Sich wehren - aber wie?

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Gast

(Gelöschter Account)
Ich bin dazu eigentlich nur "stellvertretender TE" ;) - aber die Ansätze dazu würden auch mich interessieren:

Der Thread geht auf diesen Beitrag zurück - und das, was sich danach weiter entsponnen hat. Konkret dieser Teil:

M.E. brauchts keine neuen hehren Ideale die von neuen Erlösern (die dann doch nur Gott Mammon huldigen) umgehend verraten werden. So gesehen, kein Bedarf (bei mir).

Ich bin allerdings ganz bei Dir, dass wir uns wehren müssen. Das "Wie" ist einen eigenen T. wert.

Müssen vielleicht nicht - aber sinnvoll wäre es allemal.

Mir schwebt ein Ideenaustausch vor. Aktionen, ziviler Ungehorsam, etc.

wie seht IHR das?
 
my 2 cents dazu:

meine meinung zum zivilen ungehorsam etc. vorweg: wenn der nicht wirklich wehtut, dann zählt er genau null. so wie die donnerstagsdemos seinerzeit. ned amal ignorieren. wenn der aber wehtut, dann wird er wahrscheinlich dazu benutzt, die menschenrechte abzudrehen und mehr und mehr totalitäres zuhalten des status quo zu betreiben. dass cameron überlegt, aus der europäischen menschenrechtskonvention auszutreten, wirft m.e. da einen nur zu deutlichen schatten voraus.

und mehr in richtung revolution auszulösen, das halte ich für schlicht unbeherrschbar/lebensgefährlich für uns alle. daher bin ich in der hinsicht, zugegeben, skeptisch.

folglich:

wir brauchen keinen bloßen aufzeig-aktionismus, schon gar keine revolution, sondern reformen. und die verlaufen nun mal top-down.

d.h.: wir müssen entweder die richtige message - samt argumentarium, warum es für die spitze/entscheidungsträger sinnvoll ist, etwas zu verändern - dort platzieren. oder aber die spitze ablösen bzw. soweit infiltrieren, dass eine tatsächliche veränderung möglich wird.

dass das sich am rande der unmöglichkeit bewegt, ist mir klar. aber andere, probatere wege sehe ich nicht.
vielleicht lerne ich sie über diesen thread kennen. würde ich mir echt wünschen - und viel ruhiger schlafen!
 
my 2 cents dazu:

folglich:

wir brauchen keinen bloßen aufzeig-aktionismus, schon gar keine revolution, sondern reformen. und die verlaufen nun mal top-down.

d.h.: wir müssen entweder die richtige message - samt argumentarium, warum es für die spitze/entscheidungsträger sinnvoll ist, etwas zu verändern - dort platzieren. oder aber die spitze ablösen bzw. soweit infiltrieren, dass eine tatsächliche veränderung möglich wird.

dass das sich am rande der unmöglichkeit bewegt, ist mir klar. aber andere, probatere wege sehe ich nicht.
vielleicht lerne ich sie über diesen thread kennen. würde ich mir echt wünschen - und viel ruhiger schlafen!

wir leben seit 1918 in einer demokratie - die ohne viel revolution erschaffen wurde.

den marsch durch die institutionen hat die 68er generation praktiziert. ned viel dabei rausgekommen.
 
den marsch durch die institutionen hat die 68er generation praktiziert. ned viel dabei rausgekommen.
Das glaube ich nicht. Viele verkrustete Strukturen wurden durch die 68er Generation aufgebrochen. Wir haben uns nur an das relativ liberale Klima gewöhnt, sodass wir die Veränderungen ned merken.
Also ich möchte nicht in den 1960ern leben.
 
Ich sehe diesen Thread als weiteren Versuch, die Notwendigkeit einer neuen Bewegung (Partei, was auch immer) zu demonstrieren. Und natürlich der TE als Gründer Bewegung >>>> Retter des Vaterlandes.
 
Kleiner Tip; schau mal in einem Geschichtsbuch die Jahre 1934 -1945 durch!
;)

mah bist du a lustiger, trina.

Ich sehe diesen Thread als weiteren Versuch, die Notwendigkeit einer neuen Bewegung (Partei, was auch immer) zu demonstrieren. Und natürlich der TE als Gründer Bewegung >>>> Retter des Vaterlandes.

na dann hoch der neue augustus! er verzichtet auf alle würden und begnügt sich damit nur primus inter pares zu sein ;-)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ich sehe ein grundproblem in der abgehobenheit der politiker, die oft kaum bis keine ahnung haben, was ihre wähler bewegt respektive drückt. das problem kann ich aber auch von der anderen seite betrachten und feststellen, dass unserer form der demokratie zb im vergleich zur englischen nicht sehr ausgeprägt ist. kaum ein wähler ist im direkten kontakt mit seinem abgeordneten im NR, ja die meisten kennen ihn nicht einmal namentlich. in england ist ein abgeordneter viel aktiver und präsenter bei seinen wähler und weiß auch um deren anliegen, die er zu vertreten hat, tut er das nicht, wird es eng mit der wiederwahl.

daher sollte jeder einzelne von uns, seine anliegen auch seinem abgeordneten, sei es NR oder LT oder auch gemeinde kundtun, mit email ist das ja heute auch nicht so schwer.
 
in england ist ein abgeordneter viel aktiver und präsenter bei seinen wähler und weiß auch um deren anliegen, die er zu vertreten hat,
Das ist ein Vorteil des Mehrheitswahlrechtes.
Ich meine aber, dass die Nachteile überwiegen.
Satte Minderheiten fallen einfach unter den Tisch.
Ich möcht in Österreich kein reines Mehrheitswahlrecht haben. Zu undemokratisch.
 
mah bist du a lustiger, trina.

