Sehr gutes Beispiel

(nachdem wir uns im Telekom - Bereich nicht annähern können ...... ich wünsch mir jedenfalls keine staatliche Monopol - Telekom mehr

)
Natürlich war früher nicht alles ideal, das hätte sich aber auch ohne Privatisierung verbessern lassen.
Wie schon erwähnt, früher bestand nicht die Notwendigkeit Leute mit Verträgen über den Tisch zu ziehen, sie fast rund um die Uhr mit Telefonanrufen wegen Vertragswechsel zu tyranisieren.
Die Hälfte meiner Kunden wissen doch schon nicht mehr mit wem sie überhaupt einen Vertrag haben und wie lange der läuft, wo man ihn kündigen könnte ec.
Mit kotzt es schon an wenn sie mich anrufen und fragen an was es liegt, dass sie gegen 18 Uhr keine Ferngespräche mehr führen können. Fragt man sie dann über wen sie telefonieren, wissen sie zwar, dass sie vor Tagen einen Vertragswechsel hatten, aber wer der Vertragspartner ist, Fehlanzeige, das wissen sie nicht. evtl die Telecom, oder die Telekom oder oder oder. Lass ich sie dann testen obs über die Vorwahlnummer der Telekom geht, funktionierts plötzlich.
Aber auch die Telekom nehm ich von der Verschlechterung nicht aus, auch deren Leistung ist mit dem Service von früher absolut nicht mehr vergleichbar, dabei schneiden sie in den Tests meist als Sieger ab.
Zwar sind meine selbst erlebten Beispiele nicht von großer Zahl ........ aber:
Das Krankenhaus Schwarzach im Pongau ist privat (kirchlicher Orden)geführt. War selbst einmal wegen einer Operation dort. Ganz hervorragendes Krankenhaus, hervorragende Pflege, freundliches Personal (Gibt dort seit langem schon auch Filipinas als Schwestern. Ich hab gegen diese Schwestern nichts einzuwenden, bin kein Rassist)

Und nein, ich lag nicht in der Luxusklasse
Bei den einen Gutmensch bei den anderen Rassist, naja wenn wieder mal die Argumente fehlen.
Es ging darum, dass es in D bereits Krankenhäuser gibt in denen du dich weder auf deutsch, englisch, französisch oder italienisch über Tage hinweg nicht verständigen kannst.
Natürlich gibt es auch in staatlichen Krankenhäuser ausländisches Personal, aber die können sich alle
auf deutsch verständigen.
Durch den Beruf meiner Frau kommt man auch ab und an mit einigen Ärzten zusammen. Die Ärzte die von den staatlichen Häusern zu den privaten Häusern gewechselt haben wünschen sich dringenst mal wieder eine OP bei der sie sich mit dem Hilfspersonal wie Schwestern oder Pflegern verständigen können. Ich hielt es zunächst für einen Witz, es war aber leider keiner.
Natürlich wurde bei der Privatisierung überlegt wo man sparen kann. Das war das erste über das sich der neue Aufsichtsrat mit dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden und dem neuen Geschäftsführer von Mc Kinsey Gedanken machte. Diese Posten wurden natürlich zuerst geschaffen, selsamerweise bekamen da die Personen die die Privatisierung betrieben zuerst etwas ab.
Als erstes wurde die hauseigene Wäscherei abgeschafft, danach die hauseigenen Putzfrauen. Die neuen privaten Anbieter rechnen ihrem Personal dann vor in wieviel Minuten man ein Krankenzimmer, einen OP-Saal putzen kann. Leider müssen deren Personal dann nicht ein Krankenzimmer in diesem Tempo putzen, sondern zig.
Selbst mit dem Auge erkennt man ohne genau hinzuschauen, dass das nicht sauber ist, was da hinterlassen wird, aber wurscht es ist ja billiger.
Schaut man dann allerdings in die Statistik wie viele Mensch früher nach der OP eine Wundinfektion bekamen und wie viele heute eine bekommen, stellt man fest es ist nahezu unverändert. Das liegt aber nur daran, dass man früher zB. nach einer Leistenbruch OP fast 14 Tage im Krankenhaus lag und alles was da auftrat in die Statistik kam, der Patient heute aber noch am OP Tag das Krankenhaus verlässt und man somit eine Infektion überhaupt nicht mehr im Krankenhaus bemerkt, der kommt frühestens nach 3 Tagen wieder, dann als neuer Fall. Die Fälle in denen bei anderen OP´s dann aufgrund der längeren Verweilzeit die Infektion dann doch noch im Krankenhaus sichtbar wird nehmen natürlich deutlich zu.
Ein Bekannter von mir liess sich in einer privaten Klinik operieren, er hatte zu staatölichen Dingen in etwa deine Einstellung, als er dann in der Nacht nach einer Kreuzbandop Schmerzmittel verlangte hiess es er solle sich nicht so anstellen, zuhause hätte er die auch nicht.
Ich geh aber nicht ins Krankenhaus, dass ichs wie zuhause habe.
Wenn ich dort liegende Bekannte besucht habe ....... immer alles tipp topp

