Unberührbare Dominanz

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Ist das für euch Bedingung? Vorstellbar? Unvorstellbar?

Für mich war es lange Zeit einfach nicht vorstellbar, ohne Lust freut es mich ja nicht zu spielen und meine Befriedigung zumindest im Anschluß in ein Spiel gehörte für mich dazu....

Aber... mit zunehmender Erfahrung und Intensität wird es für mich immer schwieriger.... nicht das ich dann nicht kann aber die emotionale Erschütterung ist dann enorm....

`Geht es anderen auch so? Oder ist das kein Problem für euch? Oder stellte sich die Frage so und so nie?
 
In der Hoffnung, die Frage richtig verstanden zu haben ;): Ich spiele gerne im Sinne von Rollenspielen. Man vereinbart zuvor ein Szenario, der Rest ergibt sich, wenn alle Beteiligten die Rolle tatsächlich spielen. Eine "Unberührbare Dominanz" war bis jetzt nicht dabei. Diese wäre wohl relativ aufwändig (damit meine ich das Umschalten und dabei bleiben im Kopf). Das geht m.E. besser in einer 24/7-Beziehung, die ich so nicht führe und auch nicht wollen würde.
 
Ich kann dies nur aus der Gegensicht beantworten und ich bin mehr als froh darüber, dass ich das Glück hatte, mich mit so einem Typ Mensch bisher nicht auseinandersetzen zu müssen...
Ich schätze Menschen die zu ihren Gefühlen in aller Konsequenz stehen und diese auch ausleben können.
Nicht umsonst habe ich die Beschreibung in meinem Profil gewählt... wenn beide sich für den anderen öffnen, kann etwas Wunderbares daraus entstehen.

Emotinale Erschütterung gehört für mich dazu... alles andere kommt für mich nicht in Frage... die einen stoppen hier weil sie meinen an ihrer persönlichen Grenze zu sein, die anderen gehen weiter , erfahren und genießen...
 
Ja, als Sub ist es ja auch gut so.....

Nur als Top ist es halt weniger gschmeidig wenn man dann ...lost in space herumtrudelt und halt sucht.... verwirrt Sub meistens ;)
 
Man kann auch als Top durchaus gefühlvoll sein, ohne gleich den Kopf zu verlieren...
Wirklich Liebe empfinden und sich dennoch nicht komplett in der Situation verlieren...
Ich finde es sehr schwer zu beschreiben.
Aber sich bewusst abzugrenzen und alles zu unterdrücken versuchen, halte ich nun einmal nicht für zielführend und auch nicht für notwendig.
Wenn nicht direkt im Spiel, darf sich der Top auch gerne in anderen Situationen verlieren... es ist immer ein Gebem und ein Nehmen - von beiden Seiten - die ohne einander nicht können und nicht das wären was sie sind.
 
Man kann auch als Top durchaus gefühlvoll sein, ohne gleich den Kopf zu verlieren...
Wirklich Liebe empfinden und sich dennoch nicht komplett in der Situation verlieren...
Ich finde es sehr schwer zu beschreiben.
Aber sich bewusst abzugrenzen und alles zu unterdrücken versuchen, halte ich nun einmal nicht für zielführend und auch nicht für notwendig.
Wenn nicht direkt im Spiel, darf sich der Top auch gerne in anderen Situationen verlieren... es ist immer ein Gebem und ein Nehmen - von beiden Seiten - die ohne einander nicht können und nicht das wären was sie sind.

Ich finde du hast es sehr schön beschrieben. Sicher gibt es verschiedene Formen solcher Beziehungen, ich selber könnte es mir ohne Liebe aber auch nicht vorstellen, ja es würde mich wahrscheinlich gar nicht erst reizen. Erst die psychische Nähe zueinander macht für mich letztlich den Reiz aus.
 
Wenn Top das kann, gefühlvoll zu sein ohne den Kopf zu verlieren ist es ja toll :)

Und genau darum geht es mir ja.... Ich werde sehr dünnhäutig dabei und ich denke ich bin dabei ....gefühlvoll :)

Und wenn ich es dann dabei belasse und einfach nur kuscheln im Anschluß ist das perfekt....

Wenn aber dann auch eine körperliche Vereinigung folgt... dann neige ich zum Kopf verlieren... und deshalb die Überlegung ob diese "unberührbare Dominanz" darin gründet um bei sich bleiben zu können
 
Wenn Top das kann, gefühlvoll zu sein ohne den Kopf zu verlieren ist es ja toll :)

Und genau darum geht es mir ja.... Ich werde sehr dünnhäutig dabei und ich denke ich bin dabei ....gefühlvoll :)

Und wenn ich es dann dabei belasse und einfach nur kuscheln im Anschluß ist das perfekt....

