Glaubt ihr ernsthaft die haben alle kein Privatleben?
Broterwerb würde ich mal nicht Privatleben nennen.
Das ist womit die Lebenserhaltungskosten bestritten werden.
Verbunden mit Gewerbeschein auch von unternehmerischen Entscheidungen abhängig.
Das ist ein Gewerbe mit unterschiedlich hohen Erfolgschancen und Varianten.
Es ist schon ein Unterschied ob ich daheim mal Brötchen backe oder eine Bäckerei als Unternehmen betreibe.
Hab ich Sex weil es mir Spaß macht oder weil ich damit mein Leben bestreite.
(jeder Job kann mal mehr mal weniger Spaß machen - warum sollte es da anders sein?)
Ich denke, wenn ein gutes Mutter-Kind-Verhältnis da ist, wird man auch bei Zeiten drüber reden können.
Als Erwachsener fragt man sich ja irgendwie schon wie es der Mutter geht, da führt man Erwachsenengespräche.
Es gibt hier ja etliche Leut, die ein gutes Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern haben. Da redet man doch wechselweise über den Job oder?
Als Eltern: Wenn Euer erwachsenes Kind erzählt in einer Versicherung zu arbeiten und man sieht sich öfters und plaudert, hätte man doch auch irgendwie das Gefühl da stimmt was nicht, wenn es in Wirklichkeit in der Bowlinghalle die Drinks serviert. (so zum Beispiel)
Mit so einem Geheimnis würden wohl einige Türen verschlossen bleiben. Ob man sich auch auf die Schule und Ausbildung konzentrieren kann?! Oder eher deswegen depressiv wird und das Leben dadurch zerstört wird?! Zum Glück nur eine Fiktion.
So ein Schwachsinn. Meine waren auf einer katholischen Privatschule, da gab es zwei Mütter die recht erfolgreich in der Erotikbranche tätig waren. Sie haben genauso ausgesehen wie der Durchschnitt der anderen Mütter, geredet, sich bewegt, für die schulischen Belange interessiert, mit ihren Kindern gelernt, Geburtstagspartys organsiert. Klar war es nicht die große Glocke, beim Elternabend stellen sich die Eltern ja nicht mit ihren Jobs vor. Wenn man ein paar Jahre aufgrund der Kinder gleichfalls befreundet ist, ja dann plaudern die Mamas schon mal miteinander bei einem Glaserl.
Das ist doch nichts Abartiges wo man Berührungsängste haben muss oder ein Mal auf der Stirn trägt. Das Wahnsinnsgeheimnis war es auch nicht und geächtet wurde keine von beiden, weil sie echt o.k. waren im Elternteam. Da gab es ein paar Helikopters die man lieber abgeschossen hätte.
Eine körpernahe Dienstleistung - na und?
Man muss ja nicht gleich das Schlimmste annehmen.
Wenn jemand einen Bürojob hat, nehme ich auch nicht an, dass er gezwungen wird unbezahlte Überstunden zu machen, die Bleistifte mit den Zähnen zu spitzen, gezwungen und am Schreibtischstuhl festgebunden wird, und vom Chef bespuckt.
Gute und schlechte Jobs gibt´s nun mal.
Wenn alles ordentlich abläuft, dann ist es die Entscheidung der Mutter, da braucht sich weder sie noch das Kind dafür genieren.
Wahrscheinlich rennt man auch nicht lustig herum und erzählt jedem den man trifft, dass der Papa Leichenwäscher ist, selbst wenn es ein ehrbarer Beruf ist.
Das sind schon recht schwülstige Phantasien, die Du da hast.