Machtgefälle

Dito beim Fesseln: wenn jemand gefesselt in der Luft hängt hat der natürlich völlige Autonomie, oder?

Ebenso bei Sadismus, wenn ich jemanden so sehr quäle daß er nicht mehr möchte, am aufbegehren ist, beginnt nach dem Safeword zu suchen, um im nächsten Moment das Ruder herumzureissen und ihn wieder in Hingabe und Lust zu führen.

Aber wenn ich ihm sagen welche Wäsche er anziehen soll, dann ist das kein Rollenspiel sondern die totale Machtübernahme....
Das hat für mich recht wenig mit einem Machtgefälle oder einer Machtübernahme gemein. Diese Form der „Macht“ bedarf der Zustimmung des Sich-Unterwerfenden, sie existiert quasi nur deshalb, weil der „Sich-Unterwerfende“ den „Macht-Innehabenden“ innerhalb gemeinsam definierter Grenzen in einem Art Rollenspiel gewähren lässt. Man könnte sogar in gewisser Weise unterstellen, das „Machtgefälle“ läuft in umgekehrter Richtung.

Tatsächliche Macht bedarf keines Konsenses, zumindest nicht auf Ebene des Individuums. Macht bedeutet für mich, Entscheidungen auch ohne das Einverständnis anderer durchsetzen zu können, eigene Ziele durch Einsatz entsprechender Mittel verfolgen und den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen zu können und in Folge natürlich auch verantworten zu müssen. Egal ob in einem sozialpolitischen, wirtschaftlichen oder institutionellen Kontext, Macht kann konsensual sein muss sie aber nicht. Eine D/S Beziehung ist aber immer konsensual. Das ist quasi das Dilemma bei diesen D/S Dynamiken.
 
Und jetzt frage ich dich:

Wie soll man das perfekt unterscheiden können, auf beiden Seiten??
Die Dinge entwickeln sich weiter.....


Und wie kann ein Sklave sich einbilden, die Gefühle der Herrin zu bestimmen?


Dieses ganze gespielte Erniedrigen ist absoluter bullshit in meinen Augen.
Du hast nicht wirklich Erfahrung im BDSM Bereich. Du plapperst nur. Bin neugierig wie lange du die libelle01 da bist.
 
Das hat für mich recht wenig mit einem Machtgefälle oder einer Machtübernahme gemein. Diese Form der „Macht“ bedarf der Zustimmung des Sich-Unterwerfenden, sie existiert quasi nur deshalb, weil der „Sich-Unterwerfende“ den „Macht-Innehabenden“ innerhalb gemeinsam definierter Grenzen in einem Art Rollenspiel gewähren lässt. Man könnte sogar in gewisser Weise unterstellen, das „Machtgefälle“ läuft in umgekehrter Richtung.

Tatsächliche Macht bedarf keines Konsenses, zumindest nicht auf Ebene des Individuums. Macht bedeutet für mich, Entscheidungen auch ohne das Einverständnis anderer durchsetzen zu können, eigene Ziele durch Einsatz entsprechender Mittel verfolgen und den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen zu können und in Folge natürlich auch verantworten zu müssen. Egal ob in einem sozialpolitischen, wirtschaftlichen oder institutionellen Kontext, Macht kann konsensual sein muss sie aber nicht. Eine D/S Beziehung ist aber immer konsensual. Das ist quasi das Dilemma bei diesen D/S Dynamiken.
Das ist nur solange ein Dilemma so lange man sich damit aufhält, dass es darum geht den eigenen Willen durchzusetzen.

Been there, done that - auf beiden Seiten.

Für mich war es offenbar wichtig das einmal durchzuexerzieren. Im Endeffekt sitzt man dann da und holt halt die Trotzphase nach und gewinnt die Erkenntnis: Ich habe dich Macht mich zu verweigern (bzw der andere halt) und außer einer miesen Stimmung und hoffentlich wenigstens den Erfahrungsgewinn hat niemand was davon.

