Scheidung oder Verzeihen möglich

Würdet ihr euch scheiden lassen?

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Mitglied #118472

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Hallo liebe Forenmitglieder,

ein arbeitsloser Ehepartner hat dem anderen Partner 20 Silberbarren verpfändet, weil dieser kurzfristig Liquidität benötigte und diese nicht verkaufen wollte, woraufhin der andere Ehepartner einen Kredit nahm. Die Barren dienten als Sicherheit über die 7 Jahre/84 Monate Laufzeit hinweg.

Nun der Knall: Der mittlerweile nicht mehr arbeitslose Ehepartner, der seiner Zahlungsverpflichtung immer nachkam, wollte, dass die bereits getilgten Summe ihm wieder übergeben wird. Der andere Ehepartner zögerte, rückte dann aber heraus, dass er 7000 Euro der an ihn verpfändeten Barren verkauft hat, weil er finanzielle Probleme hatte.

Nun der Überdrüberknall: In den 5 Jahren Ehe hatte er immer wieder finanzielle Probleme und vergriff sich am Silber als letzte Ausflucht, weil er eine Räumungsklage erhalten hat. Eigenes Geld hatte er nicht mehr, dadurch vergriff er sich am an ihm verpfändeten Silber, um die Räumung abzuwenden. Der eine Ehepartner wusste nichts davon, die Wohnung wurde vom anderen angemietet als die beiden noch nicht zusammen waren. Beide sind zwar hauptgemeldet, dien Wohnung bildet den Lebensmittelpunkt des Ehepartners. Der eine trat aber nicht in den Mietvertrag ein.

Wie würdet ihr reagieren? Was wiegt für euch schwerer? Der Vertrauensverlust durch den Verkauf des Silbers oder der Vertrauensverlust durch die Räumungsklage?
 
Ich glaube da wurden ein paar Grenzen finanzieller Natur überschritten.

Was davon schwerer wiegt kann ich jetzt nicht sagen und finde ich auch nicht relevant. Wie man damit umgehen kann hängt wohl von der Beziehung und der Einkommenssituation ab.

Persönlich habe ich eine Regel für die ich nur ganz ganz selten Ausnahmen mache:
"Verborge NICHTS was du nicht bereit bist im schlimmsten Fall zu verlieren oder abzuschreiben!"

In der Beziehung mache ich davon auch keine Ausnahme sondern ich verborge grundsätzlich nichts. Was ich meiner Partnerin gebe ist geschenkt und ich hätte noch niemals Geld, Wertsachen oÄ wieder zurück verlangt oder irgendwie zu sehr auf die Aufteilung von Kosten geachtet. Solange ich Geld habe spendiere ich gerne und teile es gerne. Und falls ich Mal keine mehr habe hoffe ich dass sie genug Rücklagen hat.
 
Ich glaube da wurden ein paar Grenzen finanzieller Natur überschritten.

Was davon schwerer wiegt kann ich jetzt nicht sagen und finde ich auch nicht relevant. Wie man damit umgehen kann hängt wohl von der Beziehung und der Einkommenssituation ab.

Persönlich habe ich eine Regel für die ich nur ganz ganz selten Ausnahmen mache:
"Verborge NICHTS was du nicht bereit bist im schlimmsten Fall zu verlieren oder abzuschreiben!"

In der Beziehung mache ich davon auch keine Ausnahme sondern ich verborge grundsätzlich nichts. Was ich meiner Partnerin gebe ist geschenkt und ich hätte noch niemals Geld, Wertsachen oÄ wieder zurück verlangt oder irgendwie zu sehr auf die Aufteilung von Kosten geachtet. Solange ich Geld habe spendiere ich gerne und teile es gerne. Und falls ich Mal keine mehr habe hoffe ich dass sie genug Rücklagen hat.
Naja. Der eine Ehepartner hat ja dringend Geld benötigt und wollte aufgrund von steigenden Kursen Silber als Pfand an den anderen geben, damit der im Ablebens- oder Insolvenzfall den Kredit mit den 20 Barren abdecken kann. Der Ehepartner hat sich dann aber am Pfand bereichert. Verschenkt, geborgt wurde nichts.
 
