Sind manche Fetische nicht eine psychische Krankheit?

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Hodensack annageln, Hodensack mit Gewichten lang ziehen, Körperteile z.B. Zehen abtrennen. Schwanz/Titten abbinden, große Schmerzen zufügen oder diese erdulden. Windeln tragen, Atemluft absperren, Bespritzen von Stöcklschuhen, usw und so fort...
 
Na, da hast du ja auch gleich das extremste rausgesucht...(Hodensack annageln...?! Das gibts...?! Boah...)
Ich kann mich noch an zeiten erinnern in denen die Eingangsfrage auf Transvestiten und Exhibitionisten angewandt wurde...
 
Also ich halte mich jetzt extra raus, da du meine Meinung hier schon sehr gut nachlesen kannst. (Die ganz klar lautet, natürlich!)

Ich wäre aber etwas vorsichtig mit der Frage, manche reagieren da drauf sehr sensible. :D

Google mal nach Paraphilie.
 
Hodensack annageln, Hodensack mit Gewichten lang ziehen, Körperteile z.B. Zehen abtrennen. Schwanz/Titten abbinden, große Schmerzen zufügen oder diese erdulden. Windeln tragen, Atemluft absperren, Bespritzen von Stöcklschuhen, usw und so fort...

Kein eine einzige aufgezähle Praktik ist ein Fetisch, insofern ...
 
Nö, nicht wirklich.

Nur weil derzeit Sachen wie bspw Apotemnophilia als Störungen gelten, ist es nicht wirklich eine. Zumindest nicht aus meiner Sicht. Ich seh das so wie Sadomasochismus, welches früher auch als Störung galt.

Der Rest ist von Insex und diversen Fetlife-Usern eh alt-bekannt :3
 
Sind manche Fetische nicht eine psychische Krankheit?

sie sind teilweise nicht unproblematisch wenn sie bleibende körperliche schäden verursachen (z.b. amputationen) oder in eine lebensgefahr münden (siehe z.b. den tod von david carradine). wobei sich auch hier die frage stellt, wo die selbstbestimmung des menschen endet. ethisch ein schmaler grat.

sind die eine psychische krankheit?
sind sie eine (ob taugliche oder untaugliche) selbst-therapie aus einer psychischen belastung heraus?

ich bringe das zweite ganz bewusst als denk-option ein. weil in meinem fall ist das z.b. so.

ist das parallel diskutierte "sexuell bizarre/seltsame" japan deshalb so, weil es sich gesellschaftlich in eine richtung entwickelt hat, wo die menschen mit dem leistungsdruck und der belastung nicht mehr zurecht kommen?
 
sie sind teilweise nicht unproblematisch wenn sie bleibende körperliche schäden verursachen

Was ist mit psychischen Schäden? Was wenn die psychischen Schäden offensichtlich sind, der Betroffene diese abstreitet? (Nehmen wir mal bipolare Störung oder Boarderline)? Ist es unmoralisch jemanden mit Boarderline, Süchten oder Depressionen aufzuzeigen, dass seine Bewertung der Situation verzerrt sein könnte?
 
Ist es unmoralisch jemanden mit Boarderline, Süchten oder Depressionen aufzuzeigen, dass seine Bewertung der Situation verzerrt sein könnte?

bist du psychiater oder psychologe?

weil die kümmern sich - wenn gut - erst einmal darum, was ursache und was wirkung ist.

Was ist mit psychischen Schäden?

was wenn schon vorher psychische schäden/traumata da sind, und der fetisch einem hilft, diese abzuarbeiten? ist es dann schädlich, den fetisch auszuleben? oder nützt er dann sogar? gehört nicht die ursache statt der wirkung therapiert?
 
weil die kümmern sich - wenn gut - erst einmal darum, was ursache und was wirkung ist.

Sollten sie, ja, nur unterliegen diese eben auch Tabus, was die Bewertung in manchen Bereichen völlig entwertet. Warum ich das weiß? Weil mir auch angesehen Psychologen einreden wollten, mein Problem liegt nur in der Bewertung meines Fetisch. Nur hat dieser Ansatz nicht funktioniert. Heißt es nicht, wer heilt, hat Recht? In den meisten Bereichen stimme ich dir aber zu, nur eben nicht in allen. Genauso wie sich übrigens auch die Presse an ungeschriebe Gesetze (gesellschaftlicher Konsens, Tabus) hält.

was wenn schon vorher psychische schäden/traumata da sind, und der fetisch einem hilft, diese abzuarbeiten? ist es dann schädlich, den fetisch auszuleben? oder nützt er dann sogar? gehört nicht die ursache statt der wirkung therapiert?

