Sklavenvertrag

Im Endeffekt ist so ein Vertrag doch nichts anderes als ein Ehevertrag, mit dem Unterschied, dass er rechtlich nicht anfecht- oder durchsetzbar ist. Einige wollen auch ein Papier, wo drauf steht, dass sie ein Paar sind bzw. verheiratet....Meine Vermutung...
 
Vielleicht ist es für Einige auch eine Art Absicherung und Einwilligungserklärung, könnte ich mir gut vorstellen. Da es ja dabei um Sexualpraktiken geht, die auch schon mal geringe Spuren hinterlassen und das ja rechtlich den Tatbestand einer Körperverletzung darstellt. Auch eine Art Einverständniserklärung, wenn im nachhinein plötzlich eine Anzeige ins Haus flattert, keine Ahnung, reine Vermutung.
 
Dennoch meine Frage gibt es Mitglieder hier die mir weiterhelfen können? Einfach nur das ich Eckpunkte habe nach denen ich mich richten kann.
Nein. Genausowenig können wir dir bei der Entscheidung um Mietverträgen, Handyverträgen oder sonstigem helfen, da du selbst mit den Bedingungen im Vertrag zufrieden sein und zurechtkommen musst.

Dir sollte klar sein, dass die vertragliche Aufgabe von Menschenrechten nicht rechtskräftig einforderbar ist.
Somit bist die einzige Person, die die Einhaltung der Bedingungen dort einfordern kann, du selbst.
 
Früher war ich in Diensten einer Herrin, die sich ebenfalls einen Sklavenvertrag wünschte.
Den Vertrag haben wir damal zusammen geschrieben. Ich perönlich finde so etwas "nicht schlimm", verstehe aber auch jeden der sagt, das er so etwas nicht braucht oder gar "lächerlich" findet. Und wie gesagt, es kann ja jeder tun was er möchte, und ich finde es hatte durchaus seinen Reiz, so an seine Herrin gebunden zu sein.
Unser Vertrag damals, war allerdings sehr hamlos, also kein "57-Seitiges" Dokument wo alles bis ins kleinste Detail beschrieben wurde.

Bei uns ging es damals, zB um die Begrüßungsmodalitäten, Tabus und No-Go´s bzw was eben erlaubt ist, Safeword bzw die Ampel. Den Verantwortungsbereich sowohl der Herrin als auch von mir als Sklave. Und, da unsere "Beziehung" damals mehr Session bezogen war. Welche Regeln auch außerhalb der Session gelten (zb Keuschheitsgürtel und "Hausaufgaben")

Das so ein Vertrag rechtlich gesehen komplett irrelevant ist, war uns natürlich klar, für uns hatte es eben einen gewissen Reiz, das in einer Vertragsform zu haben. Aber wie gesagt, verstehe jeden der sowas nicht braucht und will, und gerade auch im bdsm Bereich kann ja jeder tun was er will, sofern beide Seiten damit einverstanden sind.
 
Guten Morgen,

also ich finde solche Verträge immer sehr erregend, weil es die Stellung von Top und Sub ganz deutlich zeigt und das Kopfkino sehr anregt. Rein rechtlich sind sie nix wert, da jeder Sklavenvertrag die Grundrechte verletzt und damit sittenwidrig ist.

LG Klaus
 
Guten Morgen,

also ich finde solche Verträge immer sehr erregend, weil es die Stellung von Top und Sub ganz deutlich zeigt und das Kopfkino sehr anregt. Rein rechtlich sind sie nix wert, da jeder Sklavenvertrag die Grundrechte verletzt und damit sittenwidrig ist.

LG Klaus

:up:

Das ist auch das eigentlich sinngebende an solchen "Verträgen".

Es gibt ja auch Spielarten, die Fiktionen von etwas oft real gar nicht ausführbarem zum Inhalt haben und eine intensive und anhaltende Erregung auslösen.
 
Jeder Vertrag ist so individuell wie die Partner selbst. Ob gut, schlecht oder sinnlos liegt wie bei allem anderen auch an den ausführenden Partnern.

