"Unvernünftig sein"

Tausendmal ja. Unvernünftig sein, raus aus der Komfortzone lässt mich erst so richtig das Leben spüren. Immer nur der gleiche Trott macht ausgelatschte Wege und man sieht das schönste Paradies um einen herum nicht mehr, wenn man es täglich aus dem gleichen Blickwinkel betrachtet. Etwas wagen ohne darüber nachzudenken, was die anderen dazu sagen könnten, priceless.

Nicht das schwarze Schaf ist anders, die weissen sind alle gleich.
 
super formuliert, jetzt fühle ich mich auch verstanden....genau darum geht es mir auch.... dies "alten Pfade" zu verlassen und neues zu finden das auch für beiden Passen kann und Lebendigkeit wieder in den Alltag bringt.
 
super formuliert, jetzt fühle ich mich auch verstanden....genau darum geht es mir auch.... dies "alten Pfade" zu verlassen und neues zu finden das auch für beiden Passen kann und Lebendigkeit wieder in den Alltag bringt.
hmm ... :hmm: ... wäre vielleicht Tantra etwas für Euch beide?
Wie auch immer, ums miteinander reden wirst Du nicht herumkommen!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ok...da es ja schon ein paar verstanden haben oute ich mich jetzt als das offensichtlich nicht hellste licht im hafen! :verwirrt:

also für mich selbst langsam zum mitschreiben:

du suchst hier wege oder inputs wie du es schaffst, mit deiner frau so eine beziehung führen, dass dich besagte hochzeitsdame nicht so in den bann gezogen hätte?

oder du auch mit deiner frau neue wege zu gehen dass du zb keine massage-. oder blowjob dates suchst musst?

also der ruf nach dem frischen wind in einer langjährigen beziehung???
 
Unvernünftig sein, finde ich fast etwas falsch formuliert. Unvernünftig wäre für mich zb mit einem ONS ohne Gummi zu schlafen oder seine Sicherheit oder gesundheit zu riskieren. Das ist überhaupt nicht meines.

Etwas verrücktes und ausgeflipptes machen? JA, da bin ich dabei. Alltagstrott lässt sich eh nicht vermeiden. Aber ich will LEBEN, solange ich lebe :D. Nicht nur Alltag, nur Langweile. Ich gönne mir regelmäßig Dinge, die sich lebendig anfühlen und die ich liebe. Auch in Bezug auf sexuelles.

Ja, manchmal ist es schwierig, da fair zum Partner zu bleiben, vor allem wenn er nicht so starke Bedürfnisse nach Abenteuern hat. Aber wir haben das nun ganz gut geregelt und gönnen uns gegenseitig den Spaß. Für mich wäre eine monogame Beziehung einfach nichts. Ich habe es lange genug versucht und bin doch immer wieder fremd gegangen oder habe gelitten. Es ist so befreiend, wie es jetzt ist.

Also ja klar, ich will was erleben. Mit meinem Partner aber wenn es passt gerne auch mit anderen. Das sind so tolle, wertvolle Momente und gar nicht nur auf Sex bezogen.
 
"Unvernünftig" war zum Beispiel meine Anmeldung hier beim Erotikforum. Oder kann das jemand von Euch mit Vernunft erklären?
 
ja zb. haben wir uns zu einem Tantra Seminar angemeldet und wir praktizieren das auch immer wieder....kann das nur empfehlen.....
Es geht nicht nur um Praktiken die reizvoll sind sondern auch um gemeinsame Entwicklung als Paar oder wenn jemand Single ist auch aus dem alten Trott oder alten Mustern mal auszusteigen und Neues zu probieren. So wie Pummelblümchen sagt mal etwas ausgeflipptes machen aber im beiderseitigen Einverständnis. Bezüglich Sexualität sowieso nur mit Schutz.… Gesundheit hat absoluten Vorrang...
 
Ich meine damit auch Entwicklungsschritte die einem auch als Paar wieder eine Herausforderung bieten

Das ist sicherlich schwieriger, denn man kennt sich und bei gewissen Dingen sagt man sich vielleicht „da macht sie nie mit“ oder „er ist nicht der Typ dafür“. Aber oftmals täuscht man sich vielleicht auch, also wie schon andere gesagt haben, sollte man miteinander reden.

Eine andere Möglichkeit wäre, wenn man sich nicht traut etwas offen anzusprechen, eine Wunschliste zu führen. Jeder schreibt 10 Dinge auf, die er mal unbedingt machen möchte... muss ja nicht alles was mit Sex zu tun haben. Einfach mal Dinge, die man gemeinsam erleben möchte. Und dann schaut man gegenseitig die Liste an und redet darüber, bis man etwas findet, worauf beide Lust haben und es dann auch umsetzen möchten.

