Hallo an alle, aus aktuellen Anlass wollte ich mal so in die Runde fragen wie ihr mit den Schmerz einer Trennung umgeht?
Ich persönlich war jetzt 4 Jahre in einer Beziehung, sogar hier im Forum kennen und lieben gelernt

. Ich weiß, dass jeder unterschiedlich damit umgeht und das würde mich interessieren?
Über eine schöne Diskussion würde ich mich freuen
Wenn man so lange mit einem Menschen verbunden war, hat man sich ja nicht nur körperlich, sondern auch emotional an ihn gewöhnt. Er ist ja so gesehen ein Teil von dir geworden.
Ihr habt euer ganzen Leben auf einander abgestimmt, euch angepasst, Routinen erstellt, Gewohnheiten entwickelt, euren Alltag, aber auch eure Zukunft geplant... jeder war ein fester Bestandteil des anderen.
Manchmal gehören da ja auch nicht nur zwei dazu, sondern man hat auch gemeinsame neue Freunde gefunden, gemeinsame Aktivitäten sind zur Normalität geworden und man hat weit mehr geteilt, als eine Wohnung.
Dein Partner ist im wahrsten Sinne des Wortes fester Bestandteil deines Kopfes geworden. Das ganze neurologische Belohnungssystem hat sich fest auf deinen Partner eingeschossen...
Und dann ist er auf einmal weg! Das fühlt sich nicht nur so an, als wenn die Hälfte fehlt, es ist auch so. Dein Gehirn spielt verrückt, versucht krampfhaft deine Partner zu "erwarten" .. aber es passiert nichts! Statt dessen sagt unser Gehirn "hey, hier fehlt was! das stresst mich ungemein!!!"
Es spielt völlig verrückt und das fühlt sich wie echter Schmerz an.
Du hast die Kontrolle über dein Leben verloren! Und alles in dir versucht, sie wieder zu erlangen! Aber das will einfach nicht klappen! Eventuell hast du keinen Hunger auf gar nichts mehr, verlierst die Lust an Dingen, die dir früher Spaß gemacht haben, hast das Gefühl, das dein Herz anders schlägt und das du einfach fehl am Platz bist.. selbst wenn du alleine zu Hause bist! ALLEINE!!! Ahhh!!! Auch das ist jetzt neu! Keiner da! Keiner liebt dich und gefühlt ist die ganze Welt gegen dich!
Was mir persönlich dabei geholfen hat: Ablenkung und eine beste Freundin, die mich unzählige Male aus dem Loch rausgezerrt hat.
(ob das bei dir klappt, weiß ich natürlich nicht.. ich brauchte das, auch wenn ich manchmal gar nicht wusste, wie gut es mir tut)
Nicht krampfhaft versuchen, ihn ersetzen zu wollen, sondern sich darüber klar werden, was die Trennung bedeutet und was man jetzt anders machen kann. Und manchmal muss man sich auch zu etwas neuem zwingen, um nicht innerlich zu zerbrechen. Und da gilt: jedes noch so große Vorhaben beginnt mit genau EINEM winzig kleinen Schritt! Wenn du den Plan im Kopf mit diesem einzigen Schritt in die Realität führst, ist der Rest viel einfacher, als wenn du die Blockade im Kopf gewinnen lässt.
Aber auch Jahre nach dem Ende tut es manchmal noch weh - auch wenn ich jetzt glücklich in meiner Beziehung bin.