Es kann auch recht spaßig sein, wenn jemand im vorab den Rahmen recht eng gesteckt hat, durch kleine Teaser zu zeigen was er haben könnte, wie sehr ihm das gefallen würde was er ausgeschlossen hat aber doch nicht bekommt, weil das über die ausgemachten Grenzen geht (ich halte mich sehr streng daran, ich habe auch ein bisschen in erotische Hypnose reingeschnuppert und dabei ist das um und auf, in der Session den ausgemachten Rahmen nicht zu verändern da die Consensfähigkeit nicht mehr gegeben ist)

Ich weiß nicht wie ich es erklären soll, so wie ich es mag, spiele ich mit dem Bewusstsein, der Hingabe... Ich mag es wenn meinE SpielpartnerIn sich in einem Status der euphorischen Willfährigkeit befindet.

Natürlich nutze ich dafür seine Trigger= Kinks.... Und auch die akzeptierten aber nicht so erwünschten Praktiken.

Mein Ziel ist es gemeinsam auf einer Welle im Top / Sub space zu surfen... Ich bin dabei quasi der Pilot, der Expeditionsleiter der vom jeweiligen Moment aus entscheidet wohin es weitergeht.

Die Kinks sind ja eine gemeinsame Schnittmenge, das kickt mich ja genauso wie meinN PartnerIn.

Ich WILL ja meiner Snake ihren Auslauf lassen, Striemen machen, sehen wie er zusammenzuckt, beginnt an seine Grenzen zu kommen um dann wieder sich hinzugeben.... Es macht _mich_ ja scharf.

Es gibt immer wieder welche, die sich ihren Machtkick daraus holen wenn sie um das bisschen zu weit gehen. Nicht viel, aber gerade soviel über den Consens hinaus, das es ihren Machtdurst befriedigt.

Leider hinterlassen die kaputte Partner. Typen die dann sagen, dass sie nicht masochistisch sind weil es hat ihnen zwar zuerst gefallen aber dann zum Schluss....

Frauen die sich lieber in eine Vanilla Beziehung zwängen, weil das mit der Hingabe soweit halt doch nicht geht, dass sie auch krank noch zur Verfügung stehen....

Keiner hat den Tops gesagt, dass die viel zu weit gegangen sind, die Bottoms suchen zumeist eh eher die Schuld bei sich.

Aber ob man das als Top wirklich möchte?
 
Du hast nicht wirklich Erfahrung im BDSM Bereich. Du plapperst nur. Bin neugierig wie lange du die libelle01 da bist.
Bitte um Mäßigung!
Ich werde mich Morgen Nachmittag dem Thema widmen.
Persönliche Angriffe mag ich nicht. Erklären Ja. Streitereien gehören nicht in einen Thread. BITTE
 
Eine D/S Beziehung ist aber immer konsensual. Das ist quasi das Dilemma bei diesen D/S Dynamiken.

Genau das ist das Grundproblem wenn man es wirklich auf den Kern reduziert. Es ist letztendlich immer der devote Part, der vorgibt, wie weit der dominante Part gehen darf. Der devote kann jederzeit "Nein" sagen. Und wenn man es konsensual auslebt, muss der dominante Part dieses "nein" akzeptieren. Das aber wiederum bedeutet, dass der devote Partner die eigentliche Macht besitzt und der dominante Part muss sich danach richten.

Das ist für diejenigen, die das sowieso nur als "Spiel" sehen, in der Regel auch kein Problem. Aber diejenigen, die das so authentisch wie möglich leben wollen, können das durchaus als unbefriedigend empfinden. Wie sehr ist man noch devot, wenn man doch derjenige ist, der in letzter Konsequenz bestimmen kann, wann was wie passiert? Durchaus eine berechtigte Frage und ein nicht so einfach aufzulösender Widerspruch (falls er überhaupt auflösbar ist)
 
Wie sehr ist man noch devot, wenn man doch derjenige ist, der in letzter Konsequenz bestimmen kann, wann was wie passiert?
Wenn man Spiel + Authentizität voneinander ausschließt, wird es seinen Reiz verlieren, wenn nicht sogar langweilig :unsure:
oder anders gefragt: warum sollte man aufhören zu Spielen?
 
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