Medikament Libido steigern, Antidepressiva

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Hallo zusammen,
Kennt wer - am besten aus eigener Erfahrung - ein Libido steigerndes Antidepressiva?
Wie sind die Erfahrungen?

Ich bin langjähriger Antidepressiva Patient.
Fast alle Medis in diesem Bereich schwächen die Libido stark.
Was tun?
 
Fast alle Medis in diesem Bereich schwächen die Libido stark.
Ja, tun sie. Luststeigernde Antidepressiva gibt es nicht. So wie @Mitglied #273067 schrieb, kannst Du Dich nur vertrauensvoll an Deinen Arzt wenden. Meine Neurologin hat mit mir dann alle möglichen Fabrikate von diversen Pharmafirmen in verschiedenen Dosierungen probiert, um das Medikament zu finden, das bei mir die Libido nicht unterdrückt. Ist eine langwierige Geschichte, weil man ja das Zeug einige Zeit nehmen muss, damit man sieht, wie es wirkt.
Hat sich aber ausgezahlt, denn das passende Medikament habe ich über 10 Jahre eingenommen.
Glaube mir, die Ärzte kennen das Problem. Du brauchst Dich also nicht genieren.
Es hat auch keinen Sinn, nach den Antidepressiva von anderen zu fragen, da jedes Medikament bei jedem Menschen anders wirken kann.
 
Schon mal an Ernährung und Bewegung gedacht?

Man müsste natürlich vorab wissen was die primäre Ursache für die Depression bei dir ist.

Die Mehrheit der Fälle von Depressionen basieren ja immer auf einem Mangel. Z.B. Eisen, B12, Vitamin D und vieles mehr.

Dann gibt es noch chemische Ungleichgewichte als Ursache. Z.B. Hormone, Schilddrüse, Entzündungswerte oder pauschal Stoffwechsel.

Und natürlich auch die genetische Prädisposition, was in meinen Augen die schlimmste Ursache ist.

Oft sind die Ursachen auch noch verkettet.
Genetische Veranlagung vorhanden,
Eisenmangel senkt noch die Neurotransmitter und im düsteren Winter verlässt einen noch der Partner und schon triggert sich eine fürchterliche Episode.

Eisen, B12 lassen sich oft sehr leicht beheben. Da reicht oft schon ein Besuch in der Drogerie.

Schilddrüse, Vitamin D oft mit etwas mehr Aufwand verbunden, aber auch in den Griff zu bekommen.

Stressbedingt muss man natürlich oft selbst in den Griff bekommen. Job wechseln, Partner wechseln uvm.

Genetisch, bipolar, psychotisch... . Tja, da braucht es dann definitiv mehr als nur Ernährung, Sonne oder Bewegung.

Was du aber unbedingt abklären solltest und erst danach kannst du dich einordnen:

Blutbild
Ferritin
Vitamin B12
Vitamin D
TSH, fT3, fT4
CRP
Testosteron

Bei mir ist es z.B. Eisenmangel, nehme es auch bei ausgezeichneter Ernährung nicht gut auf. Daher Präparate.
Früher kam noch Stress dazu, den habe ich quasi abgeschafft. Berufliche Umstellung, totale Neuorientierung.

Bei meiner Tochter ist es Vitamin D Mangel gewesen. Lösung war Vitamintropfen plus Sonne.

Und bei meiner Frau war es einmal die falsche Pille und später einmal überhöhte Entzündungswerte durch einen rheumatischen Schub. Da war die "Heilung" sehr zäh. Aber auch nach 5 Jahren in den Griff bekommen.

Am schlimmsten ist es wenn man sich bei Depressionen in eine Opferidentität drängt und statt Abklärung eine Behandlung fordert welche dann nicht zielführend ist.

Manche neigen sogar dazu andere Betroffene in eine "chronifizierte Opferidentität" zu drängen um sich selbst darin zu bestätigen.

Quasi; "ich bin etwas besonderes weil ich Depressionen habe, jeder der mich davon befreien kann nimmt mir etwas weg!"
(Wird wahrscheinlich auch hier im Thema und bezogen auf meinen Beitrag bald auftauchen!)

Und auch Ärzte sind davon oft schon demotiviert und verschreiben lieber etwas ohne perfekte Abklärung. Schwer, gutes Personal zu finden!
 
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