Partnerschaft in der jeder seine eigene Wohnung oder Haus hat

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Damit unterstellst Du ja quasi: "...der Quantensprung will das ja eigentlich auch,
er hat nur noch nicht die passende Frau dazu gefunden
."

Solche oder ähnliche Sprüche hab ich früher immer wieder mal gehört (na ok, bei mir wär's dann der "richtige Mann" gewesen :D). Kann mir kaum zwei Biografien und Lebensweisen vorstellen, die unterschiedlicher wären als unsere beiden. Trotzdem haben wir anscheinend ähnliche Vorstellungen in Sachen Lebensgestaltungen.

Ich versteh nicht, warum das eine "richtiger" - echter, verbindlicher, ehrlicher oder verantwortungsvoller sein sollte als das andere.

Ich hab mich seinerzeit entschieden, mich auf das Abenteuer Zusammenleben mit außerordentlich weitreichenden Konsequenzen einzulassen. War zu der Zeit richtig, war natürlich auch mit viel Selbstbeschränkung verbunden, war nicht "aus Versehen", sondern bewußte Entscheidung und für mich Kompromiß, den ich auch rückblickend nicht bereue. Aber: es entsprach nicht meiner Art, ich muß das ständige Zusammensein und jeden Furz teilen nicht haben, obwohl ich durchaus auch genießen kann, mich über die Schnürsenkelfarbe der Nachbarin bis ins Detail auszutauschen.

Mich ärgert's nicht, wenn andere das Bedürfnis nach eigenen vier Wänden und Autonomie nicht nachvollziehen können, aber was mich immer wieder mal anpißt ist die Unterstellung, man sei entweder beziehungsunfähig oder habe eben den/die "Richtige" noch nicht gefunden oder wolle nur die "Sonnenseiten des Lebens" teilen und wäre nicht bereit, Verantwortung für den Partner zu übernehmen. Das ist absoluter Bullshit, das mag auf einzelne Leute ja zutreffen, aber das äußert sich doch nicht darin, was man für sich selbst will und braucht.

Zumindest für mich kann ich mit Gewißheit sagen, daß ich mich durchaus binden kann, es tue, Verantwortung tragen kann und will und nicht selten dabei über meine Kräfte hinausgehe. Ändert nichts daran: meine Wohlfühl-Umgebung sind eigene vier Wände, wo ich immer wieder auch Kraft tanken, zur Ruhe kommen, für mich sein kann und will, ganz besonders auch in Zeiten, wo ich mit und für andere - sei es Partner oder auch beruflich - Energien tanken kann.

Ich würde nicht auf die Idee kommen, Leuten, die für ihr Lebensglück gemeinsamen Wohnraum-Bett-Kochgelegenheit brauchen, ihre Vorstellungen in irgend einer Form schlecht zu reden, umgekehrt kann man doch wohl erwarten, daß es nun mal unterschiedliche Gewichtungen in dem gibt, was jeder einzelne nun mal für sich braucht und wichtig hält.
 
Solche oder ähnliche Sprüche hab ich früher immer wieder mal gehört (na ok, bei mir wär's dann der "richtige Mann" gewesen :D). Kann mir kaum zwei Biografien und Lebensweisen vorstellen, die unterschiedlicher wären als unsere beiden. Trotzdem haben wir anscheinend ähnliche Vorstellungen in Sachen Lebensgestaltungen.

Ich versteh nicht, warum das eine "richtiger" - echter, verbindlicher, ehrlicher oder verantwortungsvoller sein sollte als das andere.

Ich hab mich seinerzeit entschieden, mich auf das Abenteuer Zusammenleben mit außerordentlich weitreichenden Konsequenzen einzulassen. War zu der Zeit richtig, war natürlich auch mit viel Selbstbeschränkung verbunden, war nicht "aus Versehen", sondern bewußte Entscheidung und für mich Kompromiß, den ich auch rückblickend nicht bereue. Aber: es entsprach nicht meiner Art, ich muß das ständige Zusammensein und jeden Furz teilen nicht haben, obwohl ich durchaus auch genießen kann, mich über die Schnürsenkelfarbe der Nachbarin bis ins Detail auszutauschen.

Mich ärgert's nicht, wenn andere das Bedürfnis nach eigenen vier Wänden und Autonomie nicht nachvollziehen können, aber was mich immer wieder mal anpißt ist die Unterstellung, man sei entweder beziehungsunfähig oder habe eben den/die "Richtige" noch nicht gefunden oder wolle nur die "Sonnenseiten des Lebens" teilen und wäre nicht bereit, Verantwortung für den Partner zu übernehmen. Das ist absoluter Bullshit, das mag auf einzelne Leute ja zutreffen, aber das äußert sich doch nicht darin, was man für sich selbst will und braucht.

