so rosig wie ihr es beschreibt ist es nicht, ohne Vater aufzuwachsen, zumindest aus meiner Sicht auf drei Generationen alleinerziehender Mütter.
das problem liegt darin, dass geschiedene eltern nicht zwingend bedeutet, dass man ohne vater/mutter aufwächst.
meine eltern schieden sich als ich 12 war, und auch wenns kein rosenkrieg war, so wars doch ein jahrelanger "streit" vor dem richter. und ja, mitbekommen hab ich auch zuviel dadurch (das von dir erwähnte "<anderes elternteil> darf nicht erwähnt werden", wobei es bei mir nur ein abgeschwächtes "na fang mir ned mit dem an, sonst werd i wieder grantig" war).
was mir aber nicht gefehlt hat, war ein vater.
bei allem hass, den meine mutter in der zeit auf meinen vater hatte, und bei allem entsetzen, dass mein vater vor meiner mutter schon hatte ... beide haben nie ein geheimnis zu mir daraus gemacht, dass der/die jeweils andere eben mein vater/meine mutter ist, und sie sich niemals dazwischen stellen werden (und so war es auch).
ich denke allerdings wie du, dass das eine verantwortung ist, die eltern zu tragen haben, und desser sich bewusst sein müssen / sollten.
ich denke aber nicht, dass dies etwas ist, wo es ein "wir können nicht miteinander, es geht nicht" gibt.
die verantwortung, gute eltern (meinetwegen geschieden) zu sein,
muss über den differenzen, die die zwei eben haben, drüber stehen.
diese verantwortung, hat man übernommen, als man ein kind bekommen hat.