Ja, ich weiß! :)

Klar hätte ich auch wie andere, dir mit einem "schreib nicht so einen Blödsinn/Scheiß etc." kommen können, wollt ich aber nicht, sondern hab mich - nett wie ich nun einmal bin - bei dir für eine freundliche Art der Korrektur entschieden.

Freut mich aber natürlich, daß es dir gefallen hat!
:haha:
 
es geht nicht unbedingt um das mehrheitswahlrecht. ich rege nur an, dass etwas mehr informationsaustausch zwischen wähler und abgeordneten hilfreich sein kann ;)
 
es geht nicht unbedingt um das mehrheitswahlrecht. ich rege nur an, dass etwas mehr informationsaustausch zwischen wähler und abgeordneten hilfreich sein kann ;)

Das stimmt schon, in England ist es aber doch eher auf's Mehrheitswahlrecht zurückzuführen.
Aber wie gesagt, stimme ich dir bei der Abgehobenheit vieler Politikerinnen zu.
Liegt auch teilweise daran, daß, um mehr Bevölkerungsschichten ansprechen zu können, das Gros der Parteien ihre Ecken und Kanten abgeschliffen haben.
Sprich; z.B. "DER Arbeiter" fühlt sich nimmer bei der SPÖ zuhause, weil die eben genauso versuchen "DIE Bürger" zu vertreten. So werden halt die Parteien immer austauschbarer und der Eindruck verstärkt sich, daß es mehr ums bessere zahnpastenlächeln geht, als um politische Inhalte.
 
Ich sehe diesen Thread als weiteren Versuch, die Notwendigkeit einer neuen Bewegung (Partei, was auch immer) zu demonstrieren. Und natürlich der TE als Gründer Bewegung >>>> Retter des Vaterlandes.

da liegst du falsch, gogo. mit beidem!

dass ich die alternativen, sich anders zu wehren, selber nicht sehe, das hab ich ja oben erläutert. das stimmt. aber ich lass mich gern von plausibel klingenden ansätzen überzeugen.

nur vom hinsetzen und auf sintflut oder messias warten, halt ich wenig. messias ist grad aus (nachlieferung erst zum jüngsten gericht). und sintflut? ich bin so ein schlechter schwimmer ... :roll:

ich selber als retter des vaterlands (quasi der philo als superheld oder so ...): nope. je weniger ohne meinereiner, desto lieber wäre es mir. ich hätt genug anderes zu tun - und weit schöneres, lustigeres etc.
 
daher sollte jeder einzelne von uns, seine anliegen auch seinem abgeordneten, sei es NR oder LT oder auch gemeinde kundtun, mit email ist das ja heute auch nicht so schwer.

matteo, das probieren wir (ist eine spezielle ehrenamtliche interessensvertretung) zu gewissen themen laufend. da kommt genau null - oder bestenfalls ab und zu abwimmelungsphrasen, wenn wir zu lästig werden. bringt nüsse - leider.

auch den direkten kontakt mit abgeordneten (teilweise sogar ministern, eu-abgeordneten etc.) haben wir. du willst es gar nicht wissen, was sich da alles an abgründen auftut ...

sollten wir einander einmal wieder bei einem live-treffen über den weg laufen, erzähl ich dir gern mehr. aber nimm dir eine flasche magenbitter mit.
 
du, ich kenne auch mehr von den pappenheimern und diese besser als mir lieb ist ;)
 
Sprich; z.B. "DER Arbeiter" fühlt sich nimmer bei der SPÖ zuhause, weil die eben genauso versuchen "DIE Bürger" zu vertreten. So werden halt die Parteien immer austauschbarer und der Eindruck verstärkt sich, daß es mehr ums bessere zahnpastenlächeln geht, als um politische Inhalte.

die prioritäten der berufspolitiker (und schon dort liegt m.e. die wurzel des übels) sind:

1) er selber als person (gage, posten = macht und einfluss = möglichkeit zur zusatzgage, absicherung auf dauer = behinderung von alternativen und möglichst rasche möglichst hohe pension, unantastbarkeit, wenn mal was auffliegt = immunität und einfluss auf die justiz)
2) dasselbe für nahestehende
3) dasselbe für leute, die sich bereit erklären, zu 1) oder 2) was beizutragen.
4) in wahrheit nix mehr. was aber mit genügend windowdressing kaschiert wird.

und so gehts quer durch die couleurs!
 
Viele verkrustete Strukturen wurden durch die 68er Generation aufgebrochen. Wir haben uns nur an das relativ liberale Klima gewöhnt, sodass wir die Veränderungen ned merken.
Jedenfalls, wenn man nur genug fest daran glaubt.
Im Grunde genommen haben die legendären 68er nichts anderes gemacht, als sich an die Stelle jener gesetzt, welche sie zuvor bekämpft haben.
Für Menschen, welche ideologisch nicht gebunden sind, haben sich die Veränderungen im Rahmen gehalten.
Jemandem, der ohnehin weiß, was er will, und der nur in Ruhe sein Leben leben möchte, ist es ziemlich egal, von welcher Seite ihm vorgeschrieben werden will, wie er das am besten zu tun hat.

Also ich möchte nicht in den 1960ern leben.
Soooo schlecht waren die aber gar ned.
 
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