Zumindest für mich kann ich mit Gewißheit sagen, daß ich mich durchaus binden kann, es tue, Verantwortung tragen kann und will und nicht selten dabei über meine Kräfte hinausgehe. Ändert nichts daran: meine Wohlfühl-Umgebung sind eigene vier Wände, wo ich immer wieder auch Kraft tanken, zur Ruhe kommen, für mich sein kann und will, ganz besonders auch in Zeiten, wo ich mit und für andere - sei es Partner oder auch beruflich - Energien tanken kann.

Ich würde nicht auf die Idee kommen, Leuten, die für ihr Lebensglück gemeinsamen Wohnraum-Bett-Kochgelegenheit brauchen, ihre Vorstellungen in irgend einer Form schlecht reden zu lassen, umgekehrt kann man doch wohl erwarten, daß es nun mal unterschiedliche Gewichtungen in dem gibt, was jeder einzelne nun mal für sich braucht und wichtig hält.

perfekt!
 
Für mich sehr bewundernswert, mei Ex-Schwiegervater, er hatte 2 Lebensgefährtinnen.
Eine in Österreich, die andere in seinem Ursprungsland, in welchem er bestimmt die halbe Zeit verbringt.
Er hat in beiden Ländern eine eigene Wohnung (somit sind wir wieder beim Thema:D). Er behandelte beide gleichermaßen liebevoll.
Alle drei kannten einander und hatten damit kein Problem. So wie er beide behandelt hat, hatte er mit beiden, trotz fortgeschrittenem Alter Sex. Als dann die ausländische (an Krebs) gestorben ist, hat die andere mit ihm am Grab bei der Beerdigung geweint.

Gestern bei Amore unter Palmen (Jaja, ich weiß :rofl:) hat auch eine gesagt, dass es ok für sie ist, wenn ihr Freund eine andere Frau heiratet und Kinder mit ihr bekommt, sie will ihm keine Familie verwehren und sie ist schon zu alt dafür. Das alles unter der Voraussetzung, dass sie seine Nummer 1 bleibt.
Kann ich auch absolut nicht verstehen oder nachvollziehen, aber es wird schon so passen für die und somit ist es auch ok. Muss ja eh immer nur für die Beteiligten passen und für niemand sonst.
 
Schubladendenken...
Schublade: Affäre
Schublade: Partnerschaft
kann doch beides sein, wie heißt das dann?

Beim @Mitglied #456556 ist seine Freundin bestimmt keine Affäre mehr...
kann für dich so sein. ich habe bis dato meine Affäre nur gefickt, und mit Partnerschaften zusammen gewohnt...
es wird dir doch nichts ausmachen, dass ich von mir rede. der rest ist mir wurscht, was andere machen.
 
Nachdem ich @Mitglied #67897 persönlich (flüchtig) kenne und wir beide auch anderweitige Verbindungen haben, denke ich sagen zu können: Er hats nicht notwendig, angeben zu müssen.
Du kennst Leute real? :shock:
Mon dieu.... :rofl:
Die Qualität einer Beziehung bemisst sich doch nicht am Wohnort.
Recht geb.
Am Ende des Tages läuft's darauf raus, wie wichtig jedem Individuum Nähe im Alltag ist.
Die einen brauchen mehr, die anderen weniger. Da gibt's kein absolutes RICHTIG und FALSCH.

Ich weiß für MICH, dass ich dauernde Nähe nicht mag. Das tägliche Austauschen über Platitüden
und darüber, "ob die Kollegin im Büro nun einen neuen Lover hat" langweilt mich unglaublich,
um da nur ein Beispiel rauszugreifen.
Ich mag's für mich so wie's ist - und alle anderen sollen's so einrichten, wie sie's für sich als passend erachten.
Eigentlich ganz easy.
:up:

Ich spinne eben weiter, was ist zum Geburtstag? Z.b ,vormittags mit den Kindern, Abends mit den Mitbewohnern und dann Nachts mit dem Herzmann...als Beispiel.
Ich lese Herzmann und krieg die Krise... aber deiner wird wohl nicht @Mitglied #232061 sein.
 
Ich hoffe wir sind hier um zu diskutieren.
Nö! Ich bestimme und Ihr müsst so folgen! :hahaha:
:ironie:

Natürlich diskutieren wir drüber. "Red ma mal drüber!", weil ja uU schon jemand mal in der Situation war, in der ein anderer grad steckt und dann von den Erfahrungen womöglich was für sich mitnimmt. Entscheiden, wie es bei jedem läuft, muss sowieso ein jeder selbst. ;) Und wenn @Mitglied #67897 auf seinen 190 qm gern mit seinen Poloshirts, seinen Hemden und Anzügen und einem Teil der Fa. lebt, dann ist das sein Ding. Ich könnte mir das für mich ned vorstellen. Muss ich aber auch ned. Genausowenig wie er nu in eine 500 qm Wohnung umziehen muss, damit seine Frau/Freundin/LG/Whatever auch noch einen Platz bei ihm findet. :cool:


