung, dort spricht sie darüber nicht. Ihre momentane "Überlebensstrategie" läßt scheinbar nichts anderes zu. Hab ich in anderen Bereichen über viele Jahre nicht anders gemacht. Rückblickend war's für mich genau so richtig. Ich selbst konnte bestimmen, wann und in welcher Form ich Hilfe will.

Sowas macht mich immer hilflos, wütend und zornig zugleich.
 
Denn die richtigen Männer, hier, die mag ich nicht nur, die schätze ich so gar sehr, einen liebe ich sogar von Herzen und der Rest sind meine liebsten Freunde.
Im übrigen komme ich mit "den richtigen Männern hier" besser klar, als mit Stutenbissigkeit oder zickigen Weibsbildern. Und "möchtegernegomanischemachomäßige" Typen, die mag ich eben nicht so, kann aber mit ihnen irgendwo leben, ich muss sie ja nicht zu mir nach Haus zum Kaffeetrinken einladen.
Geh bitte.... wieviel, außer ein paar Zeilen, kennst Du von den meisten Leuten hier? :roll:

Schön, dass es "richtige Frauen" wie Dich gibt... :roll:

Aber ja.... Du hast Recht!

Jetzt geh ich wieder leben und leben lassen, helfe, wo ich mag und denke, dass es nötig ist, hänge mein Wohltätertum (wenn ich denn mal eines habe) nicht an die große Glocke und lass andere ihr Leben und ihre Phantasien für sich haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das birgt die Möglichkeit der Kartharsis, weil es noch einmal mit anderem Ausgang durcherlebt wird. Und damit wird dieser ewige Schleife durchbrochen. Wohlgemerkt: Das ist jetzt keine Empfehlung, das auszuprobieren. Wobei ich es mal eher als Erfolglos einschätzen würde, sind ja andere Menschen, außerdem reduziert es Vergewaltigung damit auf das reine Vergewaltigungserlebnis, und lässt ein bißerl die darauf folgenden Demütigungen und Enttäuschungen außer Acht.


Darüber hab ich in der letzten Zeit mal wieder besonders intensiv nachgedacht. Der Gedanke, die "Geschichte" irgendwie verändern, nachträglich anders, besser zu machen, hat seine Reize.

Warum ich zumindest für mich glaube, daß das eher "nach hinten" losgehen könnte: Vergewaltigung und Mißbrauch bedeutet in erster Linie nicht, daß man Angst, Schrecken, Demütigungen erlitten hat. Der eigene Wille wird dabei u.U. zerstört. Das Vertrauen in die eigene Wahrnehmungsfähigkeit. Man weiß nicht mehr, ob der Täter vielleicht Recht hatte. Das findet weniger im Kopf statt, sondern in der Psyche. Ein Teil "solidarisiert" sich mit dem Täter, um das Ganze irgendwie bewältigen zu können. Wenn der Täter aber "richtig" gehandelt hat, dann müssen die eigenen, damit verbundenen Emotionen falsch gewesen sein. So ungefähr. Wenn die eigenen Emotionen aber falsch sind, dann haben diejenigen, die einen für aggressiv, blöd oder sonstwie bezeichnen, das "Recht", einem ihre "Lösungen" überzubraten. Das fühlt sich falsch an, man fühlt sich erneut im Unrecht. Aus meiner Sicht einer der häufigsten Gründe, warum Therapeuten scheitern, sie wollen helfen, und der "Patient" ist so therapieunwillig, daß er (oder sie) nicht kooperiert. -> verstärkt den Input, daß die eigenen Gefühle falsch sein müssen.



Sowas macht mich immer hilflos, wütend und zornig zugleich.

Ja, tut's. Aber machen kannst nichts, das eigentliche Verbrechen hat ja bereits stattgefunden, daran läßt sich nichts mehr richten.

Es ist trotzdem falsch zu denken, man könnte sowas "nie wieder" loswerden. Dauert zwar, ist mühsam, aber man kann vieles loswerden. Oder eben so bewältigen, daß man nicht mehr ständig darunter leidet. Das geht.
 
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