Das denkst Du wahrscheinlich richtig.
Die Frage, die sich mir stellt: warum muss man alles verstehen wollen? Es reicht doch in aller Regel aus, wenn man die Neigungen und auch die Fantasien anderer Menschen akzeptiert und respektiert,auch wenn man selbst - in Ermangelung dieser Neigung - wenig bis nichts damit anfangen kann.
Falls Du mein Eingangsposting richtig gelesen haben solltest, die Frage zu diesem Thema stammt nicht von mir sondern einem Mann der das auch nicht nachvollziehen konnte.
Erst diese Frage hat mich (weil ich mich damit auseinandersetzen "mußte", auf diese Problematik die ich damit hatte, gebracht).
Und ob es wirklich eine "Ermangelung" ist nicht die Neigung zu haben "Gewalt und Schmerz" beim Liebesakt als wünschenswert zu erachten, lasse ich einfach mal dahin gestellt. Wer das mag (oder es braucht, soll es ausleben), nur muß ich es trotzdem nicht verstehen oder nachvollziehen können.
Nun und mir hat man beigebracht zu fragen, wenn man etwas nicht versteht oder nicht nachvollziehen kann, denn es gibt keine "dummen Fragen" nur "dumme Antworten".
Dass Du Dich "tagelang mit dieser Frage herumquälst", nehme ich Dir nicht ab. Falls Du es trotzdem tun solltest,dann würdest Du die dafür aufgewendete Energie besser dafür nutzen, an Deiner Toleranz zu arbeiten. Das würde Dich auch der Notwendigkeit entheben, etwas verstehen zu müssen, um es akzeptieren zu können.
Möchte der Herr wieder unter die Gürtelinie gehen?? Dumm! Denn es geht nicht um mich! Und was Du annimmst ist mir so schnurz wie der berühmte Sack Reis der gerade in China umfällt.
Das ist eigentlich kompletter Nonsens. Das Thema der Vergewaltigungs-Fantasien wird im BDSM-Unterforum immer wieder mal angesprochen, sowohl von Frauen als auch von Männern. Und dabei herrscht zumindest über einen Punkt Übereinstimmung bei den Anhängern wie auch bei den Kritikern solcher Fantasien: alleine die Einvernehmlichkeit einer solchen gespielten Vergewaltigung schließt ja aus, dass man tatsächlich von einer Vergewaltigung sprechen kann, und dass sich solche Fantasien letztendlich in etwas härterem Sex verlaufen.
Siehst Du, daher hatte ich ja auch die Moderatoren gebeten wenn das Thema hier falsch ist in den entsprechenden Bereich zu verschieben, nur in das BDSM Unterforum gehe ich nicht, weil das einfach nicht meine Welt ist. Jedem das seine...
Versteh' mich ned falsch - ich kann mich mit solchen Fantasien auch ned anfreunden, und aus meiner persönlichen Wertewelt heraus finde ich sie sogar bedenklich. ABER: sexuelle Fantasien wohnen in jedem Menschen, sie werden je nach Neigung verschieden geartet sein, und ich werde sie nicht immer verstehen oder nachvollziehen können. Ich würde aber eher dafür kämpfen, dass jeder Mensch seine Fantasien haben darf, als dass ich ihn auf Grund seiner Fantasien als "nicht normal" bezeichnen würde - so wie Du das ja durch die Form Deiner Fragestellung tust.
Ich habe niemanden als "nicht normal" bezeichnet und ich habe auch niemandem angeraten einen Therapeuten oder Psychodoc aufzusuchen, da mußt Du aber gehörig was verwechselt haben.
Und nochmal, ich habe mir diese Frage bis vor ein paar Tagen (überleg, vor 5 Tagen glaube ich) nicht mal gestellt, weil ich bis dahin nicht mal eine Ahnung hatte das es "derlei Fantasien gibt", mag aber daran liegen, das ich mich noch nie mit dieser BDSM Schiene auseinander gesetzt habe und es auch nicht wirklich möchte.
Daher war ich auf die "unvorbereitete Frage" meines Bekannten einfach überfordert.
Daraus kannst Du mir jetzt gerne wieder einen Strick drehen, wenn Du magst.
Das ist mir viel zu schwammig. Kein Mensch, der nicht selbst Opfer einer Vergewaltigung geworden ist, wird auch nur im Ansatz verstehen können, was eine Vergewaltigung für ein Opfer bedeutet. Wir alle wissen nur, dass es eine extrem schlimme Erfahrung ist, weil wir bei anderen Menschen sehen, welche psychischen Folgen es für Vergewaltigungsopfer haben kann. Und ich spreche bewusst von Menschen, denn es werden ja nicht nur Frauen sondern auch Männer zu Opfern sexueller Gewalt, und ich denke einmal davon ausgehen zu können, dass es für jene eine genau so große psychische Verletzung ist.
Stimmt und ich war ein Opfer innerhalb meiner Ehe, und ich arbeite täglich mit den Opfern,
ich weiß wovon ich spreche und ich weiß wie es ist wenn der Täter nicht bestraft wird...weil den Opfern nicht geglaubt wird.
Ich wäre vorsichtig etwas zu behaupten wenn ich die Situationen nicht kenne. Und du hast Recht, auch Männer werden Opfer von Gewalt, in der Regel schon sehr Früh als Kinder oder Jungendliche, aber leider auch meistens durch ....(ich sags nicht aber denken kann es sich jeder) Nur gerade Jungen haben ein großes Problem das auszusprechen oder sich zu offenbaren (was ihnen angetan wird oder wurde) weil gerade die männliche Vergewaltigung immer noch "zu sehr todgeschwiegen" wird.
Aber ich denke auch hier ist der Unterschied, sich das in der Fantasie zu wünschen, oder es real erleben zu müssen, genau so groß.
Und "ich" muss wiederum nicht verstehen wenn sich "Männer dann diese Art von Gewalt auch wünschen".