Muss jeder sein Lied singen, was ja zum Glück nicht bedeutet, dass einem das vom anderen gefällt.
Nicht jeder kann in jedem Chor mitträllern. :up:


Du kennst Leute real? :shock:
Ja, kennt er. Kann ich bezeugen. Weil mi kennt er sicher real, weil ich ihn real kenne! ;)
 
Bei Partnerschaften für die ich keine lange Zukunft sehe oder bei Partnerschaften, die ziemlich frisch sind und man sich darüber noch nicht im Klaren ist.
Mein Mann ist auch der erste Partner mit dem ich zusammen leben wollte. Wir hatten zwar 2/3 unserer Partnerschaft (nachdem ich seinen Heiratsantrag angenommen habe) getrennte Wohnsitze, das lag aber eher an äußeren Umständen wie größere Abstände in denen wir uns für längere Zeit in verschiedenen Ländern aufgehalten haben. Wir haben es aber gehasst.

Ich will jede Nacht neben ihm einschlafen und jeden Morgen neben ihm aufwachen ... und ich glaube, ihm geht es mit mir auch so :lol:
 
Bei Partnerschaften für die ich keine lange Zukunft sehe oder bei Partnerschaften, die ziemlich frisch sind und man sich darüber noch nicht im Klaren ist.
Mein Mann ist auch der erste Partner mit dem ich zusammen leben wollte. Wir hatten zwar 2/3 unserer Partnerschaft (nachdem ich seinen Heiratsantrag angenommen habe) getrennte Wohnsitze, das lag aber eher an äußeren Umständen wie größere Abstände in denen wir uns für längere Zeit in verschiedenen Ländern aufgehalten haben. Wir haben es aber gehasst.

Ich will jede Nacht neben ihm einschlafen und jeden Morgen neben ihm aufwachen ... und ich glaube, ihm geht es mit mir auch so :lol:
Schön
 
Bei Partnerschaften für die ich keine lange Zukunft sehe oder bei Partnerschaften, die ziemlich frisch sind und man sich darüber noch nicht im Klaren ist.
Mein Mann ist auch der erste Partner mit dem ich zusammen leben wollte. Wir hatten zwar 2/3 unserer Partnerschaft (nachdem ich seinen Heiratsantrag angenommen habe) getrennte Wohnsitze, das lag aber eher an äußeren Umständen wie größere Abstände in denen wir uns für längere Zeit in verschiedenen Ländern aufgehalten haben. Wir haben es aber gehasst.

Ich will jede Nacht neben ihm einschlafen und jeden Morgen neben ihm aufwachen ... und ich glaube, ihm geht es mit mir auch so :lol:

Das Einschlafen und Aufwachen mit meiner Partnerin @Mitglied #321275 :liebe: ist für mich essentiell. Wenn ich auswärts arbeiten muss, aber auch wenn ich bei der Jagd auf der Hütte übernachte, da fehlt mir ihre Wärme, ihr Duft, ihre strammen Hinterbacken beim Zsammkuscheln. Daher ist Zsammwohnen mein favorisiertes Konzept. :)
 
Das Einschlafen und Aufwachen mit meiner Partnerin @Mitglied #321275 :liebe: ist für mich essentiell. Wenn ich auswärts arbeiten muss, aber auch wenn ich bei der Jagd auf der Hütte übernachte, da fehlt mir ihre Wärme, ihr Duft, ihre strammen Hinterbacken beim Zsammkuscheln. Daher ist Zsammwohnen mein favorisiertes Konzept. :)
Ja :liebe: das ist echt ein schönes Gefühl.
Ihr habt aber auch viel Freiraum, oder? Ich liebe es meinen Partner um mich zu haben, aber genauso brauche ich auch Zeit für mich. Das läuft bei uns wie geschmiert (hoffentlich bleibt es so), aber ich weiß, dass in vielen Beziehungen das oft ein Problem darstellt ... und das Bedürfnis nach Nähe bzw. Freiraum sich stark unterscheidet.
 
Ja :liebe: das ist echt ein schönes Gefühl.
Ihr habt aber auch viel Freiraum, oder? Ich liebe es meinen Partner um mich zu haben, aber genauso brauche ich auch Zeit für mich. Das läuft bei uns wie geschmiert (hoffentlich bleibt es so), aber ich weiß, dass in vielen Beziehungen das oft ein Problem darstellt ... und das Bedürfnis nach Nähe bzw. Freiraum sich stark unterscheidet.

Ja, jeder hat seinen Freiraum... ich weiss, wann der Frau ein "Büldl" durch den Kopf geht und sie auf Malmodus schaltet... sie weiss, dass ich bei Mond auf Sauen oder Füchse gehen will und dass Oktober/November mit herbstlichen Wind, mein Frühling sind... :)
 
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