Wenn aber dann auch eine körperliche Vereinigung folgt... dann neige ich zum Kopf verlieren... und deshalb die Überlegung ob diese "unberührbare Dominanz" darin gründet um bei sich bleiben zu können


Es geht ja auch letztlich um Gefühle, die bei beiden entstehen. Ich bin mir nicht sicher ob ich ganz verstehe, was du mit "den Kopf verlieren" meinst...
 
ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll....

Mal einen Versuch. Ich sehe mich ja eher als sowas wie Pilot und Flugbegleiter.... Oder Tandemparagleiter trifft es vielleicht besser....ich will Sub und mich zum fliegen bringen. Pures, instinktives Interagieren, ohne Kopfkontrolle, nur aus dem Bauch heraus... ich will und suche die Hingabe von Sub.

Aber Karma is a bitch.... als Pilot kannst nicht zuhause im heimatlichen Flughafen bleiben, ich lande dann ebenfalls an diese Destination. Geb mich genauso rein....

Wenn man so will wird im laufe einer Session aus zwei Individuen ein gemeinsames Wir. Ein Wille. Ein gemeinsamer Responsekreislauf....
Nur ist bei mir während der Session quasi die Pilotenkonzentration noch dabei, wärend Sub, wenn keine Flugangst da ist, den Flug genießen kann.

Wenn ich dann nach der Session den Autopiloten ausschalte aber ist immer noch dieses "Wir-Feld" da.... nicht ein Ich, das bei sich ist sondern in diesem Instinktiven reagieren noch drinnen ist - dann aber planlos....kopflos....
 
Edit: Dieses planlos ist ja kein Problem wenn ein Stück weit Abstand ist das jeder wieder zu sich kommen kann und für sich verantwortlich ist...... aber wenn dann eben erst recht wieder viel Nähe da ist wird es schwierig...

Dieses Stück weit Abstand kann auch Haut an Haut sein.... aber halt mit einer neuerlichen ...Vereinigung nur auf einer anderen Ebene wird's als ob Chuck Norris einem einen Roundhouse Kick verpasst hat
 
Wenn ich dann nach der Session den Autopiloten ausschalte aber ist immer noch dieses "Wir-Feld" da.... nicht ein Ich, das bei sich ist sondern in diesem Instinktiven reagieren noch drinnen ist - dann aber planlos....kopflos....

Beruflich gesehen schwierig.

Privat gibt's doch nichts schöneres als wenn WIR bleibt?!
 
Beruflich gesehen schwierig.

Privat gibt's doch nichts schöneres als wenn WIR bleibt?!

Ich habe mir eben ganz das gleiche gedacht...
Ich verstehe die Ausführungen, kann - was den privaten Bereich betrifft - aber das Problem einfach nicht erkennen...

Natürlich ist es eine Frage der Persönlichkeit, aber genau das macht für mich den Unterschied aus...
 
Für mich ist es problematisch weil ich dazu neige mich dabei zu verlieren....
 
Im vorigen Herbst/Winter war in der Albertina eine tolle Munch Ausstellung die dieses Thema gut rausbrachte.... der Wunsch sich im anderen zu verlieren, die Schmerzhafte Erfahrung der Einsamkeit als Individuuum und dann aber auch wieder die Angst vor dem "verschlungen werden" ...sich im anderen zu verlieren.....
 
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Im vorigen Herbst/Winter war in der Albertina eine tolle Munch Ausstellung die dieses Thema gut rausbrachte.... der Wunsch sich im anderen zu verlieren, die Schmerzhafte Erfahrung der Einsamkeit als Individuuum und dann aber auch wieder die Angst vor dem "verschlungen werden" ...sich im anderen zu verlieren.....
Denkst du, dass du es könntest?
Also einfach mal loslassen? Volles Risiko? Reinkippen, sich im "wir" verlieren?
 
Ich kann das alles nachvollziehen und auch verstehen... aber denkst du denn, dem anderen Teil geht es anders?
Ihr tut alles dafür, dass ihr uns hineinzieht, uns hineinkippen lasst, euch in unseren Köpfen einnistet und uns fallen seht...
Eben... und irgendwer sollte dann am Steuer sitzen....
 
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