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Naja, den “Grund“ beim Kind zu suchen wird halt nix verbessern und ich weiß wie sehr man sich selbst unter Druck setzen kann, was das Thema Muttergefühle und Instinkte betrifft. Ich hab mir auch wahnsinnig schwer getan...war nicht nur unsicher, sondern das alles war so weit weg für mich...dann immer wieder dieses “hören Sie auf Ihr Gefühl“ und ich dachte mir nur “was - wegrennen soll ich?“ - ich hab mir dann Unterstützung gesucht um herauszufinden warum genau es mir so schwer fällt und ab dem Zeitpunkt, an dem ich diese enorme Verlustangst wirklich angenommen und mich mit dem Not-KS und der fehlenden positiven Geburtserfahrung abgefunden hatte, ging der Knopf auf.
Was ich damit sagen will - es ist nie zu spät um eine Bindung aufzubauen, sich dafür zu öffnen und gerade auf der Beziehungsebene können das sehr schöne “Wir - Familie“-Erfahrungen sein.
Ein Kind hat mMn nie Schuld daran, wenn eine Beziehung zerbricht.
Natürlich hat es keine Schuld in dem Sinne, aber es kann eben der Auslöser dafür sein. Das sage ich jetzt komplett wertfrei. Ich hatte zb eine schreckliche Schwangerschaft und ja, der Auslöser war schon das Kind in meinem Bauch ;-). Aber nie im Leben hätte ich ihm die Schuld zu geschoben oder es irgendwie dafür verantwortlich gemacht. Es hat ja nicht absichtlich der Mama das Leben zur Hölle gemacht.
Und du hast mit deinen Worten absolut recht. Das war auch das Paar der beiden, die die Kurve bekommen haben mit viel Arbeit daran.
Ach, ich dachte mir auch einige Male, wie toll wegrennen wäre ganz am Anfang
und wohin wärst du gelaufen?....was ist für dich weg?