Wenn das der Fall sein sollte ja. Nur stellt sich immer die Frage ... wenn es zwischen beiden einen kausalen Zusammenhang gibt, determiniert dann nicht der jeweilige "Zustand" den Anderen? Hat man eine Neurose, aufgrund psychischer Probleme, wird die Neurose ja nicht das tiefere Problem lösen und umgekehrt kann es ja gar nicht gehen.
 
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Weil mir auch angesehen Psychologen einreden wollten, mein Problem liegt nur in der Bewertung meines Fetisch. Nur hat dieser Ansatz nicht funktioniert.

ah schau! waren die dann angesehen oder gut?

Heißt es nicht, wer heilt, hat Recht?

wäre das der fall, hätten wir wohl um viele tote mehr. glücklich der, der sich eine zweite meinung einholt! mein ex-hausarzt war auch perfekt ... solange du ihm gesagt hast, was dir fehlt und welche medikamente du brauchst ...

Genauso wie sich übrigens auch die Presse an ungeschriebe Gesetze (gesellschaftlicher Konsens, Tabus) hält.

und DAS ist es, woran wir uns gesellschaftlich hochziehen? wenn eine gratis-ubahnzeitung z.b. aus einer im ökm abgelichteten kindergartenhelferin schlagzeilen und quote macht??? na, grüß gott! nein, ich will dort nicht hin. denn dort waren wir schon! und wenn wir immer noch dort sind, dann gehören wir schleunigst von dort weg. ein weiterer grund, warum ich mich so echauffiere: wenn so einer gesellschaftsdenke das wort geredet wird!

Hat man eine Neurose, aufgrund psychischer Probleme, wird die Neurose ja nicht das tiefere Problem lösen und umgekehrt kann es ja gar nicht gehen.

wieso stellst jetzt den zusammenhang zwischen fetisch und neurose her? ist das für dich gleichwertig? bei mir hat der fetisch das trauma gelöst. eindeutig und nachweisbar. gehts mir deswegen jetzt schlechter oder besser?
 
wieso stellst jetzt den zusammenhang zwischen fetisch und neurose her? ist das für dich gleichwertig? bei mir hat der fetisch das trauma gelöst. eindeutig und nachweisbar. gehts mir deswegen jetzt schlechter oder besser?

Nein, sondern nur, wenn das Eine, das Andere verursacht hat oder nährt, wobei ich mich hier ja auf die Wechselwirkung nicht einem Vergleich der einzelnen Komponenten beziehe.

Kannst du einmal näher darauf eingehen, wie der Fetisch welches Traumata gelöst hat? Würde mich wirklich interessieren. Aber wenn du darüber nicht sprechen möchtest, auch gut.
 
Kannst du einmal näher darauf eingehen, wie der Fetisch welches Traumata gelöst hat? Würde mich wirklich interessieren. Aber wenn du darüber nicht sprechen möchtest, auch gut.

klar, ist ja kein geheimnis.

ich hatte als kleinkind (ich war wohl etwa vier) ein richtig schweres trauma von einem einlauf, den ich damals aus medizinischen gründen von einer ärztin bekam (samt großeltern die mich halten mussten etc., etc.). panik pur! nach "doktorspielen" mit einer kaum viel älteren babysitterin (an ihr - und ich war wohl ungefähr 10) entwickelte ich neugier an der analgegend bei mir, fand die klisiergeräre der großeltern (wußte ja von damals, wo die waren) und fasste mir so mit etwa 14 ein herz, das endlich einmal auszuprobieren. und es war - mit viel herzklopfen - enorm geil. seither genieße ich nicht nur das, sondern kann auch passiv an mir anale spielarten zulassen und voll genießen. ohne dabei auch nur irgendwie an homosexualität zu denken, wohlgemerkt!

nadeln? dasselbe in lichtblau: eine horror-impfszene als kind. und eine nadel-phobie bis in fast die gegenwart. dann unmittelbar nacheinander die erforderlichen impfungen für ägypten (damals hatte ich wahrscheinlich vor der prozedur den impfschutz eines gerade entbundenen) und knapp danach ein kleiner unfall mit der notwendigkeit, mir thrombosespritzen selbst zu geben. und schau an: auch da drehte sich das bild auf fast gleiche weise. und heute? kein problem mit nadeln oder impfungen!

also ist jetzt der fetisch ein fluch oder segen? im konkreten fall!
 
ohne dabei auch nur irgendwie an homosexualität zu denken, wohlgemerkt!

