Also in einer funktionierenden Beziehung sollte das eigentlich kein Problem sein. Bei gesundem Menschenverstand kann man schon unterscheiden zwischen rein visuellem Reiz und echtem Haut an Haut Gefühl mit der Partnerin.
Masturbation zu Pornos kann eine Ergänzung bzw. Abwechslung sein, sollte aber nicht überhand nehmen.
Und als Paar gemeinsam solche Filme anzusehen, ist meistens ohnehin nur ein Vorspiel.
Mein Freund und ich brauchen in erster Linie unseren Kopf, um uns auf Erotik einzulassen und mit sämtlichen Sinnen hinzugeben. Wir benötigen einfach keine fremden Schauspieler, bei denen es meistens nur um reine Penetration geht, um uns zu erregen.
Abgesehen davon sind die meisten Darsteller*innen nicht das, was ich im Bett neben mir haben wollen würde oder gar attraktiv finde.
Wenn ich meinen Freund anschaue, während er mich beispielsweise streichelt, anschaut, küsst, verwöhnt o.ä. kann kein Porno der Welt das in irgendeiner Weise positiv bereichern - weil das im gleichen Atemzug auch bedeutet, dass ich meinen Fokus von dem, was mir in diesem Moment am Liebsten ist, abwenden und auf etwas sehr Oberflächliches richten müsste.
(Mir ist auch klar, dass ich "Pornos" stark verallgemeinere, weil die Beispiele, die ich kenne, eventuell ein verzerrtes Bild hervorgerufen haben!)
Bei einem Porno könnte ich mich zum Beispiel am einfachsten befriedigen, wenn ich die Augen schließe, den Ton ausmache und mich meinem Kopfkino hingebe.
Aber jeder tickt anders und offensichtlich gibt es täglich hunderte Millionen (Porno-schauende) Menschen, die anders denken, als ich.
Und das ist auch gut so!