Eine andere Variante wäre, die Punkte auf jeden Fall umzusetzen, egal ob sie beiden gefallen. So ist man gezwungen mal seine Komfortzone zu verlassen und probiert etwas aus, was man zuerst vielleicht von Vornherein abgelehnt hätte. Natürlich in erträglichen Maßen. Niemand sollte ernsthaft zu etwas gezwungen werden, womit er sich nicht wohl fühlt. Zumindest aber mal ausprobieren.
 
wie wahr nur manchmal ist es sehr schwierig aus diesem Karussell rauszukommen mit den ganzen Emotionen und Bedürfnissen beider Partner

...das Karussell impliziert, dass man in der Kabine eingefangen ist, ein Ausstieg obliege äußeren Kräften:l

...ich stelle mir lieber ein Boot vor:)

...eigentlich, hmmm, falls beide Parner sich auch eigenständig entwickeln, so wird Erneuerung auch einen immerwährende Begleiter im gemeinsamen Leben:l ...jedoch wenn man dieses Bedürfnis nach emotionellen Kick empfinden würde, würde ich meine Vorstellungen von Glücklichsein für mich überdenken, welche Sachen ich noch als aufregend empfinden könnte und das mal mit dem Partner abchecken:l...so viele Abenteuer warten da draußen:)
 
Kennt ihr das auch, der Wunsch nach Veränderung wird größer und man will aus dem gewohnten Alltag ausbrechen und etwas neues erleben. Das kann innerhalb des Beziehungsalltags passieren, und mit dem Partner etwas neues probieren, oder auch als Single. ein kleines Beispiel...Ich habe vor kurzem auf einer Hochzeit eine Dame kennengelernt und es ist sowas wie ein Funke spürbar übergesprungen. Wenn ich meinen Bedürfnissen und Impulsen gefolgt wäre hätte ich das vertieft....Die Vernuft sagt mir das geht nicht meine Frau würde das verletzen.... oder etwas machen das wieder Herzklopfen erzeugt...Gefühl versus Gehirn
Nur zu gut, habe das einmal erlebt, steigerte sich von von Gleichgültigkeit bei der ersten Begegnung in etwas unbeschreibliches.
Ich will da jetzt nicht für damals aussestehende sprechen, aber ich bin mir sicher daß der funkenregen und die Blitze auch für die sichtbar waren.
Ich habe mich für meine entschieden, sie weiß von dieser Episode, kann sie auch war rein platonisch, nicht ein Kuss, und war trotzdem sehr schön!
 
Kennt ihr das auch, der Wunsch nach Veränderung wird größer und man will aus dem gewohnten Alltag ausbrechen und etwas neues erleben. Das kann innerhalb des Beziehungsalltags passieren, und mit dem Partner etwas neues probieren, oder auch als Single. ein kleines Beispiel...Ich habe vor kurzem auf einer Hochzeit eine Dame kennengelernt und es ist sowas wie ein Funke spürbar übergesprungen. Wenn ich meinen Bedürfnissen und Impulsen gefolgt wäre hätte ich das vertieft....Die Vernuft sagt mir das geht nicht meine Frau würde das verletzen.... oder etwas machen das wieder Herzklopfen erzeugt...Gefühl versus Gehirn
Und wie ging es dann in dieser Hinsicht bei dir seit letztem Jahr weiter?

@Mitglied #46823 gerade auch, weil du ja im Profil drin stehn' hast: "aber ich versuch mir selbst treu zu bleiben."
 
Wenn man von Berufs oder gar von Amtes wegen vernünftig sein muss, ist die Versuchung gross in der Freizeit auszubrechen, und wenn man als Vater ein Vorbild sein sollte, muss das sogar im Geheimen geschehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Frauen ist das offenbar anders.

Auch nicht. :D

Es gibt mehr als genug Frauen, die ihre Gelüste heimlich ausleben. Ich würde das nicht am Geschlecht festmachen.


Zur Eingangsfrage: was ist schon "vernünftig"? Sehr vieles von dem, was ich in meinem Leben so fabriziert habe, war alles andere als vernünftig. Ob etwas, was ich will, vernünftig ist entscheide ich u.a., indem ich abwäge, ob andere Dinge, die mir wichtig sind, dabei über Gebühr strapaziert oder verletzt werden - beispielsweise, wenn ich Dinge will, von denen ich weiß, daß sie meinen Partner verletzen könnten.

Sehr vieles von dem, was ich will oder tue, scheint auf den ersten Blick nicht "vernünftig" zu sein, bei näherer Betrachtung stelle ich oft genug fest, daß sogenannte "Vernunftgründe" nix weiter als unhinterfragte Hindernisse sind. Beispielsweise wenn ich mich frage, was andere von mir denken könnten, wenn bekannt würde, daß... Je älter ich werde, desto weniger relevant sind solche Gedanken. Meinen Platz im Leben habe ich und muß ihn nicht mehr unter Beweis stellen, ergo kann ich mir auch mehr "Unvernunft" leisten (und handle damit vernünftig: in jungen Jahren muß diese eigene Position innerhalb der Gesellschaft meist erst noch gefunden und etabliert werden, wenn man sich darin wohl fühlen will).

Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Unvernünftig ist es, Risiken zu vermeiden statt sie bewußt einzugehen. Wenn ich etwas riskiere und damit auf den Schnabel falle, sollte man sagen können: "Das war's mir Wert". Wer das kann, handelt vernünftig.
 
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