Es gibt auch keine Standartverträge da es auf die Tiefe der Vertrautheit sowie die Art des Miteinander ankommt.
Lg
 
oh mein Gott.
Ich hab immer noch nicht begriffen wozu ein Sklavenvertrag gut sein soll.
Wenn Du eine natürliche, begründete und verantwortungsvolle Dominanz besitzt, und auf das passende Gegenstück triffst, ist die D/S Beziehung perfekt.
Solltest Du jedoch ein Shades of Grey Pseudo Würschtl sein, das auf eine " in bin jetzt mal probehalber eine Pseudo Sub " trifft, kannst den Sklavenvertrag in Titan
hauen und übers Klo hängen, denn er ist für nichts gut.
 
Meinungen über einen Sklavenvetrag

War "Fifty Shades of Grey" wieder im TV ??? :D

Da ich aber mit Dom/Sub/BDSM nichts anfangen kann meine inkompetente Meinung dazu.

Glaube gerade in dieser Art von Beziehung muss das gegenseitige Vertrauen sehr groß sein.
Da auch sichtbare Spuren entstehen können ist die Idee sich "vertraglich" abzusichern sicher keine schlechte Idee.
Nicht das eines Tages eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt ins Haus flattert.
Mein Vertrauen in die Menschheit haltet sich in Grenzen ;-)
 
und was soll ein Sklavenvertrag bringen, beim Delikt häusliche Gewalt ????
Was hat BDSM mit häuslicher GEWALT zu tun ?
Ich denke dass es noch keinen Fall im der Rechtssprechung gegeben hat, wo jemand freigesprochen wurde, der eine Frau verprügelt hat, und dann
vor Gericht einen Sklavenvetrag hervorgezaubert hat.
Das wäre ganz ganz neu.
UND: warum wird BDSM sofort in einem Atemzug mit verprügeln genannt ???
 
@Mitglied #1215, wie gesagt: meine inkompetente Meinung.

Ob es solch einen Fall jemals gegeben hat ? Kann ich nicht beantworten.
Was ich aber sagen kann ist das mir ein Fall bekannt ist wo er angezeigt wurde weil sie "Fesselspuren" hatte.
Wodurch die entstanden sind und wie es ausgegangen ist? Keine Ahung, so gut kannte ich das Paar nicht.
 
Als Teil des Spiels ist so ein Vertrag ja wohl ganz nett.
Rechtlich natürlich unwirksam.
So lange beide Parteien alt genug sind und das freiwillig machen,ist alles erlaubt.
 
Nachdem ich ebenfalls beide Seiten des D/s-Gschichtls kenn, muss ich da auch meinen Senf dazugeben :cool:...

Söbstvaständlich entbehrt ein Sklavenvertrag jeglicher Rechtsgrundlage.
Finger weg von Inhalten à la Übereignung jeglicher Gebrauchsgüter, finanzielle Übergriffe, Sanktionen körperlicher Natur ohne Schonung, dafür mit jedem erdenklichen Instrument etc.

Sollte aber EIGENTLICH eh auf der Hand liegen.

Prinzipiell find ich die Verträge nicht "unnett", weil sie oft das Machtgefälle veranschaulichen, was manche ja recht gern mögen. Spätestens seit 50 Shades of Schwachsinn :D.

Wenn so ein Vertrag das Kopfkino anheizt, why not. Die Unterzeichnung kann da in durchaus nettem stilvollem Rahmen stattfinden, ich erinnere mich dran, als.... lalala....:lalala:

Falls noch wer einen braucht, ich hab den mal blanko verfasst.
 
Tststs... das erfordert ein anderes Ambiente als aktenstaubverseuchte Büroluft... :fies:
 
Für mich sind klare Vereinbarungen, egal ob mündlich oder schriftlich, Basis für jegliches Denken und Handeln in einer offenen Beziehung, was sexuelle Kontakte zu anderen Personen betrifft.

"""Die EPE-Beziehung kann von einer lockeren Spielbeziehung mit gelegentlichen sexuellen Begegnungen und einer nur stundenweise abgegebenen Kontrolle bis hin zur dauerhaft angelegten Lebenspartnerschaft mit ständiger geistiger Präsenz des EPE reichen, die auch als 24/7 EPE bezeichnet wird. Innerhalb der sexuellen Beziehung reicht das Spektrum von dauerhafter Keuschhaltung bis hin zu Rollenspielen mit häufigen Orgasmen, oft im Rahmen eines Tease-and-denial-Szenarios (Engl.: erregen und verweigern), wobei immer das Einverständnis beider Partner den gewählten Praktiken zugrunde liegt. """

Erotic Power Exchange – Wikipedia
 
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