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Gast
(Gelöschter Account)
Ich versteh den Sinn nicht ........bzw. die Argumentation wie es wild-Fee schon sagte..............
Doch, einen Sinn darin sehe ich schon, wenn ich auch nicht GR79 Meinung teile, zumindest nicht uneingeschränkt.
Es kann zu echter Todesangst, Demütigung, Re-Traumatisierungen kommen. Ich kenne den von ihm zitierten Film nicht, nur so viel: einen solchen Film zu sehen ohne im Vorfeld die Handlung zu kennen hätte das Potential, einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Sprich: Erlebtes, vielleicht auch Verdrängtes sozusagen neu zu erleben. Das kann passieren. Allerdings (zumindest für mich war das so): es gibt nahezu nichts, was nicht einen ähnlichen Effekt haben kann: Gerüche, Geräusche, eine bestimmte Art zu gucken, "Déjà vus" und eben auch gespielte Szenarien.
Sie sind also mit Vorsicht zu genießen, besonders wenn der Hintergrund für solche Phantasien oder Rollenspiele tatsächlich erlebte Szenarien sind.
Aber so, wie es heute nur noch wenige Schlüsselreize gibt, die mich berühren können (man kann die abarbeiten, ich bin nicht der Auffassung, daß die vielbefürchteten "Trigger" nur negativ zu sehen sind. Sie haben mir immerhin die Chance geboten, mich ihnen unter neuen, sichereren Bedingungen zu stellen - die Psyche ist schlau genug, einem nicht mehr als erträglich zuzumuten, zumindest meine Erfahrung. Voraussetzung auch hier: Selbstbestimmung).
Bezug zu solchen Rollenspielen, Phantasien, wie auch immer hat Alois_I_A mit seinem Vergleich bzgl. Höhenangstphantasien schon angedeutet, deckt sich mit meinen Erfahrungen: man kann sich als erwachsener Mensch dem Horror stellen im Wissen, daß die Situation heute anders ist als die ursprünglichen Traumata. Man sollte das nicht leichtfertig tun, wenn man unsicher ist, macht's Sinn, die Finger davon zu lassen, das eigene Bauchgefühl ist nämlich auch ziemlich schlau. Es stimmt aus meiner Erfahrung und Überzeugung NICHT, daß Trigger, Flashbacks wie von GR79 angedeutet Leben unwiederbringlich zerstören, das können sie nicht.
Wenn da nur der geringste Zweifel bliebe, wäre ein Leben unwiederbringlich zerstört und mit ihm alle Leben in dessen/derer Umgebung würde beeinflußt.
Was zerstörerisch wirkt, ist das bereits überlebte Trauma. All die vielen Flashs können sich wie die ursprünglich erlebten Traumata anfühlen, deswegen machen sie Angst, deswegen versucht man sich meist (nicht alle tun das) mit allem dagegen zu wehren, was nur geht. Wenn die Psyche nicht imstande wäre, aus neuer, sicherer Position heraus diese Dinge ertragen, durchschauen und bewältigen zu können, ganz egal, wie schmerzhaft sie sind, würde sie einen Weg finden, sie im verdrängten Schutzraum zu lassen.
Daß man damit nicht leichtfertig rumspielt sollte trotzdem klar sein, Streichhölzer in Kinderhand können Großbrände auslösen. Leute, die sich selbst und/oder ihre Partner nicht genügend einschätzen können, wären besser beraten, die Finger von sowas zu lassen.
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