Schlussendlich haben wir hier keinen Einblick in diese Beziehung. Oder Finanzen.

Wenn die Beziehung harmonisch ist würde ich über sowas hinwegsehen. Und wenn das Silber aufgewendet wurde um Räumungsklagen zu bedienen dann war das vermutlich (gemeinsame Wohnung?) im Interesse beider.

Wenn es jetzt aber zur Trennung kommt... Ja dann ist sehr fraglich wie viel von diesen Transaktionen nachweisbar ist und wie viel und wer einen Anspruch worauf hat. Dann dürfen sich damit wohl Anwälte und sonstige Experten befassen.

Ich würde persönlich nur vorschlagen einen Menschen und eine Beziehung höher zu bewerten als Silber, Geld oÄ!
Sicher ist sowas ein Vertrauensbruch, je nach Vereinbarung sogar fragwürdig korrekt was die Legalität angeht,... Aber es bleibt am Ende des Tages nur Geld.
 
Wenn die Beziehung harmonisch ist würde ich über sowas hinwegsehen. Und wenn das Silber aufgewendet wurde um Räumungsklagen zu bedienen dann war das vermutlich (gemeinsame Wohnung?) im Interesse beider.
Wenn der Partner, dem das Silber verpfändet wurde, aber niemals über seine finanziellen Probleme sprach und dies systematisch vor dem Partner verheimlichte? Selbst die Briefe der Anwälte und die Klage selbst wurden vom Partner verheimlicht.
 
Ja ist jetzt nicht unbedingt vertrauensfördernd schon klar.

Aber viele Menschen haben in Beziehungen Angst über Probleme, gerade finanzieller Natur zu reden. Angst und Sorge dass sie das weniger attraktiv macht, ihre Versorgerrolle gefährdet ist, sie den Ansprüchen des Partners nicht gerecht werden uÄ.

Sowas anzusprechen fällt oft schwer und viele tun da einiges um es unter der Decke zu halten.

Sicher nicht die feine Art, legal fragwürdig da ihm das Silber ja eigentlich nicht gehört hat und definitiv ein Vertrauensbruch... Aber eben auch nur Geld.

Und die Kehrseite der Medaille ist halt auch dass davor scheinbar schon zu wenig Vertrauen da war um offen über die Probleme und die Finanznot zu reden. Da könnte man auch hinterfragen warum das so war und ob das so optimal gelaufen ist!
 
Wenn der Partner, dem das Silber verpfändet wurde, aber niemals über seine finanziellen Probleme sprach und dies systematisch vor dem Partner verheimlichte? Selbst die Briefe der Anwälte und die Klage selbst wurden vom Partner verheimlicht.
Das wäre für mich das Schlimmste an der Sache. Ansonsten, Geld/Wertsachen sind ersetzbar und eine Beziehung für mich bei weitem wertvoller als jedes Kapital.
Der Vertrauensbruch allerdings, vor allem das verheimlichen von so wichtigen Umständen wie Räumungsklage und zusätzlich das Hintergehen durch Diebstahl, wäre für mich wohl unverzeihlich.
 
Das wäre für mich das Schlimmste an der Sache. Ansonsten, Geld/Wertsachen sind ersetzbar und eine Beziehung für mich bei weitem wertvoller als jedes Kapital.
Der Vertrauensbruch allerdings, vor allem das verheimlichen von so wichtigen Umständen wie Räumungsklage und zusätzlich das Hintergehen durch Diebstahl, wäre für mich wohl unverzeihlich.
Wäre es für dich ein Scheidungsfall?
 
Ich bin vom Silber und Gold verwirrt 😂

Ehepartner mit getrennten Konten kenne ich nicht in meinem Umfeld.

Meine Schwester und ich Freund sind seit 25 Jahren zusammen aber leben getrennt und jeder hat seine eigenen Ausgaben und zu Hause.

Sogar die Zahnbürste wird jedesmal mitgenommen wenn sie übers Wochenende Mal bei ihr oder ihm schlafen.😄
 
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