Muß ja nicht alles schlecht sein, aber warte mal ab bis sich die Idee mit den 25 % Rendite durchsetzt.
Der alte Vater einer Verwandten kam in Wien nach einem Sturz ins (nicht private) Meidlinger Unfallkrankenhaus. Der alte und hilflose Mann wurde dort in einer unfreundlichen Art behandelt, die uns die Tränen in die Augen getrieben hat. Sein Stiefsohn hat eine Beschwerde abgegeben, ich weiss nicht, was daraus geworden ist.
Daraus wird nix weder privat noch staatlich.
Aber er wurde wenigstens behandelt, das können bei uns nicht alle sagen, die das privatisierte Krankenhaus aufgesucht haben. Ich kenne schon 3 Fälle in denen sie Kinder mit akutem Blinddarm wieder nach Hause schickten, bis er dann platzte. Diese 3 mittlerweile jugendliche haben seither, nachdem sie es zunächst mit Glück überlebt haben noch heute mit Verwachsungen im Bauchraum zu kämpfen. Unsere Tochter hätte es fast genau so erwischt, hätten wir keine Beziehungen gehabt und eine OP durchgesetzt.
Es kann einfach nicht sein, dass es in diesem Bereich auf eigenes Wissen, Durchsetzungsvermögen und Beziehungen ankommt.
Die Probleme im Gesundheitswesen haben aber nur wenig mit der Frage "privat oder Staat" zu tun. Eher ist es der Geldmangel durch explodiernde Kosten.
Naja, so Aufsichtsräte und Aufsichtsratsvorsitzende plus deren Personal kostst natürlich schon was.
Wir werden immer älter und finden uns mit den daraus resultierenden Beschwerden immer weniger ab.
Naja, so langsam einzelne Jahre

Das Problem ist doch, dass wirs ermöglichen, dass es immer mehr Jobs gibt die nicht mehr Sozialversicherungspflichtig sind. Die Angestellten und Arbeiter die früher beim Fernmeldeamt gearbeitet haben, haben alle brav einbezahlt, die heutigen Callcentermitarbeiter in Rumänien bezahlen in D genau nix.
Merkst wie sich die Katze bei deiner Privatisierung in den Schwanz beisst?
Soll ja schon Leute gegeben haben, die sich bei der Kasse das Viagra einklagen wollten

das machen nur die ehrlichen Beamten, die anderen lassen sich was fürs Herz verschreiben und holen sich für dieses Rezept im Hinterzimmer der Apotheke das Viagra.

Nur scheint das noch nicht bis zu dir durchgedrungen zu sein.

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Naja, es kann ja nicht jeder alles wissen.
Ich will mir meinen (privaten) Hausarzt (dem ich wirklich vertraue) nicht wegnehmen lassen und ich will mir auch meinen Facharzt selber aussuchen können. Sag nicht, dass ich jetzt übertreib, da hat es auch schon Ideen gegeben ......
Es gab schon ganz andere Ideen

die haben aber nix mit dem Thema zu tun, das gehört in den Euthanasiethread. Aber spätestens in 10 Jahren wird eh von der Krankenkasse gerechnet was sich für wen nocht lohnt. Und so wie die Aufsichtratsentlohnung (in den Krankenhäusern und Krankenkassen) steigt, so wird man eben mit dem Rest disponieren müssen.
So gesehen kann ich den Titel des Threads folgendermaßen beantworten:
weder - noch ........ es ist im Einzelfall festzustellen und auszudiskutieren ob diese Aufgabe unbedingt der Staat wahrnehmen muss.
Diese Fälle habe ich ja schon aufgelistet
Der Staat macht´s meistens teurer. Er bietet es trotzdem oft billiger an. Die Differenz zahlt der Steuerzahler.
Der Private macht´s meistens mit weniger Kosten. Er bietet es oft teuer an, weil er Kohle machen will.
Und die Einsparungen im Bereich Personal, egal ob Jobabbau, Jobs ohne Sozialversicherung, Billigjobs, die Differenz bezahlt der Steuerzahler. Nur bemerken das manche nicht.
Bei diesen beiden Weisheiten müssen wir ansetzen. Ich darf zum Beispiel den Privaten nicht so ohne weiteres die Briefpost ausliefern, wenn die sich dann die einfach und ertragreich zu bearbeitenden Gebiete herauspicken und die entlegenen Kunden links liegen lassen.
Das ist aber im Telefonbereich/Bahn/Versorger/Entsorger/Krankenhaus (wir haben Bereiche, da haben Menschen 50 Km bis ins nächste Krankenhaus, hätte es uns betroffen wäre unsere Älteste im Auto geboren worden) das selbe. Ballungsgebniete werden versorgt, und selbst in meinem 10 000 Seelen Dorf klappts meist nicht.
Und es besteht natürlich überhaupt keine Notwendigkeit, privaten Geschäftemachern das Trinkwasser auszuliefern.
Aber die Stromversorgung konnte man ihnen locker ausliefern?
Wie schon erwähnt, staatlich 6 Pfennig pro KW privatisiert 24 Cent ca 48 Pfennig. 800% so eine Inflation gibts überhaupt nicht.