Warum muss man das mit Ausrufezeichen erwähnen .... "ich bin nicht schwul, wohlgemerkt!" ;)

also ist jetzt der fetisch ein fluch oder segen? im konkreten fall!

Also meine Meinung dazu kennst du ja, wenn ich diese jetzt ausbreite, bekomme ich wieder Probleme mit der Richtschnur. ;)

Übrigens, was du ansprichst, ist eine Abkonditionierung von Angst, durch das Auslösen des Angst-Stimuli, hat aber mit dem Auflösen eines Traumatas nicht viel gemein, eher mit dem Auflösen von Angst. Das Traumata kann aber verschoben werden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Warum muss man das mit Ausrufezeichen erwähnen .... "ich bin nicht schwul, wohlgemerkt!"

weil es so ist - und von euch dennoch in völliger unkenntnis der person und gegebenheiten in den raum gestellt oder hinterfragt wird - wie gerade eben????

Also meine Meinung dazu kennst du ja, wenn aber wenn ich diese jetzt ausbreite, bekomme ich wieder Probleme mit der Richtschnur.

breit sie ruhig aus. weil du bist keine richtschnur. du behauptest es höchstens, für eine solche zu stehen und zu sprechen.

Übrigens, was du ansprichst, ist eine Abkonditionierung von Angst, durch das Auslösen des Angst-Stimuli, hat aber mit dem Auflösen eines Traumatas nicht viel gemein, eher mit dem Auflösen von Angst. Das Traumata kann aber verschoben werden.

du hast die frage nicht beantwortet: wie geht es mir jetzt? hat es geholfen oder geschadet?
 
du hast die frage nicht beantwortet: wie geht es mir jetzt? hat es geholfen oder geschadet?

Alleine der Umstand, wie schwer du dich mit gesellschaftlichen Wertungen tust, zeigt, dass diese Wertung einen Einschnitt in der Lebensqualität verursacht. Das ist nur ein Aspekt, welcher Lebensqualität verringert. Es gibt noch einige, hätte ich deinen Fetisch und würde so argumentieren, wie du es hier gezeigt hast, würde ich den Fetisch für mich, als Krankheit bewerten. Vorallem, wenn normaler Sex nicht mehr befriedigend sein sollte.

Ob die sexuelle Erregung, die du sicher bei deinem Fetisch haben wirst, diese Einschnitte der Lebensqualität, der diese mitbringt, kompensiert, obliegt deiner Wertung. Ich persönlich würde es nicht bejahen.

Und, dass die Nadel oder Einlaufphobie abgeklungen ist, ist kaum eine Steigerung der Lebensqualität. Gerade die Nadelphobie verläuft sich im Laufe des Lebens durch erneute Injektionen von selbst und einen Einflauf bekommt man normal auch nur sehr selten.
 
Alleine der Umstand, wie schwer du dich mit gesellschaftlichen Wertungen tust

ICH TU MICH NICHT SCHWER MIT GESELLSCHAFTLICHEN WERTUNGEN - NUR MIT DEM, WENN EINFACH UNWAHRHEITEN GESCHRIEBEN WERDEN!!

zeigt, dass diese Wertung einen Einschnitt in der Lebensqualität verursacht.
Es gibt noch einige, hätte ich deinen Fetisch und würde so argumentieren, wie du es hier gezeigt hast, würde ich den Fetisch für mich, als Krankheit bewerten.

Vorallem, wenn normaler Sex nicht mehr befriedigend sein sollte.
Ob die sexuelle Erregung, die du sicher bei deinem Fetisch haben wirst, diese Einschnitte der Lebensqualität, der diese mitbringt, kompensiert, obliegt deiner Wertung. Ich persönlich würde es nicht bejahen.
Und, dass die Nadel oder Einlaufphobie abgeklungen ist, ist kaum eine Steigerung der Lebensqualität.


:kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch::kopfklatsch: :mauer::mauer::mauer::mauer::mauer::mauer::mauer::mauer::mauer::mauer::mauer::mauer::mauer:

vollkommen sinnlos. tschüss!

und wenn du jetzt glaubst, ich geh der gesellschaftlichen wertung aus dem weg, die du verkörperst: es ist mir scheissegal!

:bussal: :winke:
 
Ich wollte dir wirklich nicht auf die Füße treten, sry falls es so rüber gekommen ist, aber du hast mich nach meiner ehrlichen Meinung gefragt. Ich wollte eh nicht antworten...

Ich bewerte meinen Ex-Fetisch auch